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Efeu
Hedera helix

Efeu, Hedera helix

Efeu ist ein Kletterstrauch, der mit seinen Haftwurzeln Höhen bis zu 20 m erklimmen kann. Er windet sich oft an Bäumen empor, entzieht ihnen aber keine Nährstoffe, wie das bei einer Schmarotzerpflanze der Fall ist.
Allerdings "würgt" der verholzende Efeustamm seinen Baum, was dazu führen kann, daß dieser im Laufe der Jahre eingeht. Die Blüten erscheinen von August - Oktober und sind recht unscheinbar. Sie haben eine grünlich gelbe Färbung und stehen in halbkugeligen Dolden. Die dunkelblauen Beeren reifen erst im nächsten Frühjahr heran. Die Efeublätter sind immergrün, an nicht blühenden Trieben 3 - 5 eckig gelappt, an den blühenden Trieben erscheinen sie birnbaumähnlich. Es gibt auch verschiedene Züchtungen auf dem Markt, mit unterschiedlich gemusterten Blättern.
Man sollte es sich übrigens zweimal überlegen, sein Haus mit Efeu beranken zu lassen. Die Pflanze dringt in jede Ritze ein und kann nach ein paar Jahren unangenehme Schäden am Haus verursachen. Nehmt lieber Weinreben, oder Wilden Wein.
Efeu wächst in Parkanlagen, an Felsen und Mauern, man findet ihn wild in Buchen- und Eichenwäldern. Er ist fast in ganz Europa zu Hause.
Die Pflanze enthält vor allem im Fruchtfleisch ihrer Beeren giftige Saponine (Hederasaponin C) und stellt dadurch für Kinder eine Gefahr dar. Eine Vergiftung zeigt sich durch Übelkeit und Erbrechen, Reizungen von Magen und Darm sowie durch Kopfschmerzen. Bei Aufnahme größerer Mengen an Beeren erfolgen Brechdurchfälle und Krämpfe.

Efeubeeren, Hedera helix

Die jungen Blätter werden in der Homöopathie bei Bronchialasthma, Erkrankungen von Nasenschleimhäuten sowie bei Gallenleiden verwendet. In der Kinderheilkunde nutzt man die Pflanze bei Keuchhusten. Die Herkunft des Namens Efeu ist nicht eindeutig geklärt; eine Deutung verweist auf das lateinische Wort ibex für Steinbock, also Kletterer, die sich auch im althochdeutschen Wort ebah widerspiegeln soll. Klar dagegen ist die Herkunft des Gattungsnamens Hedera. Er leitet sich vom griechischen Wort hedra für sitzen ab und bezieht sich damit auf die Haftwurzeln, mit denen die Pflanze Halt (Sitz) findet. Der lateinische Artname helix heißt windend.
Efeu war im Altertum und in der Antike eine heilige Pflanze. Die alten Ägypter weihten mit Efeu ihren Osiris, die alten Griechen taten dies bei Bacchus, Demeter und Pan, um nur einige zu nennen. Auch spielte die Pflanze in der griechischen Mythologie eine Rolle. Die Römischen Priester durften den Efeu nicht berühren, da die Angst bestand, sie würden von der Pflanze gefangengehalten und auch die Druiden der Kelten verehrten den Efeu als heilige Pflanze. In der Antike und auch im Mittelalter war der Efeu aber auch eine wichtige Heilpflanze. Er wurde bei Krankheiten der Milz, bei Ruhr und  Erkrankungen der Atemwege verwendet. Auch bei Rheuma und Gicht sowie bei Gelbsucht und Schwerhörigkeit und sogar gegen die Pest wurde die Pflanze eingesetzt. Hieronymus Bock empfiehlt Efeu vorsorglich bei Trunkenheit: "Fünff oder sechß körner ... / bewahren den menschen das er nit leicht truncken werde.

Tollkirsche
Atropa bella-donna
Nachtschattengewächse


Bestimmungsmerkmale:

Die Tollkirsche trägt glockige, außen braunviolette und innen gelbgrün gefärbte Blüten mit 5 Blütenblättern. Die Blüten werden bis zu 3 cm groß und stehen einzeln zwischen den oberen Laubblättern.
Diese sind eiförmig und in den Stiel herablaufend. Es stehen meist ein kleines und ein großes Blatt zusammen. Die Pflanze wird bis zu 150 cm hoch.
Die Tollkirsche blüht von Juni - August, danach bildet sie ihre schwarzen, glänzenden, kirschgroßen Beeren.
Insbesondere Kinder sollte man auf die Unterschiede zwischen einer echten Kirsche und einer Tollkirsche aufmerksam machen.
Die Eßkirsche hat einen Stein, während in der Tollkirsche  einzelne  Samen sitzen. Weiterhin hängt die Eßkirsche an langen, dünnen Stielen und hat keinen ansitzenden Kelch. Die Tollkirsche hingegen sitzt an einem recht kurzen, dicken Stiel und hat einen breiten, ansitzenden Kelch..

Tollkirsche, Atropa belladonna

links Blüte, oben Frucht

Standort und Verbreitung:

Die Tollkirsche gedeiht an warmen Waldrändern, an Kahlschlägen und auf Lichtungen in Laub- und Laubmischwäldern. Sie braucht humusreichen und etwas kalkhaltigen Boden.
Man findet sie in Mittel- und Südeuropa, im Norden bis Nordengland, im Osten bis zur Ukraine.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Die Pflanze enthält die Alkaloide Atropin, (S)-Hyoscyamin und Scopolamin. Das Atropin, das sowohl in der Tollkirsche wie im Stechapfel vorkommt, ist in Wirklichkeit eine Mischung aus (S)-Hyoscyamin und (R)-Hyoscyamin. Eine genauere Beschreibung zur Chemie findet Ihr bei www.Giftpflanzen.com unter der Pflanzenbeschreibung der Tollkirsche.
Der Giftgehalt der Tollkirsche ist entsprechend des Standortes stark verschieden.
Gerade die Beeren sind für Kinder eine große Gefahr. Sie werden, wie schon erwähnt, leicht mit Kirschen verwechselt und schmecken obendrein noch süß.
Die tödliche Dosis liegt bei Kindern zwischen 3 und 5, bei Erwachsenen zwischen 10 und 20 Beeren.
Die typischen Symptome einer Tollkirschenvergiftung sind Pupillenerweiterung (Glanzaugen), fehlendes Erbrechen, trockene, gerötete und heiße Haut. Ferner kommt es zu Trockenheit der Schleimhäute im Mund- und Rachenbereich, was Sprach- und Schluckstörungen zur Folge hat sowie zu Pulsbeschleunigung.
Bei starker Vergiftung befällt den Patienten Unruhe, er leidet unter Weinkrämpfen und Rededrang sowie unter Tobsuchtsanfällen. Bei entsprechender Vergiftung kommt es zur Bewußtlosigkeit und zum Tod durch Atemlähmung.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:

Die Tollkirsche findet medizinische Anwendung in der Augenheilkunde; sie wirkt krampflösend bei Epilepsie und Asthma und wird bei Erkrankungen der Luftwege (Bronchitis, Reizhusten) eingesetzt.
Ferner hemmt sie die Drüsensekretion und wird zur Behandlung des Parkin-sonismus genommen.
Atropin ist auch ein wirksames Gegengift und wird vom Militär als Mittel gegen Nervengas gelagert.

