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MDMA   / XTC 

INFO

Zur Substanz:

Als "Ecstasy", "E", "XTC" oder "Adam" wird ursprünglich jene Substanz bezeichnet, die bereits zu Beginn des Jahrhunderts durch die deutsche Firma E.Merck, Darmstadt, als MDMA synthetisiert wurde. Das MDMA (3,4-Methylendioxymethamphetamin) gehört wie Amphetamin chemisch zur Klasse der Arylalkanamine. Die Substanz entspricht in ihrer Struktur weitgehend dem Safrol und Myristicin, die in Pflanzen wie etwa der Muskatnuß vorkommen. Das Myristicin als einer der aromatischen Äther der Muskatnuß bewirkt die psychotrope Wirkung der Pflanze. Unter der Bezeichnung Ecstasy versteht man heute jedoch auch verschiedene andere im weitesten Sinne ähnlich wirkende Substanzen aus der Phenethylaminfamilie: MDA; MBDB und MDE.

 
Wirkung:

Neurologisch gesehen bewirkt MDMA die Freisetzung des Botenstoffs Serotonin im Gehirn und verlangsamt dessen Wiederaufnahme in die sog. Speichervesikel. Psychologisch bewirkt es u.a. meist eine Steigerung des Kommunikationsbedürfnisses. Es steigert insgesamt die Fähigkeit zur ungezwungenen Kontaktaufnahme zu anderen, weswegen es auch als "Empathogen" (das Einfühlen erleichternd) oder "Entaktogen" (den Kontakt zu inneren Gefühlen herstellend) bezeichnet wird, was es auch für die psychotherapeutische Verwendung geeignet macht. MDMA öffnet das Herz! Nicht selten wird von Gefühlen überströmender Liebe zu anderen Menschen während des Rausches berichtet. Die Wirkung beginnt je nach Typ zwischen 30 und 45 Minuten und hat eine typische Dauer von ca. 4-6 Stunden.

 
Psychonauteninfo:

MDMA wurde innerhalb der Psychotherapie eingesetzt, weil es zu einer gesteigerten Einsichtsfähigkeit in die eigenen Gefühle anregt. Oft können Ängste auftauchen, deren Ursache nicht selten in der Kindheit zu finden sind. Werden die unangenehmen Gefühle nicht zugelassen, kommt es oft zu psychosomatischen Reaktionen wie Schweißausbrüchen, Zittern oder dem sog. Kiefermahlen (hier kann ein Gespräch mit einem vertrauten Menschen, dem gegenüber man sich völlig sicher fühlt, wahre Wunder wirken). Auch der "verstrahlte", "verpeilte" Gesichtsausdruck speziell in der Endphase der Substanzwirkung hat mit der Abwehr unangenehmer Gefühle zu tun und läßt sich in einer sicheren, entspannten Umgebung meist völlig vermeiden. Das Durcharbeiten dieser Bereiche und deren gefühlsmäßigen Inhalten führt früher oder später zu einer Lösung dieser Symptome.


Oft führt die Einnahme einfach zu einem angenehmen Gefühl von Losgelöstheit und Entspannung. Das sollte man dann einfach genießen. Am besten ist, der Wirkung nichts entgegenzusetzen, sie einfach zu beobachten und geschehen zu lassen, was geschehen will. Die angenehmen Momente können unvorhergesehen durch schwierige Gefühle abgelöst werden, was oft auf ein Nachlassen der Substanz zurückgeführt wird. Das ist nicht wahr. Wenn unangenehme Gefühle auftauchen, ist es hilfreich, mit jemanden darüber zu sprechen. Auf keinen Fall sollte man sich isolieren oder davon ablenken indem man höher dosiert, was dann hauptsächlich nur die Nebenwirkungen (Kopfschmerzen, Übelkeit, Kiefermahlen) verstärkt. Bei eindeutig überdosierten Leuten sieht man deutlich den krassen Widerspruch zwischen ihrer Aussage "Es geht mir gut" und dem Bild, das sie nach außen abgeben.


Nicht selten wird berichtet, daß man den Tag danach abgespannt, müde oder auch ein wenig depressiv ist. Man sollte sich daher genügend Zeit vor und nach solch einer Reise nehmen und sich etwas Gutes tun (z.B. Spaziergänge in der Natur, Sauna, kuscheln, gutes Essen usw.). Wie bei allen anderen Substanzen solltest Du dich mit Menschen umgeben, denen Du vertraust und mit denen Du Dich wohlfühlst, denn das hat einen entscheidenden Einfluß auf die Qualität einer solchen Reise.

 
Einnahme:

MDMA findet man in der Regel in Pillen- oder Kapselform vor. Die Dosierung beträgt üblicherweise zw. 60 und 150 mg. Dosierungen von 1 — 1,5 mg/kg Körpergewicht sollten nicht maßlos überschritten werden. Grundsätzlich sollte man während und nach dem Rausch genügend Flüssigkeit zu sich nehmen (mind.2-3 Liter), damit der Stoff wieder aus Deinem Körper gespült wird und sich die Nachwirkungen am nächsten Tag reduzieren. Drum: Pausen machen, entspannen, quatschen, und am besten immer eine Flasche Wasser zur Hand haben. Die bekannten Todesfälle bei Ecstasy beruhten fast ausnahmslos auf Überhitzung bei unzureichender Flüssigkeitszufuhr! Und auch wenn es schwierig ist oder unmöglich erscheint: ein wenig essen zwischendurch, oder wenigstens am Ende der Reise, und der nächste Morgen sieht oft schon viel besser aus! Achtung: mit dem neuen "Liquid-Ecstasy" hat MDMA nichts zu tun!.

 
Gefahren:

Am besten ist es, keine Pillen nachzuwerfen. Wenn die Wirkung nachlässt, ist das in Ordnung, denn auch die schönste Reise geht irgendwann zu Ende! Oder wenn die Wirkung nicht so ist, wie man sie vielleicht mal erfahren hat, kann das auch an der eigenen Tagesform liegen oder man hat zuviel vorher gegessen und so weiter.

In seltenen Fällen kann es zu Angstzuständen kommen, die den unerfahrenen User überfordern. Hier hilft wie schon beschrieben der Kontakt mit anderen und das sprechen über die Angst. Auf jeden Fall sollte ein Mischkonsum mit anderen Substanzen vermieden werden (vor allem Speed, Kokain, Alkohol). Desweiteren sollte man nicht mehr als alle zwei Monate XTC zu sich nehmen, da es den Körper langfristig sehr erschöpfen kann und Du dann möglicherweise Probleme bei der Bewältigung Deines Alltags bekommst. Außerdem raten wir ab, die Substanz als Lösung für deine Probleme zu betrachten. Ohne eine stützende und erfahrene Begleitung ist MDMA nicht dafür geeignet, es kann keine Psychotherapie ersetzen.

 
Achtung: MDMA ist illegal und unterliegt dem BtmG, wir wollen mit diesem Beitrag niemanden zum Konsum dieser Substanz animieren, sondern lediglich über Wirkungen und Gefahren informieren. Der Autor übernimmt daher keinerlei Verantwortung für eventuelle Konsequenzen, die sich aus dem Miþbrauch der beschriebenen Substanz ergeben.

LSD-INFO

LSD kommt meist in Form von Papiertrips (Pappen, Tickets) oft mit bunten Comicmotiven oder als Mikrotabletten ("Mikros") auf den Markt. Auf einem Papiertrip sind durchschnittlich 80 Mikrogramm (Mikrogramm = 1 millionstel Gramm) LSD aufgebracht. Der Gehalt der Pappen kann aber zwischen 25 und 250 Mikrogramm LSD schwanken. Besonders hoch dosiert sind üblicherweise die Mikros, sie enthalten durchschnittlich 250 Mikrogramm Wirkstoff. LSD zersetzt sich unter der Einwirkung von Feuchtigkeit, Wärme und direktem Sonnenlicht zu kaum noch wirksamen Abbauprodukten. Um dies zu verhindern wird es möglichst luftdicht verpackt - von den Lebensmitteln sorgfältig getrennt - im Kühlschrank gelagert.

 
Dosierungen:

25 - 50 Mikrogramm: Schwellendosis um erste leichte körperliche und schwache psychische Effekte zu spüren
50 - 150 Mikrogramm: heute üblicherweise auf Technopartys eingesetzte Dosierung
>250 Mikrogramm: Von Albert Hofmann bei seinem ersten freiwilligen LSD-Trip eingenommene Dosis (siehe Erlebnisbericht)
300-500 Mikrogramm: Während der Hippieära bevorzugte Dosierung
850 Mikrogramm: Hohe bei psychedelischen Therapien eingesetzte Dosierung

Eine letale Dosierung konnte nicht ermittelt werden, sie wird auf 14000 Mikrogramm geschätzt.

Aus diesen Zahlen ergibt sich eine große therapeutische Breite, die der Spanne zwischen effektiver und toxischer Dosierung. LSD ist also hinsichtlich seiner vermuteten letalen Wirkung innerhalb des gebräuchlichen Dosisbereichs eine sehr sichere Droge (Robert Julien, Drogen und Psychopharmaka).

 
Safer Use Regeln

Ein risikofreier Gebrauch von Drogen ist niemals möglich. Wer auf den Konsum von LSD nicht verzichten möchte, sollte aber zumindest folgende Minimalregeln beachten:

• Nehme niemals LSD, wenn Du seelisch oder körperlich schlecht drauf bist (ungünstiges Set).

• Autofahrer, Schwangere und stillende Mütter sollten kein LSD einnehmen.

• Während der LSD-Wirkung ist es wichtig, daß Du Dich in einer Dir angenehmen Atmosphäre aufhältst und zu den Dich umgebenden Menschen ein harmonisches Verhältnis hast (gutes setting).

• Die Art der Wirkung und die Wirkdauer sind bei Halluzinogenen selbstverständlich auch von der Dosierung abhängig. Um Dich bei unbekannten Drogen (als unerfahrener User) vor bösen Überraschungen wenigstens in einem gewissen Maß zu schützen, nehme nicht mehr als einen Viertel Trip ein.

• Wenn sich eine Stunde nach der LSD-Einnahme immer noch keine Wirkung einstellt, nicht gleich weitere Trips nachwerfen; bei vollem Magen etc. kann sich das Einsetzen der Wirkung bis zu zwei Stunden verzögern.

• Der Mischkonsum mit anderen Drogen sollte nie ohne eingehende Erfahrungen mit den einzelnen Substanzen erfolgen.

• Bei Panikanfällen/"Horrortrips" muß der Betroffene zunächst schnell in eine ruhige Umgebung (z.B. frische Luft) gebracht werden. Körperkontakt halten und versuchen durch gutes und gezieltes Zureden den "Gestrandeten" auf bessere Gedanken zu führen. Sollte auch dies nichts nützen, scheue Dich nicht, einen Arzt zu rufen und kläre ihn über den Drogenkonsum auf - denn nur ein Arzt darf ggf. entsprechende Medikamente (z.B. Valium, Neuroleptika) verabreichen. Der Arzt ist übrigens an seine Schweigepflicht gebunden.

