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Mit dieser Seite will ich veranschaulichen was in Deutschland überhaupt los ist! Denn mal im Ernst, wenn euch eure Kinder später mal Fragen: "Hast du nicht gewusst das die Regierung mit euch gemacht hat was Sie wollte"? Dann will ICH nicht (wie mein Opa bei Hitler) mit NEIN antworten müssen!! !! Denn: Nur wer nicht sehen WILL sieht auch nicht!!!

Auf der Insel verkrochen!

von strike-free.org - 18.03.2003 13:03

Sie kommen sich vor wie die drei Heiligen Könige und sind nichts anderes als billige Mörder

pope and the murder
pope and the murder

Nachdem der Papst einringlich vor einer unvorstellbaren Katastrophe im Mittleren Osten gewarnt hatte haben sich die drei feigen Ratten aus Angst vor dem Menschen auf einer Insel verkrochen um ihren Willen zum Genozid zu bekräftigen.

Der große Kriegsherr Bush wird nun der Welt seinen Willen aufzwingen und das große Schlachten beginnen.

Sie kommen sich vor wie die drei Heiligen Könige und sind nichts anderes als billige Mörder von tausenden Unschuldigen gegen das Völkerrecht, gegen die UNO und die meisten Nationen der Erde. Eine Schande für die Zivilisation.

Das Ende der UNO: Und Tschüß!

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Im UNO-Ratssaal in Genf hängt ein Bild des Künstlers Jose Maria Serta. Eine Frau steht auf zwei Kanonenrohren, umgeben von Trümmern und Rauch einer soeben geführten Schlacht. Sie hält ihren Sohn hoch empor in der Hoffnung, das Kind werde niemals den Krieg kennenlernen.


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Washington
Washington

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Das Ende der UNO: Und Tschüß!

Im UNO-Ratssaal in Genf hängt ein Bild des Künstlers Jose Maria Serta. Eine Frau steht auf zwei Kanonenrohren, umgeben von Trümmern und Rauch einer soeben geführten Schlacht. Sie hält ihren Sohn hoch empor in der Hoffnung, das Kind werde niemals den Krieg kennenlernen.

Der drohende Krieg gegen den Irak schlägt uns allen aufs Gemüt. Seit Monaten wurde der Krieg als unausweichlich dargestellt, Staatspräsidenten aus Frankreich und der BRD erzählten uns sie täten alles um den drohenden Krieg zu verhindern und doch wurden weiter Truppen am Golf stationiert. Bundeskanzler Schröder hat sich heute morgen um zehn wieder zum Friedensapostel erklärt und dennoch nichts von der Verweigerung von Überflugrechten gesagt.

Die USA und ihre Verbündeten haben sich nicht mal bemüht, nach dem Azoren- Treffen eine Rechtfertigung für den Krieg zu erfinden. Sie haben den UNO-Sicherheitsrat einfach links liegen lassen. Wozu ist denn jetzt die UNO da? Der stern schreibt:

"Die Uno wird wohl das bleiben, was sie immer war und worin sie oft gut war mit ihren knapp 37 000 Mitarbeitern aus 191 Ländern und einem Jahresbudget von 1,15 Milliarden Dollar: eine humanitäre Organisation, die spätestens dann wieder gebraucht wird, wenn der Irak zerbombt ist, wenn Flüchtlinge versorgt und die ersten Wahlen überwacht werden müssen; deren Experiment, Kriege zu verhindern, aber wohl wieder einmal nur in der Theorie funktioniert."

Damit wird deutlich, daß die Regulierung der Weltwirtschaft nach dem Prinzip der Macht des Stärkeren funktioniert. Diese Macht wird militärisch durchgesetzt, und die UNO darf hinterher die Scherben aufräumen, der Sicherheitsrat wird nicht einmal mehr gefragt. Ein Feigenblatt macht böse Miene zum bösen kapitalistischen Spiel.