Name:

Wegen der Ähnlichkeit der Früchte mit Kirschen und der Giftwirkung auf den Menschen (Tobsucht), nannte man die Pflanze Tollkirsche.
Weitere Namen waren Teufelskirsche, Wolfsbeere und Dollwurz.
Der Gattungsname Atropa stammt aus der griechischen Sage. Atropa war einer der 3 Parzen, der den Lebensfaden durchschneidet, so wie das auch die Tollkirsche vermag.
Der Artname bella-donna heißt schöne Frau, da der Saft der Beeren zur Pupillenvergrößerung, somit zu schönen Augen und als Kosmetika genommen wurde.

Geschichtliches:

Die Tollkirsche wurde schon von Paracelsus (1493 - 1541) erwähnt.
Sie diente früher als Heilmittel, wurde aber auch zu Giftmorden gebraucht.
Besonders im Aberglauben und Hexenkult des Mittelalters spielte die Pflanze eine große Rolle. In Liebestränken und in den Hexensalben war unter anderem Tollkirsche enthalten; auf die Haut aufgetragen führte sie zu real erlebten Wahnvorstellungen, wie z.B. der Vorstellung zu fliegen.
In Hexenprozessen wurden die Angeklagten gezwungen Tollkirsche zu essen, wonach sie sich oft im Wahn selbst beschuldigten.
Die Tollkirsche gehört neben dem
Bilsenkraut und dem Stechapfel zu den “klassischen Hexendrogen”
Auch die Kräuterbücher des Mittelalters beschreiben die Wirkungen der Pflanze. Hieronymus Bock empfiehlt sie bei Leber- und Magen Entzündung, bei Augen- und Ohrenleiden und als Wundsalbe.
Er schreibt aber auch: "... / wann du aber dessen zuvil wolltest brauchen /  so würt es dir bekommen wie dem Mann von Erbach bei Hohenburg Anno 1541. Gieng der selb man im Wald / unnd als er ungfähr diß gewächß mit seinen lustigen Beeren ersahe / aß er der selben eine gute schüssel voll / ward aber darnach am andern tag so Doll unnd ungeschickt / das man ihnen wolt gehn Widersdorff haben gefürt / ..."
Und bei Mattioli lesen wir: "So man die Beer isset, machen sie denselben menschen so fast toll und unsinnig, als hette jn der teuffel besessen und bringen jn in tieffen unüberwiendlichen schlaff."
Außer der schon erwähnten kosmetischen Anwendung, setzte man den Tollkirschensaft in einigen Alpenländern auch Bier und Wein zu, was die Wirkung dieser Getränke noch steigerte

 

Schneeglöckchen
Galanthus nivalis
Amaryllisgewächse


Bestimmungsmerkmale:

Das Schneeglöckchen ist ein Zwiebelgewächs und bringt jeweils 1 weiße, nickende Blüte hervor. Sie erscheint schon früh im Jahr, von Februar - März. Die Blüte hat 3 äußere und 3 innere Blütenblätter. Die inneren sind um die Hälfte kleiner als die äußeren, außerdem tragen sie an der Spitze einen grünen Fleck.
Die Pflanze bringt 2 linealförmige, fleischige Blätter hervor. Sie wird 8 - 30 cm hoch.

Schneeglöckchen, Galanthus nivalis

Standort und Verbreitung:

Das Schneeglöckchen wächst in feuchten Laub- und Laubmischwäldern und wird seiner frühen Blütezeit wegen gern in Gärten gezogen.
Schneeglöckchen dürfen nicht abgepflückt werden, sie stehen unter Naturschutz !

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Das Schneeglöckchen enthält verschiedene giftige Alkaloide, unter anderem das Galanthamin.
Die Vergiftungserscheinungen sind Erbrechen, Durchfall, verengte Pupillen, Schweißausbrüche und Benommenheit. Bei starker Vergiftung kann es auch zu Lähmungserscheinungen kommen.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:

Das Schneeglöckchen wird, wenn auch selten, in der Homöopathie bei bestimmten Herzleiden eingesetzt.

Name:

Die Blütezeit und Blütenform gaben der Pflanze ihren Namen.
Der Gattungsname Galanthus kommt aus dem griechischen und setzt sich zusammen aus gala für Milch und anthos für Blüte, bedeutet also soviel wie Milchblüte oder Milchblume.
Der Artname nivalis stammt von dem lateinischen Wort nivis für Schnee.

Schlaf-Mohn
Papaver somniferum
Mohngewächse


Bestimmungsmerkmale:

Der Schlaf-Mohn trägt eine violette bis weiße Blüte, die 4 - 6 cm Durchmesser hat und auf ihrem Grund einen dunklen Fleck trägt. Die Blütezeit ist von Juni - August. Die kleinen schwarzen Samen reifen in einer eiförmigen Kapsel heran.
Der Stengel des Schlaf-Mohns ist mit borstigen Haaren besetzt und bläulich bereift. Die Blätter umfassen den Stengel und sind eiförmig.
Die Pflanze führt einen weißlich-gelben Milchsaft, der beim Anritzen austritt. Sie wird 50 - 150 cm hoch.
Verwandt mit dem Schlaf-Mohn ist der
Klatsch-Mohn, der allerdings weit weniger giftig wirkt.