• Besonders beeindruckende Sequenzen solltest Du dann nüchtern vor Deinem Inneren Auge noch einmal ablaufen lassen. Mach Dir diese wieder bewußt, wenn Du im normalen Wachzustand ähnliche Situationen durchlebst.

• LSD-Reisen sollten darum Ausnahmeerlebnisse bleiben. Laß Dir zur Erholung mindestens einen arbeitsfreien Tag Zeit.

 
Die Entdeckung des LSD

LSD wurde erstmals 1938 durch den Schweizer Chemiker Albert Hofmann* in den pharmazeutisch-chemischen Forschungslaboratoriem der Firma Sandoz in Basel hergestellt. Hofmann arbeitete damals in einem Forschungsprogramm welches sich mit der Isolierung und chemischen Abwandlung von Mutterkornalkaloiden beschäftigte. Solche Verbindungen sind aufgrund ihrer gebärmutterkontrahierenden und blutstillenden Wirkungen wichtige Arzneimittel in der Geburtshilfe. So fand Mutterkorn als Wehenmittel erstmals 1582 Erwähnung im Kräuterbuch des Frankfurter Stadtarztes Adam Lonitzer. Außerdem werden aus Mutterkorn hergestellte Medikamente zur Behandlung der Migräne, Durchblutungsstörungen, Bluthochdruck und Kreislaufregulationsstörungen eingesetzt. Mutterkorn wird durch den niederen Pilz Claviceps purpurea erzeugt, der vor allem auf Roggen, aber auch auf anderen Getreidearten und auch auf Wildgräsern wuchert. Die von dem Pilz befallenen Körner entwickeln sich zu braun-violetten Zapfen (Sklerotien), die sich anstelle eines normalen Kornes aus den Spelzen hervordrängen. Botanisch stellt Mutterkorn das Dauermycel, die Überwinterungsform des Mutterkornpilzes, dar.

Albert Hofmann setzte zunächst die Lysergsäure, den Grundbaustein aller therapeutisch bedeutenden Mutterkornalkaloide frei. Diese setzte er dann mit einer Reihe von Chemikalien um und ließ die so gewonnen halbsynthetischen Lysergsäurederivate hinsichtlich kreislauf- und atmungsstimulierenden Wirkungen testen. Die 25. Substanz in dieser Reihe war das Lysergsäure-diethylamid, für den Laborgebrauch als LSD-25 bezeichnet. "Acid" (Szenename für LSD) ist demnach keine ätzende Säure sondern im Gegenteil eine Base, die von Hofmann mit Weinsäure neutralisiert wurde um das Salz Lysergsäure-diethylamid-tartrat zu kristallisieren. Bei der Prüfung von LSD-25 in der pharmakologischen Abteilung von Sandoz, wurde eine nur mittelstarke Wirkung auf die Gebärmutter festgestellt. Außerdem war im Untersuchungsbericht vermerkt, daß die Versuchstiere in der Narkose unruhig waren. Die Substanz erweckte bei den Pharmakologen kein besonderes Interesse und so sollte es die nächsten fünf Jahre noch still um LSD-25 bleiben.

Einer "merkwürdigen Ahnung" folgend, dieser Stoff könne noch andere als nur die bei der Untersuchung festgestellten Wirkungsqualitäten besitzen, veranlaßten Hofmann fünf Jahre nach der ersten Synthese LSD-25 nochmals herzustellen, um es erneut für eine Prüfung in die pharmakologische Abteilung zu geben. In der

Schlußphase der Synthese, bei der Reinigung und Kristallisation des Lysergsäure-diethylamid-tartrats wurde Hofmann durch ungewöhnliche Empfindungen gestört.p> Er notierte:
"Vergangenen Freitag, den 16. April 1943, mußte ich mitten im Nachmittag meine Arbeit im Laboratorium unterbrechen und mich nach Hause begeben, da ich von einer merkwürdigen Unruhe, verbunden mit einem leichten Schwindelgefühl, befallen wurde. Zu Hause legte ich mich nieder und versank in einem nicht unangenehmen rauschartigen Zustand, der sich durch äußerst angeregte Phantasie kennzeichnete. Im Dämmerzustand bei geschlossenen Augen - das Tageslicht empfand ich als unangenehm grell - drangen ununterbrochen phantastische Bilder von außerordentlicher Plastizität und mit intensivem, kaleidoskopartigem Farbenspiel auf mich ein. Nach etwa zwei Stunden verflüchtigte sich dieser Zustand."

Hofmann konnte sich dieses Phänomen nicht schlüssig erklären, vermutete aber, daß er beim Reinigen der Substanz mit dieser in Kontakt kam und eine kleine Menge resorbiert haben mußte. Vom Forscherdrang gepackt ging der bürgerliche Chemiker drei Tage später auf den ersten freiwilligen LSD-Trip der Menschheitsgeschichte. Hinsichtlich der Dosis orientierte er sich an denen anderen Mutterkornalkaloiden und verwendete eine vergleichsweise winzige Menge von 250 Mikrogramm (0,25 Milligramm, 0,00025 Gramm). Heute wissen wir, daß ein Fünftel dieser Dosis für den Anfang wohl ausgereicht hätte.

 
Hofmanns Fehleinschätzung hatte ziemlich heftige Folgen:
19. April 1943:
Herstellung einer 0,5 promilligen wäßrigen Tartrat-Lösung von Lysergsäurediethylamid
16.20 Uhr: 0,5 cc. (250 Mikrogramm) LSD oral eingenommen.
Die Lösung ist geschmacklos.
16.50 Uhr: Es sind keinerlei Wirkungen festzustellen.
17.00 Uhr: Beginnender Schwindel, Angstgefühl, Sehstörungen, Lähmungen, Lachreiz.
Die letzten Worte konnte Hofmann nur noch mit großer Mühe niederschreiben. Später fertigte er folgenden Bericht an:

"Schon jetzt war mir klar, daß LSD die Ursache des merkwürdigen Erlebnisses vom vergangenen Freitag gewesen war, denn die Veränderungen der Empfindungen und des Erlebens waren von gleicher Art wie damals, nur viel tiefergehender. Ich konnte nur noch mit größter Anstrengung verständlich sprechen, und bat meine Laborantin, die über den Selbstversuch orientiert war, mich nach Hause zu begleiten. Schon auf dem Heimweg mit dem Fahrrad nahm mein Zustand bedrohliche Formen an. Alles in meinem Gesichtsfeld schwankte und war verzerrt wie in einem gekrümmten Spiegel. Auch hatte ich das Gefühl, mit dem Fahrrad nicht vom Fleck zu kommen. Indessen sagte mir später meine Assistentin, wir seien sehr schnell gefahren. Schließlich doch noch heil zu Hause angelangt, war ich gerade noch fähig, meine Begleiterin zu bitten, unseren Hausarzt anzurufen. ...

Meine Umgebung hatte sich nun in beängstigender Weise verwandelt. Alles im Raum drehte sich, und die vertrauten Gegenstände und Möbelstücke nahmen groteske, meist bedrohliche Formen an. Sie waren in dauernder Bewegung, wie belebt, wie von innerer Unruhe erfüllt. Die Nachbarsfrau erkannte ich kaum mehr. Das war nicht mehr Frau R., sondern eine bösartige heimtückische Hexe mit einer farbigen Fratze. Schlimmer als die Verwandlungen der Außenwelt ins Groteske waren die Veränderungen, die ich in mir selbst, an meinem innersten Wesen, verspürte. Alle Anstrengungen meines Willens, den Zerfall der äußeren Welt und die Auflösung meines Ichs aufzuhalten, schienen vergeblich. Ein Dämon war in mich eingedrungen und hatte von meinem Körper, von meinen Sinnen und von meiner Seele Besitz ergriffen. Eine furchtbare Angst, wahnsinnig geworden zu sein, packte mich.
Ich war in eine andere Welt geraten, in andere Räume, in eine andere Zeit.

... Lag ich im Sterben? War das der Übergang? Der Höhepunkt meines verzweifelten Zustandes war bereits überschritten, als der Arzt eintraf. Meine Laborantin klärte ihn über meinen Selbstversuch auf, da ich selbst noch nicht fähig war, einen zusammenhängenden Satz zu formulieren.

Nachdem ich ihn auf meinen vermeintlich vom Tode bedrohten körperlichen Zustand hinzuweisen versucht hatte, schüttelte er ratlos den Kopf, da er außer extrem weiten Pupillen keinerlei abnorme Symptome feststellen konnte. Puls, Blutdruck und Atmung waren normal. ... Langsam kam ich wieder aus einer unheimlich fremdartigen Welt zurück in die vertraute Alltagswirklichkeit. Der Schrecken wich allmählich und machte einem Gefühl des Glücks und der Dankbarkeit Platz, je mehr normales Fühlen und Denken zurückkehrte und die Gewißheit wuchs, daß ich der Gefahr des Wahnsinns endgültig entronnen war. Jetzt begann ich allmählich das unerhörte Farben- und Formenspiel zu genießen, das hinter meinen geschlossenen Augen andauerte.

Kaleidoskopartige sich verändernd, drangen bunte, phantastische Gebilde auf mich ein, in Kreisen und Spiralen sich öffnend und wieder schließend, in Farbfontänen zersprühend, sich neu ordnend und kreuzend, in ständigem Fluß. Besonders merkwürdig war, wie alle akustischen Wahrnehmungen, etwa das Geräusch einer Türklinke oder eines vorbeifahrenden Autos, sich in optische Empfindungen verwandelten. Jeder Laut erzeugt in Form und Farbe entsprechendes, lebendig wechselndes Bild. ... Erschöpft schlief ich dann ein und erwachte am nächsten Morgen erfrischt mit klarem Kopf, wenn auch körperlich noch etwas müde. Ein Gefühl von Wohlbehagen und neuem Leben durchströmte mich. ... Als ich später in den Garten hinaustrat, in dem nach einem Frühlingsregen nun die Sonne schien, glitzerte und glänzte alles in einem frischen Licht. Die Welt war wie neu erschaffen. Alle meine Sinne schwangen in einem Zustand höchster Empfindlichkeit, der noch den ganzen Tag anhielt. ...

Von großer Bedeutung erschien mir, daß ich mich an alle Einzelheiten des im LSD-Rausch Erlebten erinnern konnte. ... Auch war ich mir während der ganzen Dauer des Versuchs bewußt, im Experiment zu stehen, ohne daß ich allerdings aus der Erkenntnis meiner Lage heraus und bei allen Willensanstrengungen fähig gewesen wäre, die LSD-Welt zu verscheuchen. ... Was ich an LSD erstaunlich fand, war seine Eigenschaft, einen derart umfassenden Rauschzustand zu erzeugen, ohne einen Kater zu hinterlassen".

