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Man nimmt an, daß Pilze schon seit jahrtausenden als Rauschvermittler bei verschiedensten Anlässen gebraucht wurden. In Mexiko heißen Pilze der Gattung Stropharia cubensis "Fleisch der Götter", da man glaubt, daß in ihnen ein Gott lebt. Im Schamanismus haben Zauberpilze noch heute dort ihren festen Platz. Doch die Geschichte der Pilze geht noch weiter zurück. Vor einigen Jahren wurde in einem Gletscher die 5000 Jahre alte Mumie eines Mannes gefunden, den man nach seinem Fundort Ötztal den Ötzie nannte. Dieser Mann hatte bei seinen Sachen auch eine Schnur mit getrockneten Pilzen (Birkenporlinge), die sich als psychoaktiv herausstellten. Der, an den Untersuchungen beteiligte Wissenschaftler Reinhold Pöder stellte dazu fest, daß ein schamanistischer Gebrauch solcher Pilze denkbar ist, und diese Pilze eben diesem Zwecke dienten.

Alles in allem jedenfalls ist festzustellen, daß psychotrope Pilze schon seit einiger Zeit, vielleicht sogar schon vor der "Menschwerdung" genutzt wurden. Es ist denkbar, daß diese Pilze die Evolution und die Ausbildung der menschlichen Intelligenz wesentlich beeinflussten. Einen dementsprechenden Versuch schlug ein Wissenschaftler namens Dr. Walpur einem Primatenforschungszentrum vor. Er wollte nachweisen, daß sich die mentalen Fähigkeiten von Primaten unter wiederholter Gabe von Psilocybin extrem verstärken können. Er wollte somit ein neues Licht auf die menschliche Entwicklung werfen, welches auch die regional unterschiedlichen Geschwindigkeiten der Evolution beleuchten sollte.

Der Pilz in der Religion

Kommen wir zur Beziehung von Religion und Pilz, einer Beziehung, wie sie enger nicht sein kann. Hier soll nicht im besonderen über christliche Religion gesprochen werden, die eine Entstehung infolge des Nutzens von Rauschmitteln abstreitet, sondern um Religionen, die weitaus älter sind als das Christentum. In Guatemala wurden Steinskulpturen gefunden, welche Pilzform haben und fast sämtlich ein Bildnis eines Gottes auf dem Stiel besitzen. Diese Steinskulpturen haben ein Alter um 3000 Jahre, sie können somit der frühen Majakultur zugeordnet werden. Es handelt sich dabei um Zeugnisse eines blühenden Pilzkultes, der zum Teil noch heute ausgeübt wird. Dies ist im Wesentlichen also ein Zeugnis einer alten und tiefgehenden Naturreligion, welche sich auf die extremen Trance- und Rauschzustände unter der Einwirkung von psychoaktiven Pilzen stützt. Auch in den keltischen Regionen Groß Britanniens (Wales, Cornwall) ist ein recht starker Pilzkult bekannt, der sich auf das dortige Druidentum bezieht. Um die Sache ein wenig abzukürzen kann gesagt werden, daß jede Kultur und Religion einen Bezug zu psychotropen Pilzen hat. In unserer Kultur kann man dies an der exzessiven Darstellung des Fliegenpilzes (ebenfalls ein psychoaktiver Pilz, jedoch einer der Amanita - Art) als Glücksbringer sehen.
Inwieweit die Entstehung des Christentum von Rauschmitteln abhängig war ist unbekannt, doch kann angenommen werden, daß die Darstellung, wie sie in der Bibel heute zu finden ist, nicht ganz stimmt, wurde dieses Buch doch über Jahrtausende immer nur Handschriftlich und mit den Korrekturen und Ergänzungen des jeweiliegn Schreibers vervielfältigt. Es darf jedoch darauf hingewiesen werden, daß nahezu keine existierende oder untergegangene Religion ohne extatische Rauschzustände, welche in Gruppen erlebt wurde, entstand.