Schlafmohn, Papaver somniferum
Schlafmohn, Papaver somniferum

Standort und Verbreitung:

Da der Schlaf-Mohn früher zur Ölgewinnung angebaut wurde ist er verwildert und wächst auf Brachland, auf Schuttplätzen und Wegen. Man sieht ihn aber auch als Zierpflanze in Gärten.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Schlaf-Mohn enthält etwa 40 verschiedene Alkaloide, als wichtigste Morphin, Codein und Papaverin.
Der Milchsaft dient zur Herstellung verschiedener Rauschmittel, wie Opium, Morphium und auch Heroin. Alle Produkte aus dem Schlafmohn fallen unter das Rauschmittelgesetz.
Als tödliche Dosis gelten 2 - 3 g Opium, entsprechend 0,2 g Morphin.
Vergiftungen mit Schlaf-Mohn treten meist durch Unkenntnis und Leichtsinn im Umgang mit der Pflanze oder den aus ihr hergestellten Mitteln auf.
Die Giftstoffe wirken auf das zentrale Nervensystem und besonders stark auf die Atmung.
Die Symptome einer Vergiftung sind Übelkeit, Erbrechen, Rötung des Gesichts und Verengung der Pupillen. Weiterhin wird der Patient benommen und verfällt in einen tiefen, narkoseähnlichen Schlaf. Die Herztätigkeit und die Atmung sinken ab, wobei sich Hautpartien blau verfärben. Der Tod tritt schließlich durch Atemlähmung ein.
Bei stetiger Aufnahme von Rauschmitteln aus Schlafmohn gerät der Konsument in körperliche und seelische Abhängigkeit, die schließlich völligen geistigen und körperlichen Verfall zur Folge haben. Eine Entwöhnung ist äußerst schwierig und gelingt leider nur in wenigen Fällen.
Die erschreckende Zunahme von Rauschgifttoten, insbesondere von Heroinsüchtigen zeigt wohl unmißverständlich die Gefährlichkeit dieser Drogen.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:

Präparate aus Opium sind alte und auch heute noch wirkungsvolle Heilmittel. Sie wirken schmerzstillend, beruhigend und einschläfernd.
So verwendet man Arzneimittel aus Opium bei Darmoperationen, bei Nieren- und Blasenkoliken, bei Krampfhusten und auch bei Depressionen.
Morphium setzt man bei starken Schmerzen ein. Da die Suchtanfälligkeit hoch ist, allerdings nur im Notfall.
In der Homöopathie verwendet man die Pflanze bei Asthma, Reizhusten, Nervenschmerzen und auch bei Depressionen.

Name:

Die Griechen bezeichneten diese Pflanze mit mekon, woraus sich der deutsche Name Mohn entwickelte. Im althochdeutschen heißt er mago und wurde auch Magen, Magsamen, Mahnblom und Oelmagen genannt.
Der griechische Gattungsname Papaver setzt sich zusammen aus papa für Kinderbrei und vernum für echt. Mohnsaft wurde früher dem Brei beigemischt, damit die Kinder besser einschliefen. Schon Plinius soll den Mohn Papaver genannt haben.
Der Artname somniferum heißt schlafbringend und die Bezeichnung Opium stammt von dem griechischen Wort opos für Saft, da dieser Wirkstoff aus dem Milchsaft der Pflanze gewonnen wird.

Geschichtliches:

Schlaf-Mohn zählt zu den ältesten Arznei- und Kulturpflanzen, denn schon in alten Pfahlbauten hat man Reste der Samen gefunden.
Die Pflanze wurde im Altertum als Heilmittel genutzt, was Theophrast, Dioscurides und Plinius in ihren Werken beschrieben haben.
In einer mittelalterlichen Übersetzung des Dioscurides heißt es über den Mohn: "...bringt den Schlaff / und legt den Schmerzen damit / ...und ist gut wider den Husten und Bauch Gebrechen ... Desselben aber mehr eingenommen / bringt Schaden / dann er macht einen unüberwindtlichen Schlaff biß zum Todt/ ".
Auch Tabernaemontanus widmet in seinem Kräuterbuch dem Opium ein Kapitel, so schreibt er: "Es töde auch alle natürliche Wärme / und bringe den Menschen schlaffend um. Soll derwegen nimmer gebraucht werden / es sey dann die höchste und gröste Noht vorhanden ... unleidenlicher und unüberwindlicher Schmerz / da sonst kein andere Arzney nichts außrichten wil / ..."
Im 17. Jahrhundert entwickelte sich in China das Opiumrauchen und verbreitete sich von da aus.
Dem Apotheker Sertürner gelang es im Jahre 1805 das Alkaloid Morphium aus dem Opium zu isolieren

Trompetenbaum, Engelstrompete, Stechapfel
Brugmansia sp., Datura stramonium
Nachtschattengewächse


Bestimmungsmerkmale:

Der Trompetenbaum oder Engelstrompete fällt durch seine bis zu 20 cm langen, trichterförmigen Blüten auf. Die Farbe der Blüten ist entsprechend der Art oder Zuchtform weiß, gelb und rosarot.
Er wächst als kleiner Baum und erreicht eine Höhe bis zu 2 m.
Der Stechapfel hat weiße, manchmal auch hellblaue Blüten, die 5 - 8 cm lang werden. Die Blüten beider Gattungen verströmen einen starken, betäubenden Geruch, der leichte Vergiftungserscheinungen hervorrufen kann. Die Blütezeit ist von Juni - September. Im Herbst reift die walnußgroße, kastanienartige Frucht heran. Sie ist beim Stechapfel stachelig, beim Trompetenbaum ohne Stacheln und wird 5 - 7 cm lang. Ihre Farbe ist grün. Die Stechapfelfrucht enthält süß schmeckende, blauschwarze Samen.
Die Laubblätter der Pflanze riechen unangenehm, sind buchtig gezähnt und werden bis zu 20 cm lang.
Der Stechapfel erreicht eine Höhe von 30 - 100 cm.
Beim Trompetenbaume unterscheidet man folgende Arten: Brugmansia suaveolens, B. candida, B. sanguinea sowie innerhalb der Arten verschiedene Zuchtvariationen.

reife Stechapfelfrucht, Datura stramonium
Stechapfelsamen

Der Stechapfel, Datura stramonium, hat stachelige Früchte

Trompetenbaum, Engelstrompete,
Brugmansia spec.

Die Trompetenbaumfrucht, Brugmansia, trägt keine Stacheln (Bild unten).

Standort und Verbreitung:

Trompetenbäume wachsen häufig als Zierpflanzen in Gärten und Parkanlagen
Stechapfel findet man auf Ödland, Schutt und an Wegen. Er benötigt lockeren, stickstoffhaltigen Boden.
Sein Verbreitungsgebiete ist ganz Europa, er ist aber ziemlich selten.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Die Pflanzen enthalten (S)-Hyoscyamin und in jungen Pflanzen auch geringe Mengen Scopolamin. Das Atropin, das sowohl in Stechapfel wie in Tollkirsche vorkommt, ist in Wirklichkeit eine Mischung aus (S)-Hyoscyamin und (R)-Hyoscyamin. Eine genauere Beschreibung zur Chemie findet Ihr bei www.Giftpflanzen.com unter der Pflanzenbeschreibung der Tollkirsche.
Die Vergiftungserscheinungen sind denen des
Bilsenkrautes und der Tollkirsche sehr ähnlich.
Insbesondere Samen und Blüten stellen für Kinder eine große Gefahr dar, weil sie im unreifen Zustand süß und schmackhaft sind. 15 - 20 Samen gelten für Kinder als tödliche Dosis.
Die Vergiftungssymptome sind stark erweiterte Pupillen (Glanzaugen), fehlendes Erbrechen, Trockenheit der Schleimhäute im Mund- und Rachenbereich, woraus sich Schluck- und Sprachstörungen ergeben.
Hautrötung und Pulsbeschleunigung, wie sie bei einer Tollkirschenvergiftung typisch sind, können bei Vergiftung mit Stechapfel fehlen, da der Gehalt an Scopolamin höher und der Atropinanteil niedriger ist als bei der Tollkirsche.
2 - 4 Stunden nach der Giftaufnahme können starke Halluzinationen auftreten, die mitunter tagelang anhalten.
Starke Vergiftung führt zu motorischer Unruhe des Patienten, zu Weinkrämpfen und Rededrang sowie zu Raserei und Tobsuchtsanfällen, ferner erfolgt Bewußtlosigkeit und narkoseähnlicher Schlaf. Der Tod tritt durch Atemlähmung ein.
Familien mit Kindern sollten auf jeden Fall von dem Anpflanzen der Trompetenbäume absehen

Vielfach entstehen Vergiftungen mit Stechapfel und Trompetenbaum dadurch, dass er als Teeaufguß oder auch geraucht als Rauschmittel eingenommen wird.
Ich kann jeden nur eindringlich warnen mit Stechapfel irgend welche Experimente zu machen. So mancher, der es versucht hat, fand sich hinterher in der Psychatrie wieder oder trug andere gravierende körperliche Schäden davon. Natürlich besteht auch das Risiko sein Leben zu verlieren. Ihr sollte auch auf keinen Fall irgendwelchen “Erfahrungen” oder “Dosierungsanweisungen” vertrauen. Es ist durchaus möglich, dass die Wirkstoffe bei verschiedenen Pflanzen auch verschieden hoch ausfallen. Also bitte, lasst die Finger vom Stechapfel oder vom Trompetenbaum und natürlich auch von allen anderen biogenen Drogen.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:

Der Stechapfel wurde gegen Asthma, in Form von Asthmazigaretten und als krampfstillendes Mittel verwendet.

Name:

Wegen der stacheligen Frucht erhielt die Pflanze ihren Namen.
Weitere Bezeichnungen waren Igelkolben, Rauapfel, Tollkraut, Pferdegift, Donnerkugel (weil sie Gewitter abwehren sollte), Stachelnuss und Zigeunerkraut.
Der Gattungsname Datura ist eine Ableitung vom arabischen tatorah oder vom persischen tatula (tat = stechen), womit er sich auf die Stachelfrucht bezieht.
Die Herkunft des Artnamens stramonium ist nicht gesichert. Möglicherweise stammt sie von den griechischen Worten strychnon, womit unser Solanum gemeint ist und monikon für rasend, also rasend machendes Solanum.

Geschichtliches:

Die Wirkungen der Stechapfelarten waren schon in der Antike bekannt.
Der römische Schriftsteller Plinius berichtet darüber, dass der Stechapfel als Speergift verwendet wurde.
In Deutschland wurde die Pflanze erst im 16. Jahrhundert bekannt.
Tabernaemontanus warnt vor dem Gebrauch des Stechapfels: "...derowegen jederman sich solcher Aepfel enthalten soll / dann sie machen rasend / und wann man etwas zu viel gessen hat / so tödten sie."
Die Pflanze diente als Mittel gegen Geisteskrankheiten, war Bestandteil der Hexensalben und wurde in "Liebestränke" gemischt. Über den "Liebeszwinger" schrieb ein deutscher Schriftsteller: "ein Mittel der Hurenwirte, schlimmer Mädchenverführer, entarteter Buhlerinnen und frischer Wolllüstlinge".
Diebe benutzten Auszüge aus Stechapfel um Ihre Opfer zu betäuben und hinterher besser ausrauben zu können.
Die Stechapfel gehört neben dem
Bilsenkraut und der Tollkirsche zu den “klassischen Hexendrogen”
Eine große Rolle spielte der Stechapfel auch im Aberglauben der Zigeuner, die wahrscheinlich entscheidend zu seiner Verbreitung bei uns beigetragen haben. Sie verwendeten ihn als Zauber- und Orakelkraut, aber auch als Arznei.
1762 wurde der Stechapfel durch den Wiener Hofarzt A.von Stoerck (1731 - 1803) in die Medizin eingeführt

Schwarzes Bilsenkraut
Hyoscyamus niger
Nachtschattengewächse


Bestimmungsmerkmale:

Das Schwarze Bilsenkraut ist zottig, klebrig behaart und wird 30 - 60 cm hoch.
Seine Blüten stehen in den Achseln der Blätter und sind immer nach einer Seite gewandt. Sie haben eine schmutzig-gelbe Farbe und sind violett geadert. Der Blütenschlund und auch die Staubbeutel sind meist ebenfalls violett gefärbt; selten erscheinen die Blüten in reinem gelb.
Die Pflanze blüht von Juni - Oktober und entwickelt in einer eiförmigen Frucht ca. 200 kleine graubraune Samen.
Die buchtig gezähnten Laubblätter haben unten an der Pflanze Stiele und sitzen oben stengelumfassend. Das Bilsenkraut riecht stark aromatisch.
Ähnlich ist das Weiße oder Helle Bilsenkraut (Hyoscyamus albus).

Schwarzes Bilsenkraut, Hyoscyamus niger
Weißes Bilsenkraut, Hyoscyamus albus

Weißes (Helles) Bilsenkraut,
 Hyoscyamus albus

 <<< Schwarzes Bilsenkraut,
 Hyoscyamus niger

Standort und Verbreitung:

Man findet die Pflanze auf Wegen, an Mauern und auf Schuttplätzen; sie braucht sehr stickstoffhaltigen Boden.
Es wächst in ganz Europa, ist aber ziemlich selten zu finden.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Das Bilsenkraut enthält das stark giftige (S)-Hyoscyamin und Scopolamin. Diese Giftstoffe finden sich auch in der Tollkirsche und im Stechapfel
Die höchste Wirkstoffkonzentration ist in den Samen enthalten, bereits 15 Samenkörner können für Kinder tödlich wirken. Die Samen des Bilsenkrautes sind leicht mit Mohnsamen zu verwechseln.
Die Vergiftungserscheinungen sind ähnlich der Tollkirsche, wenn auch Pupillenerweiterung, fehlendes Erbrechen, gerötete und trockene Haut sowie Trockenheit der Schleimhäute in Mund und Rachen nicht unbedingt Eintreten müssen, aber durchaus möglich sind. Im Vordergrund steht beim Bilsenkraut die narkotische Wirkung der Gifte, so daß es zur Pulsbeschleunigung, zu Bewußtseinsstörungen sowie zu Bewußtlosigkeit und narkoseähnlichem Schlaf kommt. Es sind auch Weinkrämpfe, Rededrang und Tobsuchtsanfälle möglich. Bei entsprechender Vergiftung kann der Tod eintreten.