Aber das Empire sind auch wir. Es gibt kein Außen. Mit den Antikriegsdemos machen wir deutlich, daß längst klar ist, daß alle UNO-DiplomatInnen und PolitikerInnen diesen Krieg mitmachen egal was für schönfärberische Worte sich in ihre Erklärungen reinschleichen. Die rot-grüne Bundesregierung hat beiden Kriegn im Kosovo und in Afghanistan mitgewirkt und dem Irak die Waffen geliefert, die der Golfstaat jetzt nicht mehr haben darf. Die UNO-WaffeninspekteurInnen haben den Irak verlassen - was wäre gewesen, wenn sie sich geweigert hätten, auszureisen?

Die weltweite Bewegung gegen den Krieg, die sich nicht nur bei den Massendemonstrationen am 15. Februar gezeigt hat, hat den Zeitpunkt des Krieges auf jeden Fall verzögert, denn die USA wollten bereits im Februar zuschlagen. Und nur auf die Antikriegsproteste, die Blockaden in Italien und anderswo, können wir uns verlassen, und keine diplomatischen Winkelzüge. PolitikerInnen reden nur Blech (das wußten wir schon vorher), und auch angeblich demokratische globale Institutionen helfen nicht weiter, sondern nur Bewegungen, die von unten organisiert werden und nicht auf ein Wunder von oben hoffen. Wozu sind globale Institutionen legitimiert, wenn sie nicht zur Stelle sind um den schlimmsten Fall zu verhindern, einen Krieg den eine Regierung gegen den Willen anderer Regierungen anzettelt? Weltweit durchschauen immer mehr Menschen die Fassaden der potemkinschen Dörfer der politischen Repräsentanz. Die Verhältnisse im Abschiebelager Fürth article description/abstract -->

Die Verhältnisse im Abschiebelager Fürth (Bericht von Insassen)

Die Zimmer sind ca.15 qm gross, für 2 Personen. Es gibt 1 Toilette, 2 Duschen., eine Waschmaschine und einen kaputten Trockner. Die Küche ist spartanisch eingerichtet, den Herd muss man alle 5 Minuten wieder einschalten, weil er sich danach automatisch abschaltet.