Jesus
Jesus

Mushroom Stone
Pilzstein der Maya
Zeuge der religiösen Bedeutung der Zauberpilze. Guatemala, El Salvador, Mexico, aus der Zeit
zw. 1000 v. und 500 n. Chr.
Höhe 33.5 cm

Pilz Stein
Adam & Eva, Pilze im Christentum.
Ist die Verbotene Frucht ein Pilz?

Mushroom Stones

Steinreliefs

Steinrelief mit Pilzen
Steinrelief mit Pilzen
Steinrelief mit Pilzen
Steinrelief mit Pilzen

 

Pilzstein
Pilzstein


Mexikanisches Fresko


Aus dem Aztekischen Kodex

 

Sinu culture
Goldskulptur aus der Sinu Kultur
Kolumbien, 1200-1600

Mesoamerican Mushroom Cults

Die rituelle Verwendung von Zauberpilzen, 'teonanácatl' (=Fleisch der Götter) genannt in der Náhuatl Sprache der Mexica oder Azteken Mittelamerikas, bildete die Basis eines wichtigen religiösen Kultes in der Vorkolumbianischen Neuen Welt.

Das Bestehen eines hoch entwickelten entheogenen Pilzkultes ist mindestens bis 500 v.Chr. belegt durch "Pilzsteine", welche man im Hochland von Guatemala in Maya Kultstätten ausgrub. Freskos aus Zentral-Mexiko, datiert auf das Jahr 300 n.Chr., zeigen die Verehrung von Pilzen. Heilige Pilze sind oft im Mixtekischen Kodex Vindobonensis, dem Aztekischen Magliabechiano Kodex und den Tepantitla Freskos der Teotihuacan anzutreffen.

Der Mittelamerikanische Pilzkult überlebte in den religiösen Riten der Mazateken, Chinanteken, Chatino, Zaptoeken, Mije, und Mixteken von Oaxaca, die Nahoa von Mexico, und möglicherweise Otomi von Puebla und die Tarascana vom Michoacan.

Bei den verwendeten Pilzen handelt es sich unter anderen um folgende Spezien:
Conocybe siligineoides, Panaeolus sphinctrinus, Psilocybe acutissima, P. aztecorum, P. caerulescens, P. caerulipes, P. cordispora, P. cubensis, P. fagicola, P. hoogshagenii, P. isauri, P. mexicana, P. mixaeensis, P. semperviva, P. yungensis, P. zapotecorum.

Mexikanische GötterMexikanische GötterMexikanische GötterMexikanische Götter
Mexikanische Götter

Zauberpilze heute

Wie wird Psilocybin (die psychoaktiven Pilze) nun in unserer Zeit gehandhabt? Der kultische Charakter ist nicht verschwunden, doch er hat sich ins Gegenteil verkehrt. Wurde in den vergangenen Jahrtausenden der Pilz als heiliges Sakrament gehütet, so wird er jetzt verteufelt. Dieses "jetzt" bezieht sich dabei auf die gesammte Zeit des Christentums und seiner Ausbreitungsgebiete. Als die Spanier Mexiko okkupierten versuchten sie schon den dortigen Pilzkult zu unterbinden. In der Gesetzgebung moderner Staaten fällt der Wirkstoff Psilocybin unter Drogengesetze, die seinen Besitz zu einer strafbaren Handlung machen. Vor dem Verzehr der entsprechenden Pilze wird gewarnt, sie werden als hochgiftig bezeichnet oder in den Pilzbüchern nicht erwähnt, wobei nie der Hinweis fehlt, daß man keine Pilze sammeln soll, die man nicht kennt. Auf die Unvollständigkiet der Bücher wird natürlich nicht hingewiesen. Die Presse greift das Thema Pilz mit einer erstaunlichen Periodizität auf, wobei fast nie eine sachliche Darstellung zu finden ist. Sogar so rennomierte Zeitschriften wie "Der Spiegel" hauen bei diesem Thema voll daneben (letztes Quartal 1996). Es wird im wesentlichen eine systematische Panikmache in der Bevölkerung ausgelöst, die mit dazu beitragen kann, daß ein Pilztrip eben doch zu einem unangenehmen Erlebnis werden kann, da das Setting durch die starke Öffentliche Verunsicherung denkbar schlecht ist.