Heilwirkung und Medizinische Anwendung:

Das Bilsenkraut wird zur Krampflösung (Epilepsie und Asthma), bei Luftwegserkrankungen (Bronchialkatarrhe, Hustenstiller), bei Ohrenschmerzen, Augenentzündungen und auch als Beruhigungsmittel eingesetzt.
Es ist eines der ältesten Narcotica.

Name:

Weitere Namen für diese Pflanze waren Bilselsamen, Bilsen, Binselkraut, Tollkraut und Raasewurz. Ferner nannte man die Pflanze auch Zankkraut, Hühnertod und Hundsgift.
Verfolgt man den Wortstamm von Bilsen zurück, über das althochdeutsche bilisa, belisa und das keltische belinuntja, so ist all diesen Worten die Wurzel bal gemeinsam, die töten bedeutet.
Der griechische Gattungsname Hyoscyamus heißt übersetzt Schweinebohne und bezieht sich auf die Ähnlichkeit der Samenkapseln.
Der Artname niger verweist auf die schwarze Farbe der Samen.

Geschichtliches:

Das Bilsenkraut soll schon bei den Babyloniern, im alten Ägypten und im alten Persien für seine Wirkung bekannt gewesen sein.
Im Altertum wurde die Pflanze als Pfeilgift verwendet, zahlreiche Giftmorde durch sie verübt und Wahrsager versetzten sich mit ihr in Trance.
Dioscurides empfiehlt das Bilsenkraut vorwiegend als Schmerzmittel und auch Plinius weiß über seine Wirkung zu berichten
Im Mittelalter spielte die Pflanze aber nicht nur als Schmerzmittel eine Rolle, in den Operationssälen der damaligen Zeit wurde sie als Narkosemittel verwendet. Auch im Aberglauben und Hexenkult der damaligen Zeit spielte Bilsenkraut eine wichtige Rolle. So war es, zusammen mit der ähnlich wirkenden
Tollkirsche und dem Stechapfel sowie allerlei anderen Pflanzen und Zutaten ein wichtiger Bestandteil der Hexensalben. Die auftretenden Rauschzustände ließen die Benutzer glauben, daß sie sich in Tiere verwandelten und fähig waren durch die Luft zu fliegen. Ähnliche Beobachtungen sind in Selbstversuchen bestätigt und auch eine Vergiftung mit Bilsenkraut zeigt ähnliche Symptome.
Hieronymus Bock weiß unter anderem zu berichten, daß Bilsenkraut zum Fischfang diente: "Also das sie (die Fische) daruon doll werden / springen auff und keren zuletzt das weiß obersich / das sie mit den Händen inn solcher dollheit gefangen werden." Und das sich das Fahrende Volk damals des Bilsenkrautes zum Fangen von Hühner bediente: "Die Hüner auff den balcken fallen heraber / wann sie den rauch von Bülsen gewar werden. Solche künstlein treiben die Zigeiner und ihre gesellschafft."
Matthiolus schreibt, er habe Bauernkinder gesehen, die sich nach dem Verzehr von Bilsenkrautsamen derart unsinnig benommen hätten, daß die Eltern dachten, ihre Kinder wären vom bösen Geist befallen.
Auch dem Bier wurde das Bilsenkraut zugesetzt, um seine berauschende Wirkung zu verstärken. Eine Polizeiordnung aus Eichstätt in Mittelfranken verfügt, daß es den Brauern bei einer Strafe von 5 Gulden verboten ist Samen, Asche oder Kraut ins Bier zu mischen.

Die hier vorgestellten Pflanzen wachsen auch in unserem Klima. Sie fallen nicht unter das Betäubungsmittelgesetz (BtmG). Trotzdem ist es nicht ohne Risiko, mit diesen Pflanzen auf eigene Faust herumzuexperimentieren. Sie können sowohl Rauschzustände als auch gesundheitliche Schäden verursachen.

Näheres zu den Nebenwirkungen können Sie den jeweiligen Beschreibungen entnehmen.

"Alraune"
Mandragorum Officinarum

Vorkommen
Die Alraune wächst auf Feldern und auf steinigen Plätzen. Sie ist hauptsächlich in Südeuropa vertreten.

Wirkung
Die Wurzel wird zerkleinert und daraus ein Aufguss hergestellt.
Die Wirkung ist halluzinogen gefolgt von Trancezuständen oder Schlaf. Es kann zu sexuellen Enthemmungen kommen.


Nebenwirkungen
Die Dosierung ist sehr heikel, da Alraune auf jeden Organismus individuell wirkt. Oft treten Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen und Durchfall auf. Das Gift der Pflanze wirkt auf den Kreislauf und kann bei zu starker Dosierung zu Herzinfarkt führen.

 

"Bilsenkraut"
Hyoscyamus niger

Vorkommen
Bilsenkraut wächst insbesondere in sandigen Gebieten, auf Schuttplätzen und an Straßenrändern. Wild wächst es vor allem in Südeuropa.

Wirkung
Blätter und Samen der Pflanze werden geraucht. Eine Salbe wird hergestellt, indem man Pflanzenteile bei gemäßigter Temperatur in Schweineschmalz auskocht.

Bilsenkraut wirkt narkotisch und halluzinogen. In der ersten Phase kommt es zu einem Erregungszustand, in der zweiten Phase oft zu einem narkotisch tiefen Schlaf. Während des Schlafes werden halluzinogene und sexuell gefärbte Träume erlebt.


Nebenwirkungen
Bilsenkraut ist giftig. eine Überdosis kann zum Tod führen. Insbesondere von einer wiederholten Anwendung in kurzen Abständen ist dringend abzuraten. Nach der Einnahme kommt es am nächsten Tag meist zu einem katerähnlichen Vergiftungsgefühl.

 

Fliegenpilz"
Amanita Muskaria

Vorkommen
Roter Hut mit weißen Tupfen. Der Fliegenpilz wächst in Nadelwäldern gemäßigter Zonen.

Wirkung
Die Pilze werden bei etwa 50°C getrocknet. Eine geringe Menge wird oral eingenommen. Es ist auch möglich, die abgezogene Hut-Haut des Pilzes zu rauchen.