*Für seine außergewöhnlichen Arbeiten auf dem Gebiet der Naturstoffchemie verlieh der Fachbereich Pharmazie der Freien Universität Berlin Dr. Albert Hofmann am 3. Dezember 1988 die Ehrendoktorwürde.

 
Geschichte und Prohibition:

Zunächst schien LSD ein vielversprechendes Medikament zu sein. In den ersten Jahren wurde die Droge vielen psychologischen Forschern zugänglich gemacht, und Mitte der Fünfziger Jahre war bereits ein beachtlicher Erfahrungsschatz zusammengetragen worden. Da die Versuche auf psychiatrischer Ebene immer im kontrolliertem Setting gemacht wurden, und die Versuchspersonen davon in Kenntnis gesetzt worden waren, daß sie einen außergewöhnlichen Zustand erfahren würden, hatten sie keine negativen Auswirkungen. Besonderes Aufsehen erregte dagegen der Fall des Dr. Olson, dem man im Rahmen von Drogenexperimenten in der US-Army ohne sein Wissen LSD verabreicht hatte und der dann durch einen Sprung aus dem Fenster Selbstmord beging. Seiner Familie war damals unerklärlich, wie es bei diesem ruhigen, ausgeglichenen Mann zu dieser Tat hatte kommen können. Erst fünfzehn Jahre später, als die Geheimakten über jene Versuche öffentlich wurden, erfuhr sie den wahren Sachverhalt, worauf der damalige Präsident der Vereinigten Staaten, Gerald Ford, den Hinterbliebenen öffentlich das Bedauern der Nation zum Ausdruck brachte.

Aldous Huxley brachte 1956 den Begriff "psychedelisch" auf - es leitet sich von "Psyche" (Seele, Geist) und "delos" (hervorbringend oder manifestierend) her. Er war einer der ersten, die die Droge außerhalb einer medizinischen Anwendung probierten. Der Konsum der Droge breitete sich bei Wissenschaftlern, Künstlern und Intellektuellen aus, bald erschienen Reportagen in großen Magazinen. So brachte das amerikanische Magazin "Look" 1959 einen Artikel "The curious story behind the new Cary Grant", in dem der berühmte Filmschauspieler über seine LSD-Erfahrungen im Rahmen einer psychotherapeutischen Behandlung berichtete. Erst die Behandlung mit LSD habe aus ihm einen neuen, in sich selbst gefestigten Menschen gemacht, der nach drei gescheiterten Ehen nun glaube, jetzt wirklich lieben und eine Frau glücklich machen zu können. Auch das Buch von Constance A. Newland "My Self and I", in dem sie schildert, wie sie durch LSD von ihrer Frigidität geheilt wurde, dürfte zur Ausbreitung beigetragen haben. So kam es, daß die Substanz sich schneller verbreitete als das Wissen darüber, viele Menschen glaubten, es genüge, LSD zu nehmen um wunderbare Wandlungen in sich hervorzurufen. Zudem erloschen 1963 die Patente von Sandoz, so daß die Substanz praktisch von jedem hergestellt werden konnte.

Höhepunkt, sowohl was begeisterte Berichte von Drogenfanatikern und Hippies über die Wunderwirkung von LSD als auch was Meldungen von Unglücksfällen, von seelischen Zusammenbrüchen, von kriminellen Handlungen, Morden und Selbstmorden unter dem Einfluß von LSD anbetraf.

Obwohl viele Albert Hofmann die Entdeckung einer "Wunderdroge" zuschreiben, gab es in den USA bald Widerstand gegen die psychedelische Bewegung. Besonders die Gestalt von Dr. Timothy Leary wurde hierbei zum Angelpunkt. Er hatte Anfang der sechziger Jahre an der Harvard-Universität mit LSD vielversprechende Versuche gemacht. Als sich dann aus Testserien LSD-Parties entwickelten, wurde Timothy Leary aus dem Lehrkörper entlassen und gründete eine eigene Organisation, die IFIF (International Federation for Internal Freedom).

Leary´s Slogan "turn on - tune in - drop out!" wurde zu einem zentralen Glaubenssatz der Hippiebewegung. Durch Ken Kesey, der als Student an den Versuchen von Leary teilgenommen hatte und mit einer Gruppe von Leuten in seinem bunt bemalten Magic Bus durch die USA fuhr, wurden sowohl die Hippie-Ideale als auch LSD verbreitet. Kein Wunder, daß die Aufforderung, aus dem bürgerlichen Leben auszusteigen, bald bei den politischen Behörden der USA auf Widerstand traf.

LSD wurde in der Presse immer mehr verteufelt, es kursierten Gerüchte, daß Leute auf LSD dachten, sie könnten fliegen und sich dann aus dem Fenster stürzten, oder sie glaubten, sie seien eine Orange und wollten sich pellen oder man könne davon blind werden oder Chromosomenschäden bekommen. Die geschürte Hysterie war reaktionären Politikern geradezu willkommen, um LSD zu verbieten, und so große Teile der verhaßten Protestbewegung kriminalisieren zu können.

Am 16.10.1966 wurde es schließlich in den USA verboten. Unter maßgeblichem Einfluß der USA wurden die Halluzinogene dann in die Liste der besonders gefährlichen Drogen (UNO Single Convention on Narcotic Drugs) gesetzt, was einem Totalverbot des LSD für Therapie, Forschung und Freizeitgebrauch bedeutet.

In der Bundesrepublik ist LSD seit 1971 im Betäubungsmittelgesetz als nicht verkehrsfähig eingestuft.

 
LSD auf Technopartys

Seit Urzeiten werden in fast allen Regionen der Erde halluzinogene Drogen rituell eingenommen um spirituelle Erfahrungen und ekstatisches Erleben auszulösen bzw. zu intensivieren. Auch im antiken Europa wurde ein psychedelisches Ritual zelebriert: Die Mysterienspielen von Eleusis - nahe bei Athen - wurden alljährlich abgehalten, um die Göttin Demeter für eines ihrer wertvollsten Geschenk an die Menschen, den Getreideanbau, zu ehren. Es waren die bedeutendsten Mysterien des Altertums, die über einen Zeitraum von fast 2000 Jahren, von etwa 1500 v.Chr. bis ins 4. Jahrhundert n. Chr. begangen wurden. Dabei wurde von den Priestern ein Trank gereicht, der vermutlich mit dem Mutterkornpilz versetzt war, und die Teilnehmer gleichzeitig in einen ekstatisch visionären Zustand versetzt haben soll.

Im mittelalterlichen Europa wurden die Frauen, die über die Wirkung und Anwendungspraktiken von psychoaktiven Pflanzen und Pilzen wußten, von der Kirche verfolgt, der Inquisition verurteilt und als Hexen verbrannt. So ging in unseren Breiten viel von dem ursprüngliche Wissen über die vorübergehende bewußtseinsverändernde Wirkung heimischer Pflanzen und Pilze verloren.

In abgelegenen Gebieten Südmexikos konnten einige Indianerstämme ihre magischen Kulte in Verbindung mit der Einnahme von Mutterkornalkaloiden bis heute in nahezu ursprünglicher Form bewahren. Bei den Mazateken und Zapoteken benutzten die Heilpriester in religiös-zeremoniellem Rahmen einen halluzinogenen Trank, der aus dem Samen der Windenarten Turbina corymbosa und Ipomoea violazea, bereitet wird. Diese als Ololiiqui-Trank bezeichneten Droge enthält Alkaloide, die auch im Mutterkorn vorkommen, nämlich Lysergsäureamid und Lysergsäure-hydroxyethylamid, also sehr nahe Verwandte von LSD.

Der seit einigen Jahren in der Technoszene, hier vor allem bei Anhängern der Goa- und Trance-Musik zu verzeichnende Trend hin zu halluzinogenen Drogen setzt die urkultischen Traditionen von drogenvermittelten Ekstase Erlebnissen fort. Die gemeinsame Einnahme von halluzinogenen Drogen wird dabei wieder zum gruppendynamischen Erlebnis, zum verbindendem Katalysator von Ekstase und Trance.

 
Eine Partygängerin berichtet:

"Auf LSD Party zu feiern, ist für mich mehr als bei entsprechender Dekoration "Optik zu schieben" und zur Musik abzuspacen. Ich tanze dann vielmehr auf dem Spiegel meines Bewußtseins oder treffender ausgedrückt, ich schwebe frei über ihm - entmaterialisiert - und beginne mit der mich durchdringenden Musik zu verschmelzen. Ich habe das Gefühl, daß der Raum in dem ich mich befinde durch mein eigenes Ich definiert wird, und die anderen Partygäste wenn sie diesen Raum betreten in mich eintreten. Ich erkenne dann die Bedeutung dieser Personen für mein Leben und werte sie als gut und wichtig, auch wenn ich dieser Person im nüchternen Alltag scheinbar feindselig gegenüber stehe. Auf dem Dancefloor läuft Kommunikation auf höchst subtile Weise über Körpersprache und Blickkontakte ab.

Nach einiger Zeit verlasse ich dann den Dancefloor. Auf dem Weg zum Chilloutspace reichen mir rührige Partyhelfer einen aromatischen Chai und dabei ergibt sich die Gelegenheit zu einem angenehmen Gespräch. Im Chilloutspace angekommen, setze ich mich auf eine Matratze und beobachte den DJ, den ich schon lange kenne, bei der Kreation seines leicht durch den Raum schwebenden Sounds. Er produziert die Musik nicht, er spielt mit ihr und mir wird bewußt, daß er die Kunst "das Leben zu spielen" mit der Zeit zur Perfektion gebracht hat, mit einer mich faszinierenden Leichtigkeit. Über der ganzen durch eine große Friedlichkeit geprägte Szenerie, wacht ein feuerspuckender Drache, an dem sich diejenigen verbrennen, die versuchen uns auf einen Weg zu zwingen, den wir nicht gehen möchten. Ich habe das Gefühl mit höchster Sensibilität auf die mich umgebenen Menschen eingehen zu können. Kommunikation findet in einer höheren Dimension statt. Beim Sex kommt es zu einem völligen Ineinanderfließen von Körpern und Seelen.

Auch wenn ich für "begrenzte Ewigkeiten" auf solchen Partys lebe, tauche ich doch immer wieder in den nüchternen Alltag ein, um dort meine Frau zu stehen".