Psilocybin & LSD

Psilocybin und LSD sind sich auch in ihrer Giftigkeit sehr ähnlich, denn auch bei LSD sind erst 500 bis 600 fache Überdosen tödlich, wobei jedoch angemerkt werden muß, daß LSD im Mycro- und Psilocybin im Milligrammbereich dosiert werden. Rein vom Gewicht her ist LSD also leichter überzudosieren, es sollte jedoch ein finanzielles Problem darstellen soviel LSD zusammenzubekommen.

Körperliche Effekte treten bei Psilocybineinnahme nicht auf. Die Wirkung ist eben sehr ähnlich der des LSD, jedoch ist die Wirkungsdauer etwas geringer. LSD wirkt ca. 8 bis 15 Stunden, Psilocybin ca. 6 bis 8 Stunden. Die eigentlichen Wirkungen des Psilocybin liegt auf der Änderung des Wahrnemungsvermögens, also Intensivierung der Farben, Halluzinatorische Erfahrungen auf allen sensorischen Gebieten und subjektives Gefühl des Verstehens allumfassender Sachverhalte.

 

Nachweis im Körper

Das übliche Drogenscreening erfaßt Psilocybine (noch) nicht!

Die Wirkstoffe Psilocin und Psilocybin können im Urin mittels HPLC-UV-Chromatographie und/oder GC/MS (Gaschromatographie/Massenspektrometrie) nachgewiesen werden. Ähnlich wie bei LSD ist dies auch bei diesen Substanzen nur kurzzeitig möglich.

In normalern oder erweiterten Drogentests wird Psilocybin (noch) nicht standardmässig erfasst.

65% des Psilocybins wird innerhalb von 8 h nach dem Konsum über den Urin ausgeschieden. 15-20% bleibt im Körper theoretisch nachweisbar für einige Wochen.

 Standorte & Erntezeit

Als ertragsreichste Sammelzeit für Zauberpilze in Europa gelten die Wochen zwischen Anfang September und Ende November. Aber auch im August sin schon Funde gemeldet worden.

Alle Pilzarten haben ihre typischen Standorte. Das gilt genauso für Steinpilze wie für Kahlköpfe. Die hier besprochenen Rauschpilze stehen nur an Stellen, an denen kaum Speisepilze vorkommen. Psilocybe semilanceata wachsen fast ausschliesslich auf begrasten Flächen, die sich durch einen guten Düngezustand auszeichnen. Auf dem Lande sind dies in erster Linie feuchte Wiesen und (eher selten) Felder, bevorzug in der Nähe von Flüssen oder Seen, oder Stellen mit einem sehr niedrigen Grundwasserspiegel. Besonders gern werden die Pilze an feuchtwarmen, also sonnigen Stellen wachsen. Bemerkenswert ist dabei, dass man sie sowohl an gänzlich ungeschützten Standorten in der Mitte grosser Weiden als auch am Rande von derartigen Grasflächen halb im Schatten nahe Hecken, dem angrenzenden Unterholz oder Baumbestand findet.

Die Ernte

Geerntet werden grundsätzlich nur Pilze, über deren Identifizierung man absolute Sicherheit hat. "Leraning by doing" kann kein guter Grundsatz sein, beim Pilzesammeln kann es zu einem bedauernswerten Missgriff führen. Da sich selbst anerkannte Pilz-Fachleute nur in seltesten Fällen mit psychoaktiven Narrenschwämmen auskennen, kann man von den real existierenden Pilzberatungsstellen keine Hilfe erwarten.

Die Ernte der Rauschpilze unterscheidet sich nicht von der der Speisepilze. Um das Mycel, den vegetativen Hauptteil der Pflanze, nicht zu zerstören und auch nicht zuviel Erde mitzuernten, wird der Stiel des Pilzes gleich über der Erde abgedreht, abgebrochen, mit den Fingernägeln abgeknipst oder mit einem Werkzeug abgeschnitten. Die Pilze kommen dann in einen luftigen Sammelbehälter, einen kleinen Korb oder ein kleines Textilsäckchen.