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Die Verhältnisse im Abschiebelager Fürth (Bericht von Insassen)
Die Zimmer sind ca.15 qm gross, für 2 Personen Es gibt 1 Toilette , 2 Duschen., eine Waschmaschine und einen kaputten Trockner. Die Küche ist spartanisch eingerichtet, den Herd muss man alle 5 Minuten wieder einschalten, weil er sich danach automatisch abschaltet.
Das Essen ist auf das notwendigste beschränkt, es wird täglich in Esspaketen ausgegeben, die noch schlechter sind, als die Pakete im Heim nebenan.
Es gibt 40 Euro Taschengeld monatlich. Handys werden registriert, d.h. die Nummern notiert. Fernsehen und Radio sind untersagt.Die Residenzpflicht ist auf Fürth beschränkt, d.h. es ist verboten, das Stadtgebiet von Fürth zu verlassen. Wird jemand beim Übertreten ertappt, bekommt er ein Bussgeld, was ihn, weil er es nicht bezahlen kann, und sich die Bussgelder häufen, ins Gefängnis, erst in Strafhaft, danach in Abschiebehaft und nach gescheiterter Abschiebehaft wieder zurück ins Abschiebelager bringen kann
Arbeit und der Besuch von Deutschkursen sind untersagt.
Die medizinische Versorgung ist beschränkt, es muss vor Arztbesuch ein Krankenschein beim Sozialamt geholt werde, häufig werden nur Schmerzmittel verschrieben, d.h. Symptome behandelt.
Besuch ist nicht gestattet, nur mit Genehmigung der Regierungsbehörden, auch nicht, wenn eine ausdrückliche Einladung eines Lagerinsassen vorliegt. Ein Besucher, der einmal über den Zaun geklettert ist, um einen Bekannten zu besuchen, wurde von der Polizei festgenommen, aus dem Lager begleitet und zur Bushaltestelle gebracht. Er bekam überdies eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch. Die zynisch klingende Offizielle Begründung für die Verweigerung von Besuch ist "der Schutz der Privatsphäre der Insassen."
Das Lager ist umzäunt, am Eingang ist ein Drehkreuz, was elektronisch geöffnet und geschlossen wird.Tag und nacht sitzt ein Wachmann des Wach- und Schließdienstes Arndt hinter einem Fenster am Eingang. Der Wachmann übernimmt auch Hausmeisteraufgaben
Es gibt keine schriftliche Hausordnung, das einzige Personal ist der Wachdienst, was der Willkür Tür und Tor offenlässt.
Nachts patroulliert der Wachdienst ca. stündlich mit Hund und bewaffnet mit Schlagstock und Elektroschockgerät durch das Lager, ca. 6-7 Mann. Die Polizei schaut auch allabendlich mal vorbei.
Die Insassen können das Lager verlassen, es gibt auch kein Zeitlimit. Sie müssen sich allerdings beim Verlassen und Wiederbetreten des Lagers von Wachdienst registrieren lassen, d.h. der Wachmann notiert die Zeit wann jemand geht und kommt und betätigt dann den elektrischen Drehkreuzöffner. Es ist auch bei Androhung von Taschengeldentzug untersagt, ausserhalb des Lagers zu übernachten.
Bis jetzt haben 47 Personen Einweisungsbescheide erhalten, davon sind über die Hälfte untergetaucht, 2 Afrikaner wurden mit Handschellen ins Lager gebracht, von den ca. 12-15 Menschen, die sich dauerhaft im Lager aufhalten, wollen 5 das Land verlassen, weil sie die Verhältnisse dort nicht ertragen. Die meisten kommen aus GusStaaten, weil die Behörden sich ausrechnen, dass mit diesen Staaten Rückführungsabkommen geschlossen werden können. Bisher sind die meisten Gusstaatler Russen, es gibt aber auch einen Tschetschenen der einen Einweisungsbefehl bekommen hat, obwohl er bisher mit einer deutschen Frau zusammengelebt hat, gemeinsam gemeldet war und Heiratspläne hat. Das Konfliktpotential ist abzusehen, wenn Tschetschenen, Russen, Weissrussen, Georgier, Armenier und Aserbeidschaner auf so engem Raum zusammengepfercht werden. Auch dies erscheint als ein Teil der Zermürbungsstrategie.
Alle 2 Tage sind Befragungen. Wer zu den Befragungen nicht erscheint, dem wird das Taschengeld gekürzt. Es gibt Besprechungslisten, wer zu den Befragungen wann erscheinen soll. Die Befragungen laufen folgendermassen ab: Für die Befragungen werden momentan ABM-Kräfte eingesetzt, weil die Wohlfahrtsverbände sich weigern bei diesem Konzept mitzuspielen. Oftmals sind das russische Spätaussiedler, oder jüdische Kontingentflüchtlinge, die nicht besonders gut auf Russen zu sprechen sind. Die Befrager versuchen die Leute zu überreden: "geh doch nach Russland zurück, da ist es schön. Da kannst du eine Firma gründen und Material aus Deutschland mitnehmen Hier hast du keine Perspektive, geh zurück nach Russland, da hast du es besser." Und das zu Menschen, die von 40 Euro Taschengeld im Monat leben, die z. T. vor dem Kriegsdienst in Tschetschenien geflohen sind, und denen bei Rückkehr heftige Strafen (zwischen 10 und 25 Jahre Gefängnis ) drohen und wo sich der russische Staat weigert, sie überhaupt noch als Staatsbürger anzuerkennen und Papiere auszustellen. Systematischer Zynismus als Strategie zur Zermürbung.
Weitere Fragen sind ."Was ist die Hauptstadt deines Landes? Wer ist der Präsident deines Landes? Kennst du ein russisches oder weissrussisches Lied? Kannst du mir deinen Heimatort auf der Landkarte zeigen?" Es wird ja grundsätzlich angenommen, dass die Menschen absichtlich ihre Identität verschleiern.Deshalb werden sie z.B geködert mit einer Arbeitserlaubnis, falls sie ihre Identität preisgeben. Den Job müssten sie sich natürlich selber suchen und obendrein würden sie sowieso recht schnell abgeschoben, weil eine Identität, die den Behörden nicht passt, wird sowieso meistens nicht geglaubt.
Gelegentlich wurden Befragungen auch vom Leiter der zustaändigen Behörde in Ansbach, Meisner durchgeführt.
Ein Insasse des Lagers ist schon seit 11 Jahren in Deutschland, hat Freunde und Bekannte hier und entspricht daher so überhaupt nicht dem Bild des gerade frisch Eingetroffenen , der sich gar nicht erst hier integrieren soll. Seine bestehenden Beziehungen werden zerschlagen, da er aus Bamberg kommt und wegen der Residenzpflicht nicht dorthin fahren darf. Ein anderer sitzt in diesem Lager, dessen Eltern schon als ZwangsarbeiterInnen in Deutschland arbeiten mussten und dessen Mutter eine Entschädigung von 400DM vom roten Kreuz bekam!
Ein Isasse beschrieb seine Eindrücke über das Lager sehr subjektiv als "Hochsicherheitstrakt mit Freigang" und äusserte, Abschiebehaft wäre noch besser als dieses Lager, denn 1.) das Essen sei besser, 2.) es sei möglich Besuch zu empfangen, 3.)Es gäbe Fernsehen und Radio, 4.) der Aufenthalt sei begrenzt, nach spätestens 18 Monaten muss die Abschiebehaft beendet werden, alle 3 Monate wird sie überprüft, während der Aufenthalt im Abschiebelager unbegrenzt ist.