Je nach Fundort und Dosis sind die Wirkungen des Fliegenpilzes sehr unterschiedlich. Meist tritt insbesondere anfangs eine starke Übelkeit auf. Berichten zufolge kommt es zu farbige Visionen und einer erhöhten Aufnahmefähigkeit für Geräusche. Der Rauschzustand hält etwa fünf bis sechs Stunden an.


Nebenwirkungen
Die Wirkung des Pilzes ist individuell verschieden, darum gibt es keine zuverlässigen Angaben über eine ungefährliche Dosierung. Eine Überdosis wirkt tödlich. Sehr häufig treten Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auf.

 

Stechapfel"
Datura Sramonium

Vorkommen
Einjähriges Kraut mit glockenförmigen Blüten und stacheligen Samenkapseln. Man findet Stechapfel meist auf Schutt- oder anderen trockenen Plätzen.

Wirkung
Die Blätter der Pflanze werden geraucht.
Stechapfel wirkt halluzinogen und hypnotisch. Das enthaltene Scolopamin lähmt den Willen, die Berauschten sind darum sehr leicht beeinflussbar. Nach kurzer Zeit kommt es zu einem narkotisch tiefen Schlaf. In den Träumen während dieses Schlafes werden Berichten zufolge oft Verwandlungen in Tiere und sexuelle Visionen erlebt.


Nebenwirkungen
Bei falscher Dosierung kann es zu Todesfällen kommen. Darum ist vom Gebrauch von Stechapfel dringend abzuraten. Es treten Herzklopfen, Mundtrockenheit, Sehstörungen und meist eine starke Übelkeit auf. 
 

"Kahlköpfe"
Psilocybe Semilanceata

Vorkommen
Der Kahlkopf lässt sich schwer züchten, wächst jedoch frei auf Wiesen und hat einen sehr hohen Anteil (ca. 1%) an Psilocybin.

Wirkung
Psilocybin ist eine halluzinogene Droge, die ähnliche Effekte wie LSD auszulösen vermag. Die Pilze werden frisch oder getrocknet angeboten, sie werden pur oder als Teil einer Mahlzeit gegessen und sie können als Tee getrunken werden.

Wie bei allen Drogen, die dem LSD ähnlich sind, hängen die Effekte von der verwendeten Menge, der Persönlichkeit des Benutzers und den äußeren Umständen unter denen die Droge genommen wurden ab.

Normalerweise ist eine Menge von 20-30 Kahlköpfen für einen schweren Rausch verantwortlich. Der Benutzer kann eine Intensivierung von Farben, Halluzinationen und ein Gefühl des Wohlbefindens empfinden. Ein Pilztrip ist normalerweise nach ca. 4 Stunden am Abklingen, wohingegen ein LSD-Trip erst nach acht oder mehr Stunden abklingt.

Nebenwirkungen
Ähnlich LSD

 

 

 

Ayahuasca

Ayahuasca nennen die südamerikanischen Indianer sowohl den psychoaktiven Hauptbestandteil (Eine Spezies der Gattung Banisteriopsis) sowie auch das Getränk selbst. Fast immer werden dafür noch andere Pflanzen mit der Dschungelranke Banisteriopsis vermischt; es sind rund einhundert Spezies bekannt, die zu unterschiedlichen Zeiten und an verschiedenen Orten dem Getränk zugesetzt wurden. Die Rinde der Banisteriopsis-Liane wird zu einer klebrigen Masse zerdrückt und dann mit kaltem Wasser verrührt getrunken. Ayahuasca geriet in den Ruf, telepathische Kräfte zu verleihen, und deshalb nannte man ein darin enthaltenes psychoaktives Alkaloid Telepathin ( heute weiß man, daß es sich dabei um das Alkaloid Harmin handelt, das auch in der Steppenraute enthalten ist). Harmalin kommt ebenfalls in der Ayahuasca wie in der Steppenraute vor. Die anderen Pflanzen, die neben der Banisteriopsis-Spezies dem Trunk zugesetzt werden, verstärken die psychoaktive Wirkung dieser nativen Zubereitung. Die psychoaktiven Tryptamine in diesen Zusätzen entfalten bei der oralen Einnahme ihre Wirkung nur, wenn auch Substanzen mit der Bezeichnung MA0(Monoaminooxidase)-Hemmer vorhanden sind. Da Harmin wie Harmalin MA0-Hemmstoffe sind, ergänzen sie die Tryptamine, weshalb die Kombination der beiden Alkaloidarten die starken halluzinogenen Effekte der Ayahuasca-Mixturen fördert. Die Einnahme von Ayahuasca erzeugt gewöhnlich Übelkeit, Schwindel und Erbrechen und bewirkt euphorische oder aber aggresive Zustände.


Hawaiian Wood Rose (Argyreia Nervosa)

Die Hawaiian Baby Woodrose gehört zu der Familie der Convolvulacae und kommt ursprünglich aus Indien und ist ein Windengewächs. Sie wurde nach Hawaii eingeführt und dort kultiviert. Sie ist eine mehrjährige Winde mit herzförmigen Blättern mit bis zu 30 Zentimetern Durchmesser, die Samen enthalten Lysergsäure-Verbindungen, die zur Synthese von LSD verwendet werden können und sind ungefähr 5 mm groß. Die Samen werden gemahlen und gegessen oder man lässt die gemahlenen Samen in Wasser ziehen, seiht dann ab und trinkt den Auszug, mit oder ohne Samenbrei. Die übliche Dosis beträgt 6-8 Samen. Halluzinogen-gewohnte Personen nehmen je nach Körpergewicht eher 10-12 (ca. 65kg) bis 14-16 Stück (bei 80kg). Eine Pflanze, in deren Saft sich verschiedene Alkaloide, z.B. LSA befinden Die Samen wirken LSD-ähnlich, was daran liegt, daß. Die gedanklich-geistige Komponente ist stärker, optische und andere sensorische Halluzinationen sind weniger ausgeprägt als unter LSD. Der Rauschzustand hält etwa sechs Stunden an. Trance-Gefühl am nächsten Tag ist bei hohen Dosen die Regel. LSA sollte nicht von Schwangeren (kann zu Gebährmutterkontraktionen führen) oder von Personen mit Lebererkrankungen eingenommen werden.

Ololiuqui

Das Ololiuqui ist eine Lianenart, in deren Saft sich verschiedene Alkaloide (incl. LSA) befinden. Einige von ihnen sind dem LSD chemisch nahe verwandt ist . Die Pflanze aus Südamerika wurde bei den Azteken nicht nur bei rituellen Handlungen benutzt, sondern auch bei Verhören eingesetzt, um Gegner zum Sprechen zu bringen. Bei niedrigen Dosierungen beeinflußt Ololiuqui zunächst den Willen und macht gefügig. Dosiert man es höher, kann es zu LSD-ähnlichen Visionen kommt. Der Wirkstoff erlebte während der Hippie-Zeit in den USA eine kurze Renaissance. Studenten verarbeiteten die Pflanzensamen zu einem Sud und tranken sie anschließend. Psychisch wirkt Ololiuqui ähnlich wie das LSD. Nach einem Rausch setzen oftmals starke Ängste ein, so daß die Droge erneut genommen wird, um die Ängste abzubauen. Inwieweit ein längerer Genuß süchtig macht und zu körperlichen Schäden führt, ist nicht wissenschaftlich untersucht.