 
Wirkmechanismus von LSD

Damit ein Individuum in seiner Umwelt selbständig existieren kann, muß es sein eigenes Ich von seiner Umwelt und von den anderen Menschen klar abgrenzen können. Ferner muß die nahezu unendlich große Flut von optischen, akustischen und sonstigen Sinneseindrücken durch Vergleich mit unmittelbar zuvor aufgenommenen Reizen sowie mit den im Gedächtnis oder Unterbewußtsein abgelegten Informationen bewertet, interpretiert und auf ein zu verarbeitendes Maß gefiltert werden, bevor diese bewußt wahrgenommen werden können. Dabei scheint dem im Zwischenhirn lokalisierten Thalamus, der Eingangspforte zur Großhirnrinde und damit zum Bewußtsein, die entscheidende Rolle zuzukommen: Die von den Augen, von den Ohren, der Nase oder der Haut über den Thalamus eingehenden sensorischen Informationen werden in der Großhirnrinde decodiert und über eine Rückkopplungsschleife zum Thalamus zurückprojiziert, um erneut in diese Schleife eingespeist zu werden (cortico-striato-thalamo-cortikales (CSTC) Schleifen-Modell). Dieser Mechanismus schützt das Großhirn vor externer Reizüberflutung, indem die zum Thalamus zurückprojizierten Informationen einen hemmenden Einfluß auf die neu eingehenden äußeren Sinnesreize ausüben (negativer Rückkopplungsmechanismus auf den thalamischen Filter).

Das CSTC-Schleifen-Modell geht davon aus, daß psychedelische Bewußtseinszustände auf einer veränderten Interpretation von inneren und äußeren Reizmustern beruhen. Es wird zunächst angenommen, daß LSD den körpereigenen Botenstoff Serotonin aufgrund der strukturellen Ähnlichkeit imitiert. LSD führt dadurch zu einer Aktivierung bestimmter Serotonin-rezeptoren (vor allem dem 5-HT2A Subrezeptor) auf Nervenzellen des Thalamus, des Stirnhirns und des Streifenhügels (Striatums) *.

Während bei einer angstvollen Ich-Auflösung ("Horrortrip") beobachtet werden konnte, daß das Großhirn von tieferen Strukturen wie den Basalganglien entkoppelt wird, wurde bei der positiv erlebten ozeanischen Selbstentgrenzung eine Überaktivierung des Stirnhirns aufgezeichnet, die einzelnen Hirnregionen spielten aber noch geordnet zusammen. Der thalamische Filter wird geöffnet, was zu einer stark vermehrten Reizeinspeisung führt: Sinnesinformationen werden dann nicht mehr fortlaufend mit Gedächtnisspuren verglichen und damit sinnvoll interpretiert, was zu einer fundamental veränderten Ich- und Umwelterfahrung führt. Im Extremfall, bei sehr hoher LSD-Dosierung, erlebt das Gehirn dann die Welt nur noch in einzelnen Bildern ohne Zusammenhang beziehungsweise mit veränderter Bedeutung - oder als ein unermeßlich fließendes Ganzes, als einen Strom innerer Visionen.

*andere Wissenschaftler erklären die LSD-Wirkung durch eine Aktivitätshemmung der Raphe (Mittellinie) in der Brückenregion des Hirnstamms, ein Hauptzentrum der Serotoninaktivität im Gehirn.

 
Risiken und Nebenwirkungen

Vorübergehende körperliche Nebenwirkungen:
Besonders in der Anfangsphase der LSD-Wirkung können Atmung, Pulsfrequenz, Blutdruck, Körpertemperatur (Schweißausbrüche) und Blutzuckerspiegel erhöht sein. Es kann zu geweiteten Pupillen kommen. Schwindelgefühle und Benommenheit können auftreten. Diese Wirkungen sind für den LSD-Konsumenten spürbar, allerdings beeinträchtigen sie nur selten das Wohlbefinden. 

 
Bleibende Organschäden und Auswirkung auf den Fötus:

LSD -Konsum führt nicht zu Organschäden. Auch konnten keine hirnorganische Veränderungen als Folge von LSD-Konsum nachgewiesen werden.

Mögliche Gefahren für den Fötus bei LSD-Konsum während der Schwangerschaft sind unbekannt. Abnormitäten bei Kindern von LSD-Konsumenten treten nicht häufiger auf, als in der Normalbevölkerung. Die Behauptung, LSD-Konsum führe zu Erbgutveränderungen, gehört in das Reich der Ammenmärchen und Antidrogenpropaganda. Die in Laborversuchen festgestellten Chromosomenbrüche sind eindeutig auf die künstlichen Versuchsbedingungen im Reagenzglas zurückzuführen, Bedingungen bei denen auch Aspirin oder destilliertes Wasser zu Chromosomenbrüchen führen.

 
Psychische Risiken:

Die Risiken beim LSD-Konsum liegen eindeutig im psychischen Bereich und sind im Wesentlichen von der Persönlichkeitsstruktur, der vorherrschenden Grundbefindlichkeit und der aktuellen psychischen Verfassung des Konsumenten abhängig.

 
Akute Panikreaktionen - bad trips

Die Wahrnehmungsveränderungen können derart heftig werden, daß der (unerfahrene) Konsument mit ihnen nicht mehr zurechtkommt: Verwirrtheit und akute Panikanfälle können besonders in der Anfangsphase des LSD-Rauschs die Folge sein. Mit zunehmender Konsumerfahrung werden die Wahrnehmungsveränderungen meistens nicht mehr als beunruhigend empfunden und nicht mehr in Panikreaktionen umgesetzt.

Das Wiedererleben verdrängter traumatischer Erfahrungen oder das Hineinsteigern in eine akute seelische Krise können einen "bad trip" zur Folge haben, insbesondere dann, wenn dem Konsumenten eine Problembewältigung selber nicht gelingt.

Psychosen

Bei Menschen mit einer "Veranlagung zur Schizophrenie"*, soll der Gebrauch von Psychedelika Depressionen, paranoides Verhalten oder psychotische Episoden, die den natürlich auftretenden schizophrenieartigen psychotischen Zuständen ähneln, herbeiführen können. Das solche Episoden eine rein pharmakologische Wirkung der Halluzinogene darstellt, d. h. ohne Drogeneinfluß die Schizophrenie nicht bzw. nie "ausgebrochen" wäre, ist zu bezweifeln.

 
Hängenbleiben

Bei Menschen mit bestimmten Veranlagungen (z. B. besondere Ich-Schwäche), kann es nach LSD-Konsum zu länger anhaltenden mentalen Störungen kommen. Es sind Fälle bekannt, in denen Wahrnehmungsveränderungen und Halluzinationen nach der Einnahme einer einzigen (meist extrem hohen) Dosis LSD bis zu drei Wochen andauerten.

 
Flashbacks

Das Wiederauftreten der LSD-Wirkung ohne erneute LSD- Einnahme - der flashback - ist ein rätselhaftes Phänomen. 15% der LSD Anwender geben an, Flashbacks erlebt zu haben. Sie sollen durch Cannabis-Konsum, Angst, Ermüdung, Dunkelheit oder eine "psychedelische Optik" ausgelöst worden sein. Beim Flashback handelt es sich vermutlich um ein Erinnerungsphänomen, ähnlich wie beim deja vu. Die Behauptung, daß Flashbacks durch im Gehirn oder im Fettgewebe gespeichertes und später wieder freigesetztes LSD verursacht werden, konnte wissenschaftlich nie nachgewiesen werden.

 
Abhängigkeitsrisiko

Eine körperliche LSD-Abhängigkeit entsteht nicht, auch dann nicht, wenn LSD über einen längeren Zeitraum wiederholt eingenommen wird. Im Gegenteil scheint bei Personen, die massiv LSD konsumieren, das Verlangen nach diesen Substanzen mit der Zeit sogar abzunehmen. Tiere verabreichen sich im Laborversuch bestimmte psychotrope Substanzen wie z. B. Kokain, Amphetamin, Opioide und Nikotin aus eigenem Antrieb. Das Ausmaß dieser Selbstverabreichung ist je nach Substanz unterschiedlich und soll das "Mißbrauchspotential" einer Substanz für den Menschen widerspiegeln. Labortiere neigen nicht zur Selbstverabreichung von Halluzinogenen.

*Ca. 1% der Menschen auf der Erde erkranken im Laufe ihres Lebens an einer "schizophrenieartigen Psychose"; - und zwar unabhängig ihrer Hautfarbe, Herkunft und den kulturell bedingten Unterschieden in ihren Drogenkonsumgewohnheiten.

 
Resümee

Der amerikanische Pharmakologe Robert Julien resümiert in seinem Buch "Drogen und Psychopharmaka";, daß seit zwanzig Jahren einer der Klassiker unter den Lehrbüchern der Psychopharmakologie ist: " Die Furcht vor langfristigen Gefahren für den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Falle einer Ausbreitung des LSD-Konsums - wie in den USA in den sechziger Jahren - ist wohl ziemlich unbegründet. Trotz der extrem heftigen und ungewöhnlichen psychedelischen Wirkungen, die LSD auslöst, ist bezüglich gesellschaftlicher Folgen bei anderen psychotropen Substanzen (wie etwa Alkohol, Nikotin und Opioiden) durchaus mehr Besorgnis angebracht".

 
Stoffwechsel, Nachweis und Toleranzausbildung

Üblicherweise wird LSD geschluckt und innerhalb einer Stunde vom Körper resorbiert. Etwa drei Stunden nach Einnahme erreicht der LSD-Spiegel im Blut sein Maximum, was mit dem Erreichen der maximalen Wirkung übereinstimmt. Die Verteilung der Substanz im Körper erfolgt rasch, LSD diffundiert ungehindert zu seinem Wirkort im Gehirn. Die höchste Konzentration innerhalb des Körpers findet man in der Leber, wo die Droge vor ihrer Ausscheidung verstoffwechselt wird.
Die Wirkung hält normalerweise etwa sechs bis acht Stunden an.

Da LSD in extrem geringen Dosen angewendet wird, tritt es nur in Spuren im Urin auf. Konventionelle Methoden der Urinanalyse sind daher nicht empfindlich genug, um LSD nachzuweisen. Bei Verdacht auf LSD-Konsum (z.B. bei Autofahrern) werden Urinproben des mutmaßlichen Konsumenten gesammelt und in einem Speziallabor mittels Radioimmunassay auf ihren LSD-Gehalt untersucht. LSD läßt sich so bis zu drei Tage nach der Einnahme nachweisen.

LSD-Konsum führt rasch zu einer Toleranzausbildung (Gewöhnungseffekt), d.h. nach ein- bis zweimaligen Konsum innerhalb von 1-2 Tagen wird die gleiche Wirkung anschließend erst bei einer 1,5-2 fach höheren Dosis erreicht. Es besteht eine Kreuztoleranz zu Psilocybin, dem Wirkstoff aus den Zauberpilzen. Die Toleranz ist nach ca. einer Woche Abstinenz wieder aufgehoben.