6 Gefangene setzen Hungerstreik im Abschiebeknast Berlin fort article description/abstract -->

Sechs Gefangene setzen ihren Hungerstreik im Abschiebegefängnis Köpenick fort.

Suizidversuch und zwei Selbstverletzungen sind Zeichen der Verzweiflung, aber
auch der Entschlossenheit


Entgegen den Informationen des Innensenators Dr. Körting befinden sich sechs
Gefangene weiterhin im Hungerstreik. Sollten ihre Forderungen nicht erfüllt
werden, werden sie zu anderen Mitteln greifen.


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Der minderjährige Michail N. versuchte, sich in der Nacht zum Freitag
vergangener Woche im Toilettenraum zu erhängen. Er gehörte zu den
Hungerstreikenden und wurde am nächsten Tag in die Psychiatrie der
Jugendabteilung des Wilhelm Griesinger Krankenhauses gebracht. Heute wurde er
entlassen. Anatoli O., der sich Mittwochabend selbst verletzte, befindet sich
derzeit im Haftkrankenhaus Moabit. Dota K., der sich am Samstag ebenso selbst
verletzte, wurde im Krankenhaus ambulant behandelt. Danach musste er über 36
Stunden in einer Einzelzelle verbringen, bevor er auf seine Etage zurückkehren
konnte.

Innensenator Dr. Körting hat zugesagt, die Haftbedingungen zu verbessern und ist
zu einem Gespräch mit den Häftlingen - jedoch nur über die Haftbedingungen,
nicht über die Haftdauer - bereit. Das Gespräch hat bis heute noch nicht
stattgefunden, die Häftlinge warten. Bisher hat Herr Dr. Körting die folgenden
Verbesserungen zugesagt:

Ein Stockwerk für Langzeit-Häftlinge ohne Innengitter
Entfernung der Trennscheiben in einigen Besucherzellen
Verlängerung des Hofganges um 30 Minuten
Eventuelle Beteiligung von Häftlingen an Reinigungsarbeiten (kleines Entgelt)
Tischtennisplatten und Tischfußball werden möglicherweise aufgestellt