Zauberpilz

Verarbeitung der Ernte

Frisch geerntete Pilze können entweder frisch genossen, oder aber getrocknet und aufbewahrt werden. Es ist empfehlenswert, die Pilze bei niedriger Temperatur (60°C oder weniger) während 6 bis 10 Stunden in einem Gasherd zu trocknen. Sie könne aber auch unter einen Heizstrahler oder auf einen Rost gelegt über einem Heizlüfter getrocknet werden. Pilze sind vollkommen getrocknet, wenn sie sich so hart wie Kekse und keinesfalls schwammig anfühlen. Um die grösstmögliche Wirksamkeit zu konservieren, sollten getrocknete Pilze dann in 5g Portionen in Plastikbeuteln, aus denen man die Luft herausgedrückt hat, verschweisst werden. Anschliessend kann man die Plastikbeutel in einem festverschliessbaren Glasbehälter oder anderen wasserdichten Behälter aufbewahren und einfrieren.

Sind die getrockneten Pilze der Luft ausgesetzt, verlieren sie sehr viel schneller ihre Wirksamkeit, da die empfindlichen Indolverbindungen (bes. Psilocin) oxidieren.

Frische Pilze sollten erst nach dem Trocknen eingefroren werden, denn sofortiges Einfrieren frischer Pilze formt diese nach dem Auftauen in eine schwarze klebrige Masse. Frische Pilze können im Gemüsekorb des Kühlschranks ungefähr eine Woche bis 10 Tage aufbewahrt werden. Ältere Frischpilze müssen entweder verzehrt oder getrocknet werden, um ihr Verderben zu verhindern.

- Weitere Mögliche Lagerarten

  • -Nach dem trocknen weden die Pilze in einer Kaffeemühle pulverisiert und dann gleich in Glasbehälter abgepackt und versiegelt. Dies hat unter anderem den Vorteil, dass man eine ungefähre "Durchschnittswirkung" der Ernte ohne grosse Schwankungen hat.
  • Traditionell in Honig, Glas dunkel & kühl lagern.
    Nachteile: Oberfläche des Materials wird vergrössert und bietet eine grossere Angriffsfläche für Sauerstoff, schwierig zu handhaben!

oder besser

  • -In kleine Bröcken aufreiben (von der Grösse von Katzenstreu, von Hand, Messer, Plastiksack + Buchrücken, etc.) und in Glas dunkel und kühl aufbewahren

Verwechslungen - Die tödlichen Doppelgänger

Die psilocybin- und psilocinhaltigen Arten können vor allem mit Arten der Gattungen Inocybe (Risspilze, Faserköpfe), Conocybe (Samthäubchen), Mycena (Helmlinge) und Bolbitus (Mistpilze) verwechselt werden.
Inocybe geophylla hat einen Einschlag ins Violette und gibt einen braunen Sporenabdruck.
Inocybe lacera hat weisse Lamellen und ergibt einen graubraunen Sporenabdruck.
Beide Inocybe-Arten enthalten Muscarin, ein starkes Gift, das ein pharmakologischer Gegenspieler des Atropins ist.

Psilocybe stunzii neben Galerina autumnalis
Psilocybe stunzii (links), ein psilocybinhaltiger Pilz mit purpurfarbenen Sporen, und Galerina autumnalis, ein tödlich giftiger Pilz mit braunen Sporen, wachsen hier Seite an Seite
Psilocybe pelliculosa neben Galerinas

Psilocybe pelliculosa (links) teilen sich den Standort
mit den tödlichen Galerinas

photos Paul Stamets

Man sollte Pilze nur dann nehmen, wenn man sich absolut sicher ist, dass es sich nicht um eine gefährliche Art handeln kann!