 
Bewußtseinsforschung

Psychedelische Substanzen wie LSD sollen "bewußtseinserweiternd" bzw."bewußtseinsverändernd" sein oder -wie Albert Hoffman sagt-"...vergessene oder ins Unterbewußtsein verdrängte Erlebnisse beschleunigt ins Bewußtsein bringen" .Somit scheint einer der Schlüssel für die Erklärung der LSD-Wirkung in der Antwort auf die Frage "Was ist eigentlich Bewußtsein ?" zu liegen. Wir wenden uns an dieser Stelle der aufwärtsstrebenden Disziplin "Bewußtseinsforschung"* zu. Lange Zeit wurde sie von Philosophen mit der Meinung dominiert, daß sich Bewußtsein nicht definieren, geschweige denn untersuchen lasse. Keiner dieser Skeptiker vertritt einen dualistischen Standpunkt und würde demnach behaupten, daß der Geist unabhängig von der Materie existiere und sie beeinflussen könne**. Unerklärlich erscheint ihnen jedoch, wie ein physikalisches System einen bewußten Zustand haben kann. Der Wissenschaft fällt es zwar heute nicht mehr schwer, das Gehirn als informationsverarbeitende Maschine zu betrachten, die wiederum Muskeln steuert und damit dem Menschen das Handeln ermöglicht. Unerklärlich bleibt aber wie die im Gehirn verarbeiteten Sinneseindrücke in Form von Empfindungen im Bewußtsein auftauchen. Dort erst werden Schallwellen zu Klängen, elektromagnetische Strahlung zu Farben und Formen und die Ausschüttung von Streßhormonen zur subjektiv erlebten Angst. Wie wird die Wahrnehmung von Licht einer bestimmten Wellenlänge in die subjektive Empfindung von "rot" oder "grün" verwandelt. Wie kann das materielle Gehirn etwas Nichtkörperliches wie Gedanken, Ideen oder Vorstellungen erzeugen? Die skeptischen Philosophen meinen, daß die Fähigkeit zu erleben und die Erfahrungen des Subjektseins für immer vollkommen unbegreiflich bleiben wird.

Dem stellen Francis Crick (1962 Medizinnobelpreis für die Aufklärung der DNA-Struktur) und der Neurobiologe Christoph Koch ihre reduktionistische elektrophysiologische Theorie des Bewußtseins gegenüber: Freuden und Sorgen, Erinnerungen und Ambitionen, das Gefühl persönlicher Identität und freien Willens sind demnach nicht mehr als das Verhalten einer Ansammlung von einer kleinen Teilmenge der ca. hundert Milliarden Nervenzellen des menschlichen Gehirns und der zugehörigen Moleküle. Crick und Koch vertreten die These, daß das Bewußtsein von einem Prozeß herrührt, der gezielte Aufmerksamkeit und Kurzzeitgedächtnis kombiniert. Die Philosophien Pat Churchland (San Diego, Kalifornien) sieht in dem Überschreiten der Disziplingrenzen und in der Synthese aus naturwissenschaftlichen und geisteswissenschaftlichen Ansätzen den zukunftsweisenden Weg in der Bewußtseinsforschung. Dabei könnte die Fähigkeit von LSD, psychische und geistige Funktionen tiefgehend zu beeinflussen, (wie von Albert Hofmann postuliert) zu einem wertvollen Werkzeug für eine solche grenzüberschreitende Bewußtseinsforschung werden. In Zeiten in denen das menschliche Erbgut entschlüsselt wird und Körperlichkeit manipulierbar werden kann, stellt die LSD-Wirkung eine sehr beeindruckende Möglichkeit da, an sich selbst zu erfahren, daß das Bewußtsein nicht sklavisch an die Gene gefesselt ist.

*Der Bostoner Philosoph Daniel Dennett hat prophezeit, daß die Menschen bald nicht mehr Kriege um Territorien, wegen ethnischer oder religiöser Konflikte führen werden, sondern wegen der Bedrohung, welche die Bewußtseinsforschung für das Selbstbild des Menschen bedeutet.

**Während Andrew T. Weil, ein Mediziner der Universität von Arizona und Experte für psychedelische Drogen, betonte, eine vollständige Theorie des Bewußtseins müsse auch die Fähigkeit südamerikanischer Indios erklären, unter Drogeneinfluß gleichartige Halluzinationen zu erleben.

 
Außergewöhnliche Bewußtseinszustände (ABZ)

Der psychedelische Trip wurde von Aldous Huxley in die drei Kategorien Himmel, Hölle und Visionen eingeteilt. Für die moderne Bewußtseinsforschung unterteilten Ines Bodmer, Adolf Dittrich und Daniel Lamparter außergewöhnliche Bewußtseinszustände anhand von 72 in einem Fragebogen aufgelisteten Kriterien in drei Grunddimensionen. In Verbindung mit bestimmten Prädiktoren wurde so ein Konzept entwickelt, das Vorhersagen zu der Färbung eines ABZ erlaubt, gleichwohl ob diese durch Hypnose, Meditation oder psychoaktive Substanzen ausgelöst werden. Es handelt sich dabei eher um ein akademisches Modell, das einen ständigen Abgleich mit der psychedelischen Praxis bedarf.

 
Die ozeanische Selbstentgrenzung:

beschreibt den angenehm, beglückenden Aspekt eines ABZ: Empfindung von grenzenloser Freude, einem tiefen inneren Frieden und einer allumfassenden Liebe.

• Erfahrungen des Einsseins mit sich und der Welt
• Befreiung von den Beschränkungen von Raum und Zeit
• Ahnung einer höheren Wirklichkeit
• Mystisches und spirituelles Erleben

 
Die angstvolle Ich-Auflösung ("bad trip"):

Diese Dimension beschreibt den durch Angst dominierten Aspekt eines ABZ: Angst die durch den Verlust von Fähigkeiten des normalen Wachbewußtsein wie Selbstkontrolle, Urteilsfähigkeit und Realitätskontrolle ausgelöst wird.

• Gefühl des Bedroht- und Gequältseins
• Gefühl, eine fremdgesteuerte Marionette zu sein
• Angst, aus diesem Zustand nicht mehr herauszukommen
• Verzerrte und verfremdete Wahrnehmung der Umgebung

Die ozeanische Selbstentgrenzung und die angstvolle Ich-Auflösung stehen nur im scheinbaren Gegensatz. Tatsächlich treten glücksvolle Erfahrungen gleichzeitig oder abwechselnd mit angsteinflößenden auf.

 
Die visionäre Umstrukturierung:

ist der komplexeste Aspekt des ABZ und beinhaltet sowohl Wahrnehmungs- als auch Bedeutungsumstrukturierungen.

Illusionen:
Bilder, die der real existierenden Umwelt entlehnt sind, werden uminterpretiert.

Synästhesien:
Überlagerungen der Sinne, z.B. werden Töne in bestimmten Farben gesehen und umgekehrt

Pseudohalluzinationen:
Das Sehen von Dingen bzw. Szenerien die in der realen Umgebung nicht existent sind, wobei man dieses Phänomen sofort als eigentlich irreal erkennt und bewertet.

Echte Halluzinationen:
Sehen und Hören von Dingen die real nicht existent sind, ohne das man sich dessen un mittelbar bewußt ist (typisch für psychotisches Erleben und/oder das Alkoholentzugsdelir, nicht aber für den LSD-Rausch)

Dehabituation:
• Dinge aus der vertrauten Umgebung bekommen eine völlig neuartige Bedeutung
• Überaus deutliche Erinnerung an bestimmte Ereignisse
• Äußerst lebhafte Phantasie, gesteigerte Kreativität und Assoziationsvermögen

 
Faktoren (Prädiktoren) die ein ABZ beeinflussen:

Die gebrauchte Substanz

Diese Kriterien wurden nach Einnahme der psychotropen Substanzen LSD und MDMA (Ecstasy) bei 37 Versuchspersonen abgefragt: LSD rief durchschnittlich 8% weniger ozeanische Selbstentgrenzung , 10 % mehr angstvolle Ich-Auflösung und 31 % mehr visionäre Umstrukturierung hervor als MDMA

 
Persönlichkeit

Die Färbung des ABZ durch die einzelnen Grunddimensionen hängt aber auch von der Persönlichkeit der betroffenen Person ab. Um die individuelle Reaktion bezüglich der drei Grunddimensionen vorauszusagen, wurden Persönlichkeitsprofile, die mit der besonderen Ausprägung einer Dimension einhergehen, ermittelt:

Zu ABZ mit ausgeprägter ozeanischer Selbstentgrenzung neigen Menschen, die sich und andere akzeptieren, so wie sie sind, auf ihr eigenes Wohl bedacht sind, aber auch Bedürfnisse anderer anerkennen, dem Zwang zur Konformität widerstehen und sich mit der Realität gut auseinandersetzen können. Die Angst in ABZ steht im Zusammenhang damit, daß durch das völlig fremdartige Erleben das ganze innere Bezugssystem, auf welche sich die Selbst- und Welterfahrung gründet, seine Gültigkeit verlieren kann. Dazu kann eine Überflutung von Inhalten aus dem Unterbewußten kommen.

Zur angstvollen Ich-Auflösung neigen demnach Personen, die sich bei verändernden Bedingungen nur unzureichend von einmal eingeschlagenen Denk- und Handlungswegen lösen können, um andere, angemessenere zu wählen.

Bei Menschen, die im normalen Wachbewußtsein über ein großes natürliches Vorstellungsvermögen verfügen, ist der ABZ im besonderem Maße durch visionäre Umstrukturierung geprägt, verbunden mit dem Auftreten von intensiven optisch-pseudohalluzinatorischen Phänomenen.

 
Set

Vorerfahrungen, Erwartungshaltung, Grundbefindlichkeit und aktuelle Stimmung

Vorerfahrungen mit ABZ begünstigen das Erleben von ozeanischer Selbstentgrenzung und verringern das Auftreten von angstvollen Ich-Auflösung. Die Erwartungshaltung wird in der Regel im Erleben eines ABZ bestätigt. Die Untersuchung von 15 Personen, die nach LSD-Konsum psychiatrisch hospitalisiert worden waren, ergab, daß sich alle in einer Art Lebenskrise befunden haben. Dies weist darauf hin, daß nicht nur die Stimmung unmittelbar vor einem ABZ einen Einfluß auf dessen Qualität hat, sondern auch die vorherrschende Befindlichkeit während der Tage bis Wochen davor.

 
Setting

Die Wichtigkeit des Settings, also der äußeren Bedingungen, unter denen ein ABZ erlebt wird, wird zwar immer wieder betont. Timothy Leary fand einen Zusammenhang zwischen positiv empfundenem Setting und positiv erlebter Psychedelika-Wirkung. Außerdem wurde ein positiver Zusammenhang zwischen Gruppengröße und Gefühl der Gruppeneinheit, dagegen ein negativer Zusammenhang mit dem Auftreten von halluzinatorischen Phänomenen beschrieben.