Morning Glory (Himmelblaue Trichterwinde)

In den Samen der himmelblauen Trichterwinde befinden sich Lysergsäureamid (LSA) und Ergotamin. Lysergsäureamid ist als Ausgangsstoff für die Synthese von LSD nutzbar.

Diese zur Art der Ackerwinden gehörende Trichterwinde ist eine weiße, außen blassrötlich gestreifte Blume. Sie schlingt sich um die Halme von Getreidespflanzen und anderen Gewächsen, zieht diese oft zu Boden und wirkt daher schädlich. Kultivierte Winden bekommen eine außen himmelblaue, innen gelbe und weiße Blüte und werden vom Vieh gerne gefressen.

In der Homöopathie wurde das Kraut in Form von Tee als Abführmittel verwendet. Der Milchsaft wurde äußerlich als Mittel gegen Entzündungen, Eiterungen, Hornhautflecke und andere Hautkrankheiten angewendet.

Ipomoea tricolor (Trichterwinde)

Ipomoea rubrocaerulea, Ipomoea violaceae

Die Schlingpflanze kann eine Höhe bis zu drei Metern erreichen und ist stark giftig. Die zugespitzten Blätter haben die Form eines Herzens. Die Blüten verfärben sich von rot nach einem hellen Blau. Sie können einen Durchmesser bis zu 8 cm erreichen und sind gestielt. Die Blütezeit ist Juli bis September

In der Pflanze sind Lysergsäurederivate, wie (+)-Lysergsäureamid (LSA) und (+)-Isolysergsäureamid. Es sind auch Chanoclavin, Elymoclavin und Ergometrin in der Pflanze vorhanden. Der Gehalt der einzelnen Substanzen variiert sehr stark. Die Pflanze wirkt psychomimetisch und halluzinogen. Die LD50 (halbe tödliche Menge) beim Menschen soll 1 - 2 g betragen. Sie variiert aber wahrscheinlich stark. Pflanzliche Drogen sind wegen ihrer unterschiedlichen Wirkstärken immer wieder Verursacher von schweren Vergiftungen. LSD und seine Derivate gehören zu den wirksamsten Halluzinogenen mit oftmals nachfolgenden psychischen Entgleisungen.
Maßnahmen: Bei oraler Aufnahme ist sofort medizinischer Kohle in einer Dosierung von 1 g / kg zu verabreichen. Eine Sedierung kann mit Diazepam oder Midazolam erfolgen. Falls eine anticholinerge Symptomatik auftritt, muß Anticholium® langsam unter Monitorkontrolle intravenös appliziert werden. Es kann notwendig den Patienten zu intubieren und zu beatmen. Die weiteren Maßnahmen erfolgen symptomatisch.

Kalmus (Acorus calamus)

Acorus Calamus ist ein Sumpfgras dessen wirksamste Teile die Wurzeln darstellen. Durch schonende Reinigung und sorgfältige Lufttrocknung werden die heilsamen Inhaltsstoffe vollständig erhalten.
Acorus Calamus wird in Form von Pulver oder als Balsam angeboten. Es wird auch ätherisches Kalmus-Öl angeboten, das aber keinesfalls zum Verzehr empfohlen wird. Ätherisches Kalmus-Öl ist toxisch und wird auch bei äußerlichem Gebrauch (Massage) durch die Haut vom Körper aufgenommen und entfaltet auf diesem Weg seine giftige Wirkung.

Diese weit verbreitete Sumpfpflanze mit den deutschen Bezeichnungen Kalmus, Ackerwurz oder Gewürzkalmus wächst in gemäßigten und subgemäßigten Breiten der Welt. Sie hat lange schwertförmige Blätter und eine kriechende aromatische Wurzel, auch Rhizom genannt. Kalmus wird als zur Aronstab-Familie Araceae gehörig klassifiziert.
Die Blätter wie das Rhizom haben offenbar aufgrund ihres Gehalts an Asaronen, die in ausreichend hoher Dosis konsumiert meskalin- bis LSDähnliche Eigenschaften entwickeln, psychoaktive Effekte. In niedriger Dosierung wirkt die Pflanze anregend und tonisierend. In der europäischen Volksbotanik steht der Kalmus auch im Ruf, ein Aphrodisiakum zu sein. Weitere Einsatzgebiete sind Appetitlosigkeit, Kräftemangel, Magenkrebs ... Bei Erschöpfung und Nervenschwäche haben sich die Kalmusbäder bewährt. Bei den Ägyptern war Kalmus Bestandteil des heiligen Räucherwerks; Nebenwirkungen Sind bisher keine bekannt.
Nach Dioscurides wirkt der Rauch von Acorus calamus, wenn er oral inhaliert wird, bei Husten lindernd. Celsus berichtet, daß die Pflanze vor fast zweitausend Jahren auf den Märkten Indiens überall angeboten worden sei.
mehr als 10cm getrocknete Wurzel (wird im Frühjahr, bevor die Blätter kommen, oder im Spätherbst gesammelt). -->LSD-ähnlicher Rauschzustand. Einnahme: getrockneten Wurzelstock kauen; stärkere halluzinogene Wirkung auf nüchternen Magen.
Anmerkung: Die Wildsammlung ist nicht zu empfehlen, da in Wildpflanzen der schädliche Begleitstoff Asaron vorkommt. Beim Kalmusanbau ist daher zu beachten, daß nur Asaron-freie Rassen gewählt werden.

 

Anadenanthera

Die zwei Baumspezies der Gattung Anadenanthera (Anadenanthera peregrina und Anadenanthera colubrina) haben beide halluzinogene Eigenschaften und wurden in den amerikanischen Indianerkulturen verbreitet für starke psychoaktive Schnupfmittel verwendet. In Südamerika ist diese Schnupfmischung unter verschiedenen Namen bekannt, etwa Yopo, Yupa, Niosp, Hisioma, Angico, Hulica, Vilca, sowie Sebil. Zu den psychoaktiven Wirkungen zählen Verlust der Muskelkoordination, Nausea, lebhafte Wachhalluzinationen und Makrospie (die Wahrnehmung von Objekten in größerer Form, als sie real sind), gefolgt von Tiefschlaf, in dem die halluzinogenen Effekte fortdauern. Die psychoaktiven Grundbestandteile in der Pflanze sind Tryptamine (DMT und Bufotenin) und Beta-Carboline. Es gibt für Samen eine Reihe von medizinischen Applikationen, so zur Behandlung von Harnstörungen und Unfruchtbarkeit, aber auch als Brech- und Abführmittel. Anadenanthera ist, neben Tabak, Ayahuasca- und Virolaspezies, eine von vier verbreitetet genutzten psychoaktiven Substanzen in den traditionellen Indianerkulturen Südamerikas.