Inocybe lacerna
Inocybe geophylla
Inocybe lacerna
TÖDLICH GIFTIG:
Inocybe geophylla

Einzig eine genaue Artkenntnis bei besonderer Berücksichtigung der Sporenfarbe sowie der Standorte der Pilze bildet einen wirksamen Schutz vor Pilzvergiftungen mit Doppelgängern.

Hören wir ersteinmal, wie Terence McKenna den Pilztrip beschreibt

"Der von einer vollen Pilzdosis hervorgerufene Geisteszustand ist der von Euphorie und ruhiger Klarheit, aber ohne den Verlust der Zusammenhänge oder der Klarheit der Gedanken. Die mit geschlossenen Augen wahrgenommenen Halluzinationen sind farbig, scharfkantig und überaus deutlich ausgeprägt und können von abstrakten geometrischen Formen bis zu Visionen fantastischer Landschaften und architektonischer Perspektiven reichen. Diese Halluzinationen sind am intensivsten, wenn der Pilz in der von den Mazatekas bevorzugten Weise genossen wird, in einem Raum, nachts, in vollständiger Dunkelheit. Wenn man sich andererseits in natürlicher Umgebung befindet, und die Sinne intensiv nach aussen auf die Umgebung richtet, entdeckt man, dass sie auf die höchste Stufe ihrer Empfänglichkeit gestimmt scheinen, dass man mit einer selten, wenn jemals zuvor erfahrenen Klarheit und Empfindungsfähigkeit Dinge hört, riecht und sieht."

- Terence McKenna



Es ist nicht möglich, den Pilztrip im Allgemeinen genau beschreiben zu können. Bei Halluzinogenen Drogen, wie den Pilzinhaltsstoffen Psilocybin/Pislocin, ist das Set und das Setting, also sowohl die momentane Stimmung, als auch die äusserliche Situation des Users bestimmend für die Inhalte des Trips. Bei ausreichender Vorbereitung kann ein solcher Pilztrip sehr lehrreich sein, es kann jedoch bei ungenügender Vorbereitung, oder wenn man sich mit Pilzen versucht einer unerträglichen sozialen Situation zu entziehen, zu einem sehr unangenehmen Erlebnis kommen. Die folgenden Beschreibungen können also nur ungefähre Richtlinien geben, in keinem Falle jedoch einen Pilztrip genauestens beschreiben, da das Erlebte nie vollständig in Worte fassbar sein wird.