Die Häftlinge hatten allerdings das folgende gefordert:
Sofortige Entlassung von Menschen, die aus juristischen oder tatsächlichen
Gründen nicht abgeschoben werden können, aber trotzdem über 6 Monate in Haft
sind
Ein Ende der monatelangen Ungewissheit über ihre Entlassung, bzw Abschiebung
Beendigung der menschenunwürdigen Behandlung durch PolizeibeamtInnen, ÄrztInnen
und SozialarbeiterInnen
Verbesserung der unzumutbaren hygienischen Zustände

Die anderen Häftlinge haben ihren Hungerstreik für zwei Wochen ausgesetzt, um
Herrn Eggert, dem Leiter des Abschiebegefängnisses, Zeit zu lassen, die
Verbesserungen zu realisieren. Weitere Aktionen sind angekündigt, wenn es zu
keinen nennenswerten Verbesserungen kommt. Ein 20-jähriger hat bereits einen
Durststreik angekündigt.

Rassistischer Polizeiübergriff auf The Voice Aktivist in Jena

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von caravan - 28.01.2003 13:16

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Angriff auf Cornelius Yufanyi und Verhaftung durch die Jenaer Polizei am
Sontag früh, 26.01.03

Sonntag Früh, am 26. Januar 03 wurde Cornelius nach einen Treffen von The
Voice in Jena von PolizistInnen angriffen, verletzt und verhaftet. Unter dem
Vorwand einer Personalienkontrolle zettelten die PolizistInnen die
Misshandlung
an. Ungefähr eine Viertelstunde lang ließen sie ihren rassistischen
Ressentiments auf offener Straße und unter den Augen von Unbeteiligten
freien Lauf.
Hier ein Bericht über den rassistischen Angriff:



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Angriff auf Cornelius Yufanyi und Verhaftung durch die Jenaer Polizei am
Sontag früh, 26.01.03




"Heute Morgen gegen 0.30 bin ich mit einer Freundin, P., von der Bar
Grünowski nach dem Treffen von The VOICE in Richtung Afro Center gegangen um
dort
andere Freunde zu treffen. Ungefähr 250 m vor dem Afro Center kam uns ein
schwarzer Wagen entgegen und parkte bei der Straßenbahnhaltestelle
"Phyletisches
Museum" (Richtung Jena Nord) auf einem Parkplatz. Es sind drei Leute
ausgestiegen, zwei Männer und eine Frau (Namen und PKW-Kennzeichen sind
bekannt). Sie
fragten uns nach unserem Personalausweis. Aufgrund meiner Erfahrung, dass
ich in Jena mehrmals von Nazis angegriffen worden war und da sie in Zivil
waren, also nicht als Polizisten zu erkennen waren, fragte ich sie nach
ihren
Dienstausweisen. Zwei von ihnen, ein Mann und eine Frau haben daraufhin
Ausweise,
vermutlich ihre Dienstausweise herausgeholt und mir aus etwa einem Meter
Entfernung gezeigt. Weil ich es nicht lesen konnte, bat ich sie, die
Ausweise
näher zu bringen. Sie verweigerten das. Ich holte mein Handy heraus, um mir
von
der Polizei bestätigen zu lassen, dass sie tatsächlich Polizisten sind. Sie
sagten mir, ich dürfe niemanden anrufen. Ich antwortete, wenn ich niemanden
anrufen dürfe, müssten sie mir ihre Ausweise zeigen. Doch bevor ich mich
erklären konnte, haben sie angefangen, mich anzugreifen. Die Freundin, die
bei mir
war, sagte ihnen, dass ich nicht gefährlich sei und dass sie mir nicht
zugehört hätten. Daraufhin hat sie einer der Männer weggeschubst.

Weil ich verzweifelt war und mich angegriffen fühlte, fand ich mich in einem
Notstand.