 
LSD in der Psychotherapie

In den 56 Jahren, die seit der Entdeckung der LSD-Wirkung vergangen sind, hat die internationale Forschungsgemeinschaft eine wahre Flut von Untersuchungen über die psychologischen Wirkungen und die möglichen therapeutischen Anwendungen dieser Substanz hervorgebracht. Die Gesamtheit der wissenschaftlichen Literatur ist dementsprechend umfangreich und steckt voller widersprüchlicher Behauptungen. In diese Unübersichtlichkeit läßt sich eine gewisse Ordnung bringen, wenn man die Geschichte und Entwicklung dreier großer wissenschaftlicher Ansätze betrachtet, mit denen versucht wird, die Wirkungen und das therapeutische Potential von LSD zu erfassen.

 
Der psychotomimetische Ansatz

besagt, daß LSD einen geistigen Zustand hervorrufen, der einer Psychose ähnelt. Psychotomimetisch bedeutet "eine Psychose nachahmend". Diese Wirkung kann zur Erzeugung einer unter Laborbedingungen entstehenden "Modellpsychose" dienen. Das psychotomimetische Paradigma wurde zum Ausgangspunkt der Forschung in den frühen fünfziger Jahren und beeinflußte die Ausrichtung, Gestaltung und die Ergebnisinterpretationen der Experimente. Trotz zahlreicher Widersprüche hält sich diese Theorie hartnäckig, wahrscheinlich weil bestimmte Wissenschaftler es sich nicht gestatten, die gewohnten Bahnen ihres Denkens zu verlassen. Auch heute noch definieren viele Vertreter der klassischen Psychiatrie jegliches Rauscherleben als eine Art von Psychose.

 
Der psycholytische Ansatz,

demzufolge die Substanzwirkungen die dynamische Beziehung zwischen den bewußten und den unterbewußten Teilen der Persönlichkeit verändern. Psycholytisch bedeutet "den Geist auflösend". Dieser veränderte Bewußtseinszustand kann für eine psychoanalytisch ausgerichtete Psychotherapie von Nutzen sein. Das psycholytische Paradigma der "drogengestützten Therapie" erwuchs ganz allmählich aus der psychotomimetischen Richtung. Zunächst wollte man ähnlich wie bei der Elektroschock- oder Insulinschock-Therapie ein toxisches Delirium hervorrufen, um in diesem Zustand verdrängte Bestandteile von Konflikten zu verbalisieren. Man stellte aber bald fest, daß sich die meisten Patienten ganz klar an das erinnern konnten, was sie unter der LSD-Wirkung erlebt hatten. Diese unbeeinträchtigte Erinnerung an die Erlebnisse im außergewöhnlichen Bewußtseinszustand war für die therapeutische Integration neuer Einsichten im normalen Wachzustand sogar von entscheidender Bedeutung und ist für ein Delirium überhaupt nicht typisch. Man wurde sich bewußt, daß das psychotomimetische Paradigma einen Versuch darstellt, die Wirkung einer völlig neuen Wirkstoffklasse überholten Rahmenbedingungen anzupassen.

Psycholytische Therapieformen fanden in Europa gegen Ende der fünfziger Jahre beträchtliche Verbreitung und seit den frühen Sechzigern auch unter den Therapeuten in den USA ihre Anhänger. Der psycholytische Ansatz beinhaltet die wiederholte Verwendung niedriger Dosierungen psychedelischer Substanzen (z.B. 30-60 Mikrogramm LSD) im Rahmen einer psychoanalytisch ausgerichteten Psychotherapie. Die Sitzungen erstrecken sich üblicherweise über einen Zeitraum von sechs Monaten bis zwei Jahren. Der Prozeß umfaßt eine Tiefenanalyse der Drogenerfahrungen während und nach den Drogensitzungen. Ziel ist es dabei, psychodynamisch relevantes Material einschließlich verdrängter Kindheitserinnerungen aufzudecken. Dabei ging man davon aus, daß psychedelische Substanzen eine Übertragung erleichtern und gleichzeitig die Einsicht der Patienten in ihre Übertragung auf den Therapeuten verstärken.

Typische Indikationen sind Angst- und Zwangsneurosen, neurotische und reaktive Depressionen. Auch konnten vordem als therapieresistent erachtete Patientengruppen mit gutem Erfolg psychotherapeutisch behandelt werden. Kontraindikationen stellen dagegen hysterforme Neurosen, Psychosen, Borderlinefälle sowie konstitutionell infantile und ich-schwache Personen dar.

 
Der psychedelische Ansatz

sieht diese Substanzen als Mittel zur Erleichterung mystischer Erfahrungen und Gipfelerlebnisse, vorausgesetzt man nimmt sie in der richtigen (hohen) Dosierung und in einem passenden Setting zu sich. Psychedelisch bedeutet "die Seele offenbarend". Man sieht in diesen Erfahrungen das Potential zu tiefgreifenden, anhaltenden und positiven Persönlichkeitsveränderungen. Dieser Ansatz konzentriert sich auf den Höhepunkt einer Drogenerfahrung oder ein mystisches Drogenerlebnis, das an sich schon als potentiell heilkräftig gilt. Von diesem Phänomen nimmt man an, daß es auch im Schamanismus naturnah lebender Völker heilend genutzt wird.

Eine Psychotherapie soll, wenn sie mit dieser Erfahrung verbunden ist, diese vorbereiten und leichter machen. Das ist etwas ganz anderes als das psycholytische Paradigma einer drogengestützten Therapie, bei dem der Schwerpunkt auf dem therapeutischen Prozeß liegt, der durch die Substanzwirkung erleichtert werden soll.

In einem psychedelischen Setting richtet man alles auf das Hervorrufen einer mystischen und religiösen Erfahrung aus. Es werden hohe Dosierungen (zwischen 250 und 850 Mikrogramm LSD) verwendet, um mächtige, überwältigende Bewußtseinsveränderungen zu fördern und die Klienten in transpersonale und kollektive Dimensionen des Bewußtseins hineinzuführen. Die äußere Umgebung wird entsprechend vorbereitet: Sie ist ästhetisch angenehm; man spielt meist sorgfältig ausgewählte Musik. Der psychedelische Ansatz hat sich am meisten bei der Auseinandersetzung mit Sterben und Tod bewährt, wie z. B. bei Krebs- und AIDS-Patienten. Bei der Behandlung von Neurotikern und Patienten mit anderen Persönlichkeitsstörungen hat sich jedoch gezeigt, daß mehrere drogengestützte Sitzungen und eine psychotherapeutische Einbettung unverzichtbar sind.

Unabhängig welcher psychologischer Ausrichtung man folgt, zeigen die hier aufgeführten Beispiele, daß LSD ein beachtliches therapeutisches Potential besitzen muß.

Weitere Forschung, ausgerichtet an neusten psychologischen Erkenntnissen und Ergebnissen aus der Bewußtseinsforschung, ist notwendig.

 
Die rechtliche Situation

Lysergid (LSD) ist gesetzlich als sog. "nicht verkehrsfähiges" Betäubungsmittel klassifiziert und der Anlage I des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) unterstellt. LSD ist damit in der rechtlichen Bewertung z.B. dem Heroin gleichgestellt. Zwar steht nach den gesetzlichen Bestimmungen der Drogenkonsum als solcher nicht unter Strafe, da nach der Logik des Gesetzgebers sich jeder selbst schädigen darf. Sämtliche konsumbezogene und konsumvorbereitende Handlungen, wie etwa der Erwerb und Besitz, das Herstellen und Abgeben und dementsprechend auch das Handeltreiben werden nach dem BtMG aber mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren geahndet.

Damit genügt es, daß jemand mit einer bestimmten LSD-Menge angetroffen wird und eine eindeutige Zuordnung zur Person den Umständen nach möglich ist. Im Anschluß an die polizeilichen Ermittlungen kann die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Verstoßes gegen das BtMG erheben. Das Gericht entscheidet dann darüber, ob eine strafgerichtliche Hauptverhandlung eröffnet oder das Verfahren eingestellt wird. Eine Einstellung des Verfahrens kommt im Vorfeld durch die Staatsanwaltschaft oder nach Anklageerhebung durch richterliche Entscheidung auch bei Ersttätern nur in Betracht, wenn kein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung besteht. Hierzu kommt es auf die Umstände des Einzelfalls an. Ist die mitgeführte LSD-Menge offensichtlich zum Eigenkonsum bestimmt und handelt es sich um eine geringe Menge, dann kann eine Verfahrenseinstellung wegen geringer Schuld und mangelndem öffentlichen Interesse schon vom Staatsanwalt vorgenommen werden. Dies setzt voraus, daß der Beschuldigte keine gesellschaftliche Position mit Vorbildcharakter (z.B. Lehrer u.ä.) hat, die ein öffentliches Strafverfolgungsinteresse begründen könnte. Eine geringe Menge im Sinne der Vorschriften zur Verfahrenseinstellung liegt bei etwa einem Zehntel des von den Gerichten definierten Wertes zur sog. "nicht geringen Menge". Bei LSD liegt dieser Wert nach der Definition des Bundesgerichtshof bei 6 mg. Dementsprechend werden Konsumeinheiten von bis zu einem halben mg als geringe Menge zu einer Verfahrenseinstellung führen können. Das Gericht kann die Verfahrenseinstellung mit der Auflage zur Zahlung eines Geldbetrages für gemeinnützige Zwecke verbinden.

Angesichts der ca. 8 bis 12 Stunden anhaltenden psychotropen Wirkung des LSD ergeben sich bestimmte Rechtspflichten hinsichtlich der Straßenverkehrsteilnahme.

Die LSD-Einnahme wird innerhalb der Wirkdauer bei den meisten Konsumenten zur Fahruntüchtigkeit führen. Eine Teilnahme am Straßenverkehr in fahruntüchtigem Zustand wird, auch wenn sie fahrlässig begangen wird, nach dem Strafgesetzbuch mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr bestraft. Rechtlich folgenlos bleibt die Fahrt unter LSD-Einfluß nur dann, wenn der Fahrer fahrtüchtig und unauffällig am Straßenverkehr teilnimmt. Anders als bei anderen Substanzen (z.B. Cannabis, Speed oder Ecstasy), bei deren Nachweis im Blut auch fahrtüchtiges Verhalten nach dem neugefaßten Straßenverkehrsgesetz als Ordnungswidrigkeit (bis zu 3000 DM Geldbuße) angesehen wird, ist LSD (noch) nicht in der Liste der "berauschenden Mittel" ausdrücklich aufgeführt. Ungeachtet dessen erscheint aufgrund der Möglichkeit, nach einer LSD-Fahrt zur Fahrtüchtigkeit begutachtet zu werden, das Risiko einer Verurteilung nach den Vorschriften des Strafgesetzbuches relativ hoch.