Trippende Forscher

Interessante Hinweise bieten die Trips von Forschern, die sich einen Eindruck von den Gebräuchen der Ureinwohner Mexikos machen wollten, oder aus rein wissenschaftlich- medizinischem Interesse Selbstversuche oder Gruppensitzungen abhielten.
Valentina Wasson war als erste "fremde" Frau zusammen mit ihrer damals 18jährigen Tochter bei einer magischen Pilzzeremonie zugegen. Ihre Erlebnisse und die ihrer Tochter waren trotz des denkbar schlechten Set und Setting von außerordentlicher Schönheit, Klahrheit, und von einem ständigen Glücksgefühl begleitet, obwohl sie zu keinem Zeitpunkt die Kontrolle über ihren Trip verlohren. "Die Pilze waren feucht, sahen grünlich aus und waren sehr schmutzig. Als ich in den ersten hineinbiß mußte ich würgen." Das ganze Zeremoniell fand in eine zugigen Lehmhütte statt, deren Dach undicht war, so daß es beständig durchregnete und sich schon kleine Pfützen auf dem Boden gesammelt hatten. "Die anfänglichen Symptome waren mild und überhaupt nicht unangenehm, ... ich fühlte mich ein wenig unsicher auf den Beinen, so als hätte ich einen Schwips. [...] Ich bemerkt, daß das rotkarierte Hemd meines Mannes von großer Farbintensität war. Ich starrte die rohen Holzmöbel an, die Risse und Astlöcher im Holz schienen ihre Form zu verändern." "Mit halbgeschlossenen Augne drehte ich mich zur Wand. Einen kurzen Augenblick glaubte hatte ich das Gefühl eine wunderschöne Tapete zu sehen. Aber dann wichen die Wände zurück, und ich wurde fortgetragen - auf und davon - auf wogenden Wellen von hellem Türkies." Sie machte während des Trips noch Reisen zu verschiedenen Plätzen, an denen sie schon einmal verweilte, doch die Visionen waren stets etwas verändert, alle waren deutlich schöner, als die Wirklichkeit es zulassen konnte. Zwischenzeitlich waren noch Schwebevisionen anwesend:"Mein Geist schwebte vor Glückseligkeit. Mir war, als schwinge sich meine Seele selbst auf, zu einem himmlischen Ort, ließe meine leere Körperhülle im Sumpf der Hütte zurück. Trotz allem war ich voll bei Bewußtsein. Jetzt wußte ich, was die Schamanen meinten, wenn sie sagten: 'Der Pilz trägt Dich zu einem göttlichen Ort.'" Auch Visionen religiöser Natur nahm sie wahr. "Das dunkle Holz der Kirche war kunstvoll geschnitzt, die bunten Glasfenster strahlten in hellem Licht. Vor mir stand ein hohes Kruzifix. Ich neigte meinen Kopf nach hinten, um die Spitze des Kreuzes sehen zu können, aber es reichte bis hoch in den Himmel. Es war so hoch, daß ich den oberen Teil der Figur auf dem Kreuz nicht mehr erkennen konnte. Mit lauter Stimme sagte ich: 'Bin ich unwürdig Gott zu sehen?' Dennoch, ich hatte zu keinem Zeitpunkt Zweifel oder Angst. Alles war kristallklahr und erlesen." Ihre Tochter berichtete, daß ihre Visionen im wesentlichen ein chronologischer Ablauf ihres Lebens gewesen war, der all die schönen und angenehmen Erlebnisse beinhaltete. Der anschließende Schlaf war sehr erholsam, am darauffolgenden Tag waren keine weiteren Wirkungen der Pilze zu spühren.

"Eine ganz andere Form von Pilzerlebnissen, jedoch auch von einem wissenschaftlichen Geist getrieben, hatte Timothy Leary zu verzeichnen, als er sich zusammen mit einigen Häftlingen auf einen Trip begab.
Tim Leary sitzt mit drei Häftlingen an einem Tisch und nahmen jeder einige Tabletten synthetisches Psilocybin (Leary 14mg, die Häftlinge 20mg, jeder bekam eine seinem Körpergewicht entsprechende Dosis). "Nach etwa einer halben Stunde spürte ich erste Wirkungen, eine Aufweichung der Alltagsrealität, das Gefühl eines summenden Druckes und eine Art Raumfahrt in meinem Kopf. Dazu eine scharfe, brilliante, ja brutale Intensivierung meiner Sinne. All meine Zellen und Sinnesorgane vibrierten wie elektronisch aufgeladen. Ich fühlte mich fürchterlich. Was für ein Platz, um einen grauen Morgen zu verbringen! In einem winzigen Raum, in einem üblen Knast, out of my mind. Ich schute mir den Mann zu meiner Seite an, einen Polen aus Massechusetts. Ich konnte ihn so klahr sehen. Jede Pore seines Gesichtes, jede Unebenheit der Haut, die Haare in seiner Nase, dieser unglaubliche grün-gelbe Belag auf seinen verrotteten Zähnen, das feuchte Glimmen seiner erschreckten Augen. Ich sah jedes Haar auf seinem Kopf in einer Deutlichkeit, als seinen es dicke Bäume, jedes einzelne. Was für eine Konfrontation! Was mache ich hier, spaced out mit diesem eigenartigen Mosaikzelligen Tier, diesem Gefängnisinsassen, diesem Tier?" .... Der weitere Verlauf des Experimentes zeigt, daß es sehr wichtig war, daß sich alle über die Ziele des Experimentes im KLaren waren. Es waren immer Sitzungen, die von einem Wechselbad der zwischenmenschlichen Gefühle gekennzeichnet waren. In folgenden Sitzungen wurden dann auch die Räumlichen Gegebenheiten etwas verbessert (Räucherstäbchen, Musik, Kerzen, ...). Das Experiment wurde dann eingestellt, und wenige Jahre später hatte es die Presse geschafft die Psychedelikaforschung soweit zuverteufeln, daß deren "Prophet" Leary als "meißtgesuchter Mann dieses Planeten" vom FBI gesucht wurde."