Sie waren nicht bereit mir weiter zuzuhören und sagten, wir sollten auf das
Polizeipräsidium gehen. Dies habe ich akzeptiert. Dann begannen sie richtig
brutal mich zu schieben und mich zu schlagen. Sie schlugen mich ins Gesicht.
Dadurch bekam ich einen Lippenriss. Sie drückten mich auf den Boden, so dass
ich flach auf dem Boden lag. Sie pressten mit ihren Füßen meine Hände und
Füße
und meinen Rücken nieder. Sie sagten, sie würden mich mit Pfefferspray
besprühen, wenn ich Widerstand leistete. Ich habe keinen Widerstand
geleistet und
habe einfach geschrien: "Das ist Gewalt und Brutalität." Ein Passant kam her
und fragte, was los sei. Er wurde ebenfalls weggeschubst. Er sagte, wenn sie
von mir einen Ausweis wollten, müssten sie mich nicht schlagen.
Ich sagte meiner Begleiterin gesagt, sie solle die anderen Freunde im Afro
Center informieren, was mit mir los sei.

Die beiden Männer und die Frau haben mich weiter geschlagen. Sie haben mich
mit Handschellen am Rücken gefesselt, mich hochgezogen und brutal an ihr
Auto
geschoben, so dass ich mit meiner Vorderseite auf der Seite des Autos lag.
Sie pressten meinen Hals, so dass ich keine Luft mehr bekam. Dann haben sie
versucht mich zu durchsuchen. Danach schoben sie mich wieder auf den Boden.

Während dieser Zeit beschimpften sie mich mit rassistischen Sprüchen. Sie
wüssten nicht, was ich hier in Deutschland mache und wenn es mir nicht
gefällt,
solle ich zurückgehen, wo ich herkomme. Ob ich eine Erlaubnis hätte, nach
Jena zu kommen. Dass ich ein "Assi", also ein asozialer Mensch, sei und sie
haben mich ohne Respekt misshandelt. Sie redeten mich mit "du" an, obwohl
ich
sie mit "Sie" angesprochen hatte.

Sie versuchten mich schnell und mit Gewalt in das Auto hineinzuschieben. Ich
habe keine Luft mehr bekommen. Dann habe ich versucht mit meinem Kopf
draußen Luft zu bekommen. Sie haben mich im Auto weiterhin nach unten
gedrückt und
einer kniete sich auf mich und drückte dabei seine beiden Knie auf meinen
Rücken in der Höhe des Brustbereichs. Ich konnte keine Luft mehr bekommen
und
schrie immer wieder, dass ich ersticke. Sie sagten, wenn ich schreien
könnte,
könnte ich auch Luft bekommen. Sie haben weitere rassistische Sprüche
losgelassen, zum Beispiel: "Wir sind hier nicht im Wald." Ich blutete in ihr
Auto
wegen der Lippenverletzung, bis wir am Polizeipräsidium ankamen. Wieder
haben
sie rassistische Sprüche losgelassen, zum Beispiel, dass ich
"Schwarzendeutsch"
spreche. Sie meinten, ich sei in Deutschland nicht gewollt. Sie haben mich
wieder auf den Boden gedrückt, ihre Füße auf meine beiden Hände und Füße
gepresst und mich mit Fußschellen gefesselt. Sie sagten mir, dass ich
aufstehen
sollte. Das konnte ich nicht machen, weil ich mich total gefoltert und
erschöpft fühlte. Dann habe ich einfach zu ihnen gesagt, sie sollen weiter
machen,
was sie schon angefangen haben: Gewalt anzuwenden. Da haben sie mich
durchsucht
und mich hochgezogen und mich in Fußschellen zur Zelle geschleppt.
Ich wollte nicht auf mein Recht verzichten und habe von der Zelle aus
gefragt, ob ich sofort meinen Rechtsanwalt anrufen und meine Frau
informieren
könnte. Ich habe mehr als zweimal gefragt. Von außen haben sie
hereingerufen, ich
könnte das mit meinen Händen oder Füßen machen.
Nach ungefähr zehn Minuten kam der Sachbearbeiter H. und sagte zu mir, dass
sie gegen mich Anzeige erstatten würden wegen Körperverletzung und
Widerstand
gegen eine polizeiliche Maßnahme. Er wollte einen Alkoholtest mit mir machen
und eine Blutprobe nehmen. Dann sagte ich, wenn sie mich nicht anrufen
ließen dürften sie auch nichts mit mir machen. Ich würde nicht auf mein
Recht
verzichten. Dann sagten sie, dass ich hinter Gitter keine Rechte hätte. Dass
ich
allem folgen müsste, was sie sagten. Ich fragte ihm, ob er diese Aussage
auch
vor dem Gericht wiederholen könnte. Dann meinte er, das würde er sich noch
überlegen. Dann habe ich ihm gesagt, wenn das so sei, dann sollten sie alles
vergessen.
Er sagte mir auch, dass sein Chef ihm gesagt habe, dass ich kein Recht zum
Telefonieren hätte.