 
Drogenpolitische Forderungen

Als eine notwendige Sofortmaßnahme sieht das GAJB das sog. Drugchecking, welches eine Substanzüberprüfung für den Konsumenten über öffentlich zugängliche Stellen (z.B. Apotheken) ermöglicht. Durch diese Maßnahme kann der User vor einer Überdosierung und vor möglichen Verunreinigungen geschützt werden. Um den konsequenten Konsumentenschutz zu gewährleisten fordert das GAJB die Abgabe von qualitativ hochwertigen LSD-Produkten und anderen Drogen durch qualifiziertes Personal in speziellen Drogenfachgeschäften an Personen ab 16 Jahre. Lediglich bei Heroin und Kokain soll die Abgabe auf ärztliches Rezept erfolgen.

In einem Drogenfachunterricht an den Schulen soll sachlich über positive und negative Wirkungen von Drogen aufgeklärt werden. Vergleichbare Angebote muß es auch im Bereich der Erwachsenenbildung geben, z.B. an Volkshochschulen. Werbung für Drogen sollte verboten werden, da diese keinen aufklärerischen, sondern einen verführerischen Charakter hat. Außerdem setzt sich das GAJB für den Auf- und Ausbau von europäischen Selbsthilfenetzwerken mit u.a. kulturellem Charakter ein, um einer Ghettoisierung der Konsumenten durch die nationalen Drogenhilfeeinrichtungen zu begegnen.

Spitzkegeliger Kahlkopf

 PILZ-INFO

Zur Substanz:

"Zauberpilze", "Magic Mushrooms", "Psilos" enthalten meist in unterschiedlichen Anteilen die Wirkstoffe Psilocin und Psilocybin, seltener auch Baeocystin. Sie wurden bereits vor Jahrtausenden in spirituellen Zeremonien benutzt. Nachdem in der westlichen Welt die Wirkstoffe untersucht waren - sie wurden 1958 von Albert Hofmann (dem Entdecker des LSD) isoliert - begann das Interesse an den Pilzen stark zu wachsen. In den frühen 60´er Jahren wurde Psilocybin vor allem in der Psychotherapie eingesetzt. In letzter Zeit setzt sich der Pilz vermehrt als Partydroge durch. Es gibt diverse Sorten an Pilzen, die diese Wirkstoffe enthalten. Am gängigsten sind: Psilocybe semilanceata (Spitzkegeliger Kahlkopf), Psilocybe cyanescens, Psilocybe Mexicana, Stropharia cubensis. Je nach Sorte schwankt der Wirkstoffgehalt erheblich. Im Schnitt kann man von einem Wirkstoffgehalt von 0,1-max.2% des Trockengewichtes ausgehen.

 
Einnahme und Wirkung:

Die Pilze werden in der Regel getrocknet gegessen. Eine übliche Dosis liegt zwischen 5 und 20mg des Wirkstoffes. Eine mittlere Dosis liegt bei etwa 10 mg des reinen Wirkstoffs, bezogen auf das Gewicht getrockneter Pilze entspricht dies ca. 0,5g Psilocybe cyanescens, 1g Psilocybe semilanceata und 2g Stropharia cubensis.

Die Wirkung der Pilze beginnt nach ca. 1 Stunde und hält bis zu 5 Stunden an. Vorher kann es vor allem zu körperlichen Reaktionen bis hin zu Übelkeit kommen. Eine generelle Wirkungsbeschreibung ist schwierig, wie Du die Erfahrung wahrnimmst hängt stark von Deiner momentanen Einstellung (Set), sowie der Umwelt in der du sie nimmst (Setting), ab. Psilocybin ist ein Schlüssel zum Unbewußten, und bewirkt eine Veränderung der Wahrnehmung sowohl Deiner selbst, als auch der Umwelt. Dies reicht von "bunten Bildern" bis hin zum Aufdecken von tief verschüttetem unbewußten Material. In der Regel kann man die stark intensivierten, vielleicht veränderten Wahrnehmungen auf den Genuß von Pilzen ursächlich zurückführen (was sehr beruhigend wirken kann - " Ist ja alles nur ein Trip"). Wenn das Set jedoch von Angst oder Unsicherheit geprägt ist, kann es schnell zu einer Überschüttung mit unangenehmen Inhalten kommen, die Kontrolle über den Trip kann verloren gehen.

In einem solchen Falle ist es vor allem wichtig, Ruhe zu bewahren und möglichst Menschen bei sich zu haben, denen man vertraut. Noch besser ist, wenn wenigstens einer dieser Menschen nüchtern ,und somit in der Lage ist, neutral über die Situation zu urteilen.

Auf Parties besteht immer die Gefahr auf unangenehme Leute und Situationen zu stoßen. Die erhöhte Suggestibilität auf Pilzen sorgt leicht für Verwirrung.

 
Psychonauteninfo:

Abhängig von dem Umfeld und Deiner Persönlichen Intention kann die Pilzreise höchst unterschiedliche Außmaße annehmen. Wer vorhat eine Reise nach innen zu begehen sollte sich entsprechend vorbereiten. Reflektiere Deine Absicht und schaue ob die Umstände dieser Absicht dienlich sind. Siehe zu, daß das Umfeld auf Deine Intention abgestimmt ist.
Ein Trip in der Natur wird in der Regel andere Inhalte haben, als einer mit geschlossenen Augen auf dem Rücken liegend in der eigenen Wohnung.
Keine Vorsichtsmaßnahme ist eine Garantie, daß der Trip auch so verläuft, wie Du es Dir wünschst. Sei bereit, Dich von der Erfahrung überraschen zu lassen, damit sie Dich nicht überrennt. Am produktivsten wird die Reise bei entsprechender Vor- und Nachbereitung.

 
Gefahren:

Wie bei den meisten Psychedelika liegt die größte Gefahr nicht in einer körperlichen Vergiftung, sondern darin, daß man die Inhalte der Erfahrung nicht integrieren kann. Der beste Schutz ist eine genaue Reflektion der Situation. Niimm Pilze nur dann, wenn Du das Gefühl hast, daß es gerade paßt, und daß in Deinem Leben gerade Raum ist für eventuell weitreichende neue Erfahrungen. Du solltest gut drauf sein, dich wohl fühlen sowohl bei den Leuten, die mit dir Reisen, als auch in der Umwelt in der Du die Pilze nimmst.

 
Achtung: Psilocybin und Pilze sind illegal und unterliegen dem BtmG, wir wollen mit diesem Beitrag niemanden zum Konsum dieser Substanzen animieren, sondern lediglich über Wirkungen und Gefahren informieren. Der Autor übernimmt daher keinerlei Verantwortung für eventuelle Konsequenzen, die sich aus dem Miþbrauch der beschriebenen Substanzen ergeben.

 

KOKAIN-INFO
Cocain, Schnee, Base, Crack

Zur Substanz:

Cocain ist das Hauptalkaloid des in den Anden beheimateten Kokastrauches, dessen Blätter nachweislich schon vor gut 5000 Jahren gebraucht wurden. Auch heute gehört das Kauen von Coca-Blättern, die neben dem Cocain noch viele weitere Alkaloide, Vitamine und Spurenelemente enthalten, und die Bereitung von Coca-Tee zum Alltag der Bevölkerung in Peru, Ecuador, Bolivien und Kolumbien. Cocain ist eine farb- und geruchlose, stark bitter schmeckende, transparente (und daher weiss erscheinende) Substanz. Der Stoff ist leicht wasserlöslich und taucht meist als (immer mit Zusätzen verschnittenes) Pulver auf (Cocain-Hydrochlorid, "Schnee"). Eine besondere, rauch- und handelbare Form des Cocain stellt Crack dar ("Rock Cocaine", "Steine"). Die qualitativ hochwertigen Brocken reinen Cocains ("Freebase") zerfallen dagegen auf Grund der hohen Flüchtigkeit der reinen Base schnell und können daher kaum gehandelt werden.
Die Isolierung des Cocains aus der Cocapflanze gelang erstmals 1860. Ab ca. 1880 setzten Ärzte es in vielfacher Weise ein, darunter beim Morphium- und Alkoholentzug, gegen Asthma und Depressionen und zur allgemeinen Leistungssteigerung, so dass es schnell den Ruf eines Allheilmittels erlangte, für das in der Folgezeit kräftig die Werbetrommel gerührt wurde. Schon kurz darauf war das Wort "Kokainismus" geboren als Ausdruck des Drangs, sich den Stoff immer wieder zuzuführen (obwohl bei Cocain keinerlei körperliche Entzugssymptome auftauchen). Trotzdem war Cocain lange Zeit frei erhältlich und wurde auch diversen Genussmitteln beigemengt.

Während bis dahin fast ausschliesslich bestimmte Berufsgruppen mit dem Stoff in Berührung gekommen waren (zumeist Ärzte und Apotheker, Soldaten, Künstler und Intellektuelle), fand Cocain nach seinem Verbot mit dem Ende des Ersten Weltkrieges grosse Verbreitung bis in die Durchschnitts-Bevölkerung. So bescherten die zwanziger Jahre insbesondere Berlin eine ernst zu nehmende Coca-Szene - und bald darauf den Ruf nach polizeilichen Massnahmen zur Eindämmung von exzentrischem Verhalten, Freidenkertum und - nicht zuletzt - dem Ausleben sexueller Freizügigkeit. Nachdem ihm die billigeren Amphetaminprodukte unter den aufputschenden Substanzen seit den 30er Jahren den Rang abgelaufen hatten, verbreitete sich Cocain seit den 70er Jahren wieder, zunächst in den USA. Seit Mitte der 80er Jahre erhöhte sich auch in Europa die Nachfrage ständig, vor allem in den 90ern sank zudem der Preis kräftig. Neben seinem Gebrauch zu Genusszwecken und zur Selbstmedikation wird Cocain heute legal als Lokalanästhetikum in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, in der Augenheilkunde und bei plastischen Operationen angewandt.