"Aus dem FIDO erhielt ich bruchstückhafte Berichte, eher kleine Episoden, welche die wesentlichen Eigenschaften eines Pilztrips wiedergeben.
Die Sinneswahrnehmungen sind auf äußerste verschärft, es treten Hallus von intensiver Färbung und komplexität auf, der Gedankjenfluß ist extrem verstärkt. Man fühlt sich wie im siebten Himmel, hat aber immer noch einen Realitätsbezug. Irgendwie hat man das Gefühl, die ganze Welt zu verstehen, man entwickelt ein Gefühl des Wissens um die Zusammenhänge, man stellt fest, daß alles gut ist. Die Wahrnehmung der Umwelt ist ein wenig verändert, das Hirn scheint die sensorischen Eindrücke nicht mehr in gewohnter Weise zu filtern, was zu den erstaunlichsten Effekten führt. Auch die mentalen Fähigkeiten sind nicht mehr so stark gesteuert wie sonst, was zu einer gewissen Abschweifbarkeit führt. Jeder Gedanke möchte am liebsten weiterverfolgt werden, eine Unterhaltung gerät zu einer Reise durch ein Fraktal, je weiter man einen Gedanken verfolgt, desto mehr Einzelheiten lassen sich ausmachen. Man gerät vom hundertsten ins tausendste, alles scheint plötzlich Aufmerksamkeit zu verdienen."

"Auch zu Überdosierungen (mehr als die Doppelte Menge einer normalen Dosis) erhielt ich Berichte, die alle den selben Thenor haben.
Nach einer Überdosis Psilocybin war meißt das Denken nicht mehr so einfach, um ehrlich zu sein, es war fast unmöglich. Es war so, als ob jedes Wort, jeder Gedanke erst erfunden werden mußte. Noch nicht mal die Droge, auf der man war konnte mehr bestimmt werden. Das Wahrnehmungsvermögen wurde auf ein Minimum eingeschränkt. Einhellig wurde beschrieben, daß man das Gefühl hatte, eine völlig andere Form zu haben, ja quasi aus den Fugen zu geraten und eigentlich überhaupt keine Form mehr zu haben. Die Betroffenen hatten das subjektive Gefühl sich nicht bewegen zu können, wanderten jedoch recht zielstrebig in der Gegend umher ohne die Orientierung zu verlieren. Wenn die Wirkung etwas nachlies, so stellten sich normale Pilzvisionen ein, es kam meißt zu einem recht angenemen Ausklang des Trips."

Die chemische Substanz Psilocybin (4-Phosphoryloxy-N,N-dimethyltryptamin) und seine nahen Verwandten Psilocin (4-Hydroxy-N,N-dimethyltryptamin) und Baeocystin (eine Substanz, die lediglich die Wirkung der beiden anderen unterstützt) sind für die typischen Rauschzustände unter Psilocybe- und Inocybepilzen verantwortlich.

Psilocybin
Psilocin
Mesclin HCl
Psilocybin
(kristallisiert aus Methanol)
Psilocin
(kristallisiert aus Methanol)
Mescalin HCl (Mescalin-Hydrochlorid, krisallisiert aus Alkohol)

Psilocybin unterscheidet sich von Psilocin nur durch ein zusätzliches Phosphorsäure- molekül, welches zwar nichts zur Psychoaktivität beiträgt, jedoch dem Molekül eine höhere Stabilität relativ zum Psliocinmolekül verleiht. Psilocin oxidiert durch Luftsauerstoff sehr leicht und verliert dadurch seine Psychoaktivität. Durch das fehlende Phosphorsäuremolekül ist Psilocin leichter als Psilocybin, was dazu führt, daß eine Menge von 10 mg Psilocin die selbe Wirkung wie 14 mg Psilocybin entfaltet. Man nimmt an, daß im Körper das aufgenommene Psilocybin im Magen vollständig in Psilocin umgewandelt wird, und ein rund ein Viertel des gebildeten Psilocins dann wieder ausgeschieden wird.