Nach Rücksprache mit einem anderen Polizisten, vermutlich seinem Chef, hat
er mir das Telefon gebracht. Dann habe ich meine Ärztin und meine Frau
angerufen, weil ich meinen Rechtsanwalt nicht erreichen konnte.
Ungefähr zehn bis 15 Minuten danach holten sie mich aus der Zelle und eine
andere Ärztin hat eine Blutprobe genommen und mir einige Fragen gestellt um
festzustellen, ob ich Alkohol getrunken hätte. Ich habe mich physisch
gefoltert
gefühlt, hatte Schmerzen am ganzen Körper und weiter geblutet, aber die
Ärztin wollte mich nicht weiter untersuchen.
Auf meine Frage, ob ich die Blutprobe verweigern könnte, antwortete sie mir,
dass es gesetzlich festgelegt sei, dass ich sie nicht verweigern könne.

Nach der Blutprobe und der Befragung durch die Ärztin haben sie mich aus dem
Gefängniskomplex entlassen und sind mit mir in den Empfangsbereich gegangen,
wo sie mir meinen Führerschein zurückgegeben haben und mich dann entlassen
haben.
Draußen wartete meine Ärztin und fünf andere Mitglieder von The VOICE auf
mich.
Meine Begleiterin wollte auch Anzeige gegen die Polizei erstatten. Sie
konnte das aber nicht, weil sie auch so erschöpft war und sich deshalb nicht
dazu
in der Lage fühlte. Aber sie meinte, sie würde dies machen, wenn sie wieder
dazu in der Lage wäre.

Wir haben noch einen Zeugen, der alles gesehen hat. Es handelt sich dabei um
den Passanten, der den Vorfall beobachtet hatte.

Nach meiner Entlassung hat mich meine Ärztin kurz untersucht. Anschließend
bin ich ins Krankenhaus zu einer Untersuchung gegangen. Ich wurde im
Brustbereich geröntgt.

Ich habe jetzt immer noch Schmerzen und Verletzungen."

 

Demonstration gegen drohende Abschiebung in Friedrichsstadt

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von Aktion Dithmarschen - 27.01.2003 17:42

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Am Sonntag dem 26. Januar 2003 fand in Friedrichsstadt (Kreis Nordfriesland) eine Demonstration gegen die drohende Abschiebung der kurdischen Familie Yardimci statt.

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Demo von vorne...
Demo von vorne...

...von der Seite...
...von der Seite...

..auf dem Marktplatz...
..auf dem Marktplatz...

...Kein Frieden mit Deutschland...
...Kein Frieden mit Deutschland...

...No Border... No Nation...Stop Deportation...
...No Border... No Nation...Stop Deportation...