Ameisen

Die Indianer im südlichen Teil Kaliforniens verwendeten traditionell eine Reihe von psychoaktiven Pflanzen, darunter Tabak und Datura. Weniger bekannt ist, daß sie auch bestimmte Ameisenspezies wegen ihrer offenbar halluzinogener Eigenschaften konsumieren.  
Der zeremonielle Konsum von Ameisen zur Herbeiführung von Visionen legt nahe, daß sie halluzinogene Effekte gehabt haben. 
Die genaue Spezies oder selbst Gattung der Ameisen ist nicht bekant. Ein Myrmekologe, oder Ameisenforscher, vermutete, daß es sich dabei um eine Spezies der Gattung Myrmacomecystus, möglicherweise die gelbe Honigameise (Myrmacomecystus testaceus), gehandelt habe. Doch bislang sind in diesem Typ Ameisen noch keine biochemischen Bestandteile gefunden worden, die als halluzinogen gelten. Von bestimmten anderen Ameisen weiß man, daß sie drei mit Nepetalacton, dem psychoaktiven Agens in Katzenminze, verwandte Lactone enthalten.

Ephedra (Ephedra sinica)

Ephedra ist eine Pflanze, die den Amphetaminen vergleichbare Alkaloide mit stimulierenden Eigenschaften enthält. Zu diesen zählen Ephredin, Tannine, Saponin, ätherisches Öl und Norpseudoephedrin. Norpseudoephedrin, das auch in Qat vorkommt, ist ein weitaus kräftigeres Stimulans als Ephredin, aber in Ephedra nur in niedriger Konzentration vorhanden. Ephedra ist eine der ersten bekannten psychoaktiven Pflanzen in der Menschengeschichte.

Die Ephedra-Arten sind kleine, verzweigte Sträucher mit einem schachtelhalmartigen Aussehen. Die knotig gegliederten grünen Stengel übernehmen die Photosynthese, da die Blätter zu winzigen schuppenförmigen Organen reduziert sind. Dies ist als Anpassung an den oft sehr heißen Standort zu verstehen. Ursprünglich nur in Nord-China und Mongolei beheimatet es reichen aber auch trockene und oft sehr heiße Gegenden.

Ephedra regt zum Schwitzen an, erweitert die Bronchiolenm senkt den Blutdruck.

AMERIKA: Verschiedene Ephedra-Arten wurden schon von den Azteken, nordamerikanischen Indianern und später von den Mormonen ("Mormonentee") als Genuß- und Heilpflanzen verwendet.

CHINESISCHE MEDIZIN: Seit über 5000 Jahren werden Ephedra-Arten auch in China gegen Asthma, Kreislaufschwäche, Fieber, Husten, und allgemein zur Hebung der Arbeitsleistung verwendet. Japanische Zen-Mönche benutzten Ephedra-Tee, um Ruhe für Meditationsübungen zu gewinnen.

HOMÖOPATHIE: Nach Erfahrung bewährt bei Struma (Kropf) und Kopfschmerzen, bei krampfartiger Bronchitis mit reichlich Schleim.

Kröten

Erst in neuerer Zeit hat man entdeckt oder besser wiederentdeckt, daß das Gift bestimmter Kröten Halluzinogene enthält. Auch in bestimmten Pflanzen (z.B. Anadenanthera) lies sich Bufotenin nachweisen. Das Gift der Colorado-Kröte (Bufo alvarius) enthält in hoher Konzentration das kräftige halluzinogene Tryptamin 5-Me0-DMT, das viermal stärker als DMT ist. Man behauptet, man solle der Kröte das Gift durch Druck auf die verschiedenen Drüsen an ihren Gliedmaßen, deren wichtigste die Ohrspeicheldrüsen am Hals seien, entnehmen. Das zähflüssige und milchig-weiße frische Gift (einer Kröte kann man 0,25 bis 0,5 Gramm Gift entnehmen) wird dann getrocknet und geraucht. Das getrocknete Gift bleibt mindestens zwei Jahre lang genauso wirksam wie das frische. Schon Sekunden nach dem Inhalieren des Rauchs stellen sich ungefähr fünf Minuten lang intensive visuelle und auditive Halluzinationen ein, wohingegen die Nachwirkungen rund eine Stunde dauern. Die Wirkungen sollen denen des LSD und dem Meskalin ähneln. Meist wird die "positive" Wirkung der Droge durch eine Mydriasis, Schwindel, Brechreiz und einem Blutandrang in den Kopf abgelöst. Viele Konsumenten berichteten von keinerlei Nebenwirkungen während oder nach dem Konsum des Gifts. Da das Gift von Bufo alvarius Spuren von Bufotenin, einer als illegal eingestuften Substanz enthält, können die Konsumenten von Krötengift strafrechtlich verfolgt werden.
Die Maßnahmen erfolgen symptomatisch.

Scirpus(Simse)

Scirpus ist eine grasähnliche Pflanze mit unterschiedlichen Knollen. Zwar sind ihre psychoaktiven Bestandteile im Augenblick noch nicht bekannt, doch einige Spezies der Gattung sowie Pflanzen verwandter Gattungen enthalten Harmala-Alkaloide. Der Verzehr der Knollen löst Tiefschlaf aus, auf den lebhafte Visionen in brillanten Farben folgen.

Virola

Viele der Gattung der Virola besitzen in der Innenrinde ein rotes Harz das halluzinogene Effekte hat. An psychoaktiven Bestandteilen enthält die Gattung Tryptamin und Beta-Carbolinalkaloide, insbesondere DMT und 5-Meo-DMT. Die Wirkung von Virola beginnt mit Nervosität, auf die dann Taubheit und Verlust der Muskelkoordination, Übelkeit, Halluzinationen und eventuell Betäubungsschlaf folgen. 

 

Eboga (Eboka, Iboga)

Der westafrkanische Strauch (Tabernanthe iboga), aus dem das Halluzinogene Eboga gewonnen wird, ist in der Wildnis wie in der Nähe von Eingeborenendörfern zu finden. Die Wurzel wirkt in niedriger Dosierung als Stimulanz, das Ausdauer und Muskelkraft stärkt.




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