bottle

Eine herausragende Eigenschaft der beiden Substanzen ist ihre Ähnlichkeit mit LSD. Dies führt dazu, daß auch die Wirkungen am besten mit den Wirkungen des LSD beschrieben werden. Allerdings ist Psilocybin deutlich weniger wirksam als LSD, es kommen auch um einiges seltener Horrortrips vor, man könnte sagen, Psilocybin ist sanfter als LSD. In reiner Form ist Psilocybin ein weißes Pulver, welches sich in Alkohol und Wasser löst.

Magic Mushroom vs. LSD
Basics, Lethale Dosis LSD/Mushrooms, Strukturformel,
LSD - My Problem Child (by Albert Hofmann), Trip Report


Psilocybin
C12H17N2O4P

4-PO-DMT
4-Phosphoryloxy-N,N-dimethyltryptamin
Molekulares Gewicht 284.25



Psilocin
C12H16N2O
4-HO-DMT
4-Hydroxy-N,N-dimethyltryptamin
Molekulares Gewicht 204.27






Psilocybinmolekül

Indolinring (orange)



Psilocybinmolekül

Die hydrolysierte Form von Psilocybin
mit der Veränderung (orange)


PDB models verschiedener Drogen
Download VRML + PDB Viewers


Extrahieren von Psilocybin

Anleitung zum extrahieren von
Psilocin und Psilocybin aus Psilocybe-
oder Panaeolus-Pilzen

Wasserextraktion

first lsd trip

Albert Hofmann
Psilocybin ist das erste natürlich vorkommende bekannte phosphorsäurehaltige Indolderivat, das Hofmann isolieren konnte.

Bücher

  • Hofmann, A. and F. Troxler. "Identifizierung von Psilocybin."
    Experientia 15: 101-102 (1959).
  • Hofmann, A. et al. Experientia 14(3): 107-109 (1958).
  • Schultes, R.E. and A. Hofmann. The Botany and Chemistry of Hallucinogens. Charles C. Thomas, Springfield, IL (1973).
  • Brack, A. and A. Hofmann. "Tryptophan als biogenetische Vorstufe des Psilocybins." Archiv der Pharmazie 294(4): 230-234 (1961).
  • Hofmann, A. "Psilocybin und Psilocin, zwei psychotrope Wirkstoffe aus mexikanischen Rauschpilzen." Helvetica Chemica Acta 42: 1557-1572 (1959).
  • Hofmann, A. (Translation by J. Ott) LSD: My Problem Child. Translator's preface by J. Ott, pp. vii-viii. McGraw-Hill, New York (1980).
  • Hofmann, A. "Ride through the Sierra Mazateca in search of the magic plant Ska Maria Pastora." In: Riedlinger, T.J. (Ed.) The Sacred Mushroom Seeker: Essays for R. Gordon Wasson. Ethnomycological Studies No. 11, pp.115-127. Dioscorides Press, Portland, OR (1990).


Strukturformeln

 

Abb: Strukturformel: Psilocybin + Psilocin

Strukturformeln von Psilocybin & Psilocin


 

...und hier sogar noch in Albert Hofmanns Handschrift ;-)
Hofmanns Handschrift & Hofmanns Handschrift

Abb: Strukturformel:  Tryptamine

 

 

Strukturformel von Tryptamin


 

Abb: Strukturformel: Ibotensäure - Musimol

 

Wer sich die Psilos jetzt immer noch bestellen will, der geht am besten unter www.euphoric-minds.de

oder sucht in einer der bekannten Suchmaschinen (Google, Altavista, yahoo etc.) nach

den Schlagwörtern "Stropharia cubensis" oder einfach "Magic Mushrooms" oder "Fleisch der Götter"!

PEACE (und nicht essen gell !!) (Nur zu Anschauungszwecken!!)

 




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