 
Einnahme:

oral:
Geschluckt oder ins Zahnfleisch gerieben hält der Coca-Rausch am längsten an. Es kann aber auch am wenigsten Wirkstoff die Blut-Hirn-Schranke passieren, so dass die Effekte vom User als weniger intensiv erlebt werden als bei anderen Einnahmeformen.

nasal:
Das Schnupfen von Cocainsalz stellt die meist verbreitete Gebrauchsform dar. Dazu muss das Salz zu möglichst feinem Pulver zerstäubt werden, um die Wirksamkeit der Substanz zu erhöhen. Der Wirkungseintritt erfolgt beim Sniefen nach etwa 5-15 min. und hält ca. 60-90 min. an. Eine übliche Dosierung liegt bei ungefähr 25 mg pro Nase, ist aber je nach Reinheits- und Beimengungsgrad sowie individuellem Bestreben sehr variabel. Für das Einziehen durch die Nase sollten scharfkantige Gegenstände (Strohhalme o.ä.) vermieden werden, weil sie die Nasenwände aufreissen können. Besser eignet sich ein Geldschein oder ein Röhrchen mit runden Kanten.

inhaliert:
Zwar verbreitet sich das Produzieren von Crack (mit Natriumcarbonat aufgekochtes Cocain) in Europa nur schleppend. Die so genannten "Steine", die beim Rauchen (in einer Metall- oder Wasserpfeife) "knacken" (to crackle), sind aber inzwischen in den offenen Szenen jeder deutschen Grossstadt zu erwerben. Auch Freebasing spielt seit Jahren eine zunehmende Rolle. Dazu wird Cocain mit Ammoniak zusammen aufgekocht bis sich das reine Coca-Alkaloid absetzt. Die somit in einer Pfeife rauchbare Substanz muss aufgrund seiner Flüchtigkeit bald konsumiert werden. Da der Schmelzpunkt von Cocain sehr hoch liegt, eignen sich nur bestimmte Pfeifen (insbesondere Metallpfeifen) zum Basen oder Crackrauchen. Zum Basen kann auch eine Alufolie benutzt werden, dabei geht allerdings viel von der Substanz in die Umgebung verloren. Vor dem nächsten Hit sollte eine Pfeife gründlich von allen Rückständen befreit werden. "Normales" Cocain eingedreht in eine Zigarette ("Cocarette") wirkt ebenso schnell, auf Grund des hohen Schmelzpunktes von Cocain geht allerdings das meiste der Wirksubstanz verloren.

i.v.:
Intravenös konsumiert wirkt Cocain noch stärker und schneller als geraucht. Die Wirkung lässt aber auch ebensoviel schneller nach, wie sie eingesetzt hat. Spritzen bringt aufgrund der vielfach höheren Infektionsgefahr das höchste Risiko mit sich. Aufgrund seiner betäubenden Wirkung merkt der User oft zuerst nicht, wenn die Vene nicht getroffen wurde. Zudem verstärkt die durch das Cocain auftretende Neigung zu Gewebsreizung (Juckreiz) und häufigem Kratzen die Gefahr von Abszessen. Den Stoff immer abzukochen und stets steriles Besteck zu gebrauchen verringert die Infektionsgefahr erheblich und sollte selbstverständlich sein.

 
Wirkung:

Für die Wirkung spielt die Einnahmeart des Stoffes eine wesentliche Rolle: Während geschlucktes Cocain zwar die längste Wirkdauer besitzt, dabei aber durch Zersetzungsprozesse ineffektiv eingesetzt ist, nimmt beim Schnupfen die Konzentration im Blutplasma ca. 20 min. lang zu und ist in geringem Ausmass noch ca. 3 std. später messbar. Euphorisierende Effekte halten bis zu eineinhalb Stunden an. Bei intravenöser Injektion und beim Rauchen wird die Substanz dagegen innerhalb einiger Minuten vollständig absorbiert, die erwünschte Wirkung hält allerdings auch nur sehr kurze Zeit an (i.d.R. einige Minuten).

Cocain wirkt erregend sowohl auf das zentrale wie auf das vegetative Nervensystem. Herz- und Atemfrequenz, Blutdruck, Körpertemperatur und Blutzuckerspiegel steigen an, Gefässe werden verengt, Schwitzen nimmt zu, die Pupillen weiten sich. Es kommt zu Antriebssteigerung, Appetit- und Müdigkeitsverlust, der von Rededrang, Unruhe und Aufgeregtheit begleitet sein kann. Die Toleranz gegenüber Alkohol, Opiaten und anderen Drogen ist für die Dauer der Cocain-Wirkung deutlich erhöht. Bei besonders hohen Dosierungen können auch halluzinatorische Effekte wie verschwommene Bilder, Lichtblitze, geometrische Formen und verzerrte Wahrnehmungen auftreten. Typisch für den Verlauf beim Cocain-Gebrauch ist nicht nur der spezielle Kick durch die euphorisierende Wirkung, sondern auch das depressive Stadium beim Runterkommen. Die Nachwirkungen werden allerdings je nach individueller Verträglichkeit, Dosis, Einnahmeform und Setting sehr unterschiedlich erlebt. Bei "runs" über mehrere Tage oder Dauergebrauch bei hohen Dosierungen sind manische oder paranoide Zustände einschliesslich Halluzinationen allerdings fast zwangsläufig. Eine Cocain-Depression kann auch unterschwellige Aggressionen zutage bringen und zu unkontrollierten Gewaltausbrüchen führen.

 
Psychonauteninfo:

Sein Eingreifen in den Gesamtorganismus macht die Faszination des Gebrauchs aus: Cocain vermittelt Exotik und Erotik bei gleichzeitiger Energiegeladenheit und gesteigerter Leistungsfähigkeit. Sein hoher Preis, die Illegalität bei gleichzeitiger Suche nach Reinheit und die gedankliche Verbindung zum Jet Set tun ein übriges. Der legendär zu nennende Ruf des Cocains als Aphrodisiakum ist vor allem auf dem Hintergrund seines komplexen Wirkspektrums erklärbar: Wenn auch die Steigerung von körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit nicht endgültig bewiesen ist, so hält es doch wach und sorgt somit für längere Ausdauer. Von seiner Fähigkeit, die Erektion zu verlängern sowie den Orgasmus hinauszögern zu können und ihn intensiver zu erleben, wird häufig berichtet. Luststeigerung durch Auftragen von Coca-Spuren oder mit Coca versetzten Salben beruht allerdings wohl allein auf den örtlich betäubenden Effekten und ist auch durch entsprechende legale Präparate in ähnlicher Form möglich. Bei zu hohen Dosen oder Dauergebrauch kann die erotisierende Wirkung aber auch umschlagen, Erektions- und Orgasmus-Schwierigkeiten können die Folge sein. Bei DauergebraucherInnen tritt nicht selten vorübergehende sexuelle Unlust auf. Unter den Südamerikanischen Völkern symbolisiert die Coca-Pflanze weltliche Macht durch göttliche Erleuchtung. In der westlichen Welt gilt Cocain dagegen gemeinhin als "Ego-Droge", denn sein Gebrauch senkt zuweilen die Bereitschaft, sich auf andere einzulassen. Wer sich in der Kälte eingerichtet hat wird oft Probleme haben, sich in Situationen zurechtzufinden, in denen Nähe und Wärme spürbar wird.

 
Safer Use:

Cocain entzieht dem Körper Flüssigkeit und trocknet ihn daher aus. Die Wahrscheinlichkeit ist daher erhöht, sich über Verletzungen der Schleimhäute Infektionen zuzuführen. Dies gilt vor allem auch bei ungeschütztem Sex. Das direkte Auftragen auf entzündliche Teile (Geschlechtsteile, Zahnfleisch usw.) führt zu erhöhter Anfälligkeit in diesen Körperbereichen.
Dauerkonsum durch die Nase führt häufig zu chronischem Schnupfen und Schädigungen der Nasenscheidewand. Dauerkonsumenten sollten daher regelmässige Nasenspülungen (mit Salzlauge) vornehmen, um Schäden für die Nasenscheidewand (Schleimhautreizungen, Infektionen) zu verringern.
Chronische GebraucherInnen sind auch häufiger von Infektionen und Abwehrschwächen betroffen - häufige Erkältungen und allgemeine Erschöpfung, bei exzessivem Gebrauch auch krasse körperliche und psychische Verfallserscheinungen können die Folge sein. Allgemein gilt: viel Flüssigkeit während und nach dem Gebrauch zu sich nehmen, viele Vitamine essen, viele Nährstoffe zuführen. Zur Entschlackung auch an den Tagen nach Cocain-Gebrauch viel trinken (kein Alk!).

Die Kreislaufbelastung durch den Stoff kann bei Überdosierung zu ernsthaften Komplikationen führen. Tremor und Krämpfe können die Folge sein. Im Einzelfall nimmt bei ungünstigen Rahmenbedingungen die Sache einen tödlichen Ausgang. Bei akuter Überdosierung ist sofort ein Notarzt zu rufen, der bei Übererregung oder Krämpfen Valium, bei Herz-Kreislauf-Attacken stabilisierende Mittel geben kann (Ärzte unterliegen der Schweigepflicht!). Der Übergang zur gefährlichen Dosis hängt von vielen individuellen Faktoren (Gewicht, Alter, Entgiftungsfähigkeit usw.) ab. Dauergebraucher sind kurioserweise oft schneller von Überdosierungssymptomen betroffen. Die akute physische Stimulierung hat bei ihnen oft auch zur Folge, dass körperlicher Abbau, Schlaflosigkeit, sexuelle Lustlosigkeit, Ängste, Nervosität und Aggressivität auftreten. Allgemein gilt aber auch: Jeder Gebrauch von Cocain kann - auch bei niedrigen Dosierungen und langjähriger Erfahrung - zu überraschenden, nicht erwarteten psychischen und physischen Reaktionen führen! Daher: Cocain nie alleine konsumieren, damit Freunde in Krisensituationen eingreifen können.

Wenn der Stoff als Salz vorliegt, ist in der Regel über den Reinheitsgehalt nichts bekannt. Das Pulver ist in aller Regel mit Trauben- und Fruchtzuckern, Ascorbinsäure (Vitamin C), Coffein, Lidocain oder ähnlichen Substanzen gestreckt. Oft werden Cocain auch Amphetaminprodukte beigemengt, um die subjektive Wirkung zu steigern. Speed und einige andere Substanzen können aber in erheblich höherem Masse als Cocain in das Körpergeschehen eingreifen, erheblich länger wirken und werden häufig als sehr unangenehm erlebt. Eine Überdosierung mit Amphetaminen kann insbesondere zu einer unkontrollierten Steigerung der Herztätigkeit führen. Es sollte daher immer ein vorsichtiges Herantasten an die gewünschte Dosis erfolgen. Eine Testdosis sollte beim Sniefen 25 mg deutlich unterschreiten.

Das regelmässige Rauchen von Cocainprodukten macht durch die gefässverengende Wirkung anfällig für Heiserkeit, Bronchitis oder weitergehende Lungenschäden.
Babies rauchender und i.v.-konsumierender Mütter sind einigen Studien zufolge häufig von körperlichen Schädigungen betroffen.

Personen mit einer Vorschädigung der Nieren, Leute mit Herzschwächen oder Herz-Rhythmus-Störungen, Diabetiker und andere Leute mit Stoffwechselerkrankungen sowie Epilektiker setzen sich beim Gebrauch von Cocain einem besonders hohen Risiko aus. Bei Dauergebrauch können Psychosen einsetzen. In diesem Fall ist dringend psychiatrische Hilfe zu konsultieren.

Erfahrene User sorgen dafür, dass immer nur eine begrenzte Menge (evtl. nicht mehr als ein halbes Gramm pro Person pro Event) Cocain zur Verfügung steht, um ein unkontrolliertes "