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Zur Situation der Familie Yardimci, aus einem Aufruf der "AG gegen Abschiebung Husum":

"Seit 8 Jahren lebt die Familie Yardimci in Deutschland, 3 der 5 Kinder sind hier geboren. Damals ist die Familie aus der Türkei geflohen, weil ihre Lebensbedingungen als Kurden unerträglich wurden. Zum Beispiel ist Herr Yardimci nach Folter fast taub, seine Frau wurde von türkische "Sicherheitskräften" mehrfach vergewaltigt. Doch gerade dies wollen die zuständigen Behörden (des Bundes, des Landkreises Nienburg, sowie das Amtsgerichts Hannover) nicht anerkennen. Angesichts der drohenden Abschiebung floh die Familie vor etwa einem Jahr nach Nordfriesland, wo ihr
Kirchenasyl in einer Wohnung der Kirchengemeinde gewährt wurde. Doch Frau Yardimci wurde beim Fenster putzen von 13 Polizisten (LKA, Husumer und Friedrichstädter Polizisten) auf dem Bürgersteig zusammen mit ihrem 6-jährigen Sohn verhaftet. Auf der Polizeiwache erlitt sie einen Zusammenbruch, ein eindeutiger Beweis für ihre Traumatisierung, deren Existenz mehrere unabhängige Gutachten bestätigen. Auf der Intensivstation
des Krankenhauses, in das sie eingeliefert werden musste, standen 2 Polizeibeamte vor ihrer Tür Wache...
Am 31.1.03 läuft die Ausreisepflicht der Familie ab, es droht eine als "freiwillige Ausreise" bezeichnete erzwungene Ausweisung in die Türkei, in eine ungewisse, von Folter und Verfolgung bedrohte Zukunft. Noch gibt es eine letzte Chance auf ein Bleiberecht, für dieses wollen wir uns lautstark einsetzten."

weitere infos:  http://www.gegenwind.info/

zur Demonstration:

Um 14.30 Uhr begann die Solidaritätsdemonstration auf dem Marktplatz in Friedrichstadt. Nach einem Protestmarsch durch die Stadt fand eine Kundgebung auf dem Marktplatz statt, dann ging es zum Abschluss in die ev.-luth St. Christophoruskirche.

Erfreulich war auf jeden Fall die hohe Teilnehmerzahl. Man merkte, dass die Friedrichsstädter Bevölkerung hinter der Famile Yardimci steht. So beteiligten sich u.a. viele SchulfreundInnen der betroffenen Kinder mit selbstbemalten Schildern an der Demonstration.
Die Kundgebung war in erster Linie durch die "bürgerlichen" bzw. kirchlichen Unterstützer der Familie Yardimci geprägt. So wurde u.a. eine "humanere" Asylpolitik gefordert. Radikale Forderungen blieben leider aus...
Dennoch hat die Demonstration ein wichtiges Zeichen gegen die drohende Abschiebung gesetzt.
Angeführt wurde der Demonstrationszug vorwiegend von Jugendlichen, von denen unter anderem "Kein Mensch ist illegal - Bleiberecht überall", "No Border! No Nation! Stop Deportation!", sowie "Um Europa keine Mauer, Bleiberecht für alle und auf Dauer" gerufen wurde.

Die "Husumer Nachrichten" über die Demonstration:

 http://www.shz.de/RUBRIKID=322&MID=30&REDID=34523&REFMODUL=25

Fazit: Es fehlte zwar ein wenig Radikalität, jedoch ist dafür die Solidarität der örtlichen Bevölkerung hervorzuheben. Da die Demonstration an einem Sonntag stattfand befanden sich leider nur wenig Passanten in der Gegend des Marktplatzes, wo die Kundgebung stattfand, jedoch führte die Demonsstration durch Wohngebiet, so dass die AnwohnerInnen mit der Situation der Familie konfrontiert werden konnten.
Außerdem ist als positiv zu vermerken, dass es am Sonntag abend auf N3 einen kurzen TV-Bericht gab und somit noch mehr Menschen etwas über die Situation der betroffenen Familie erfahren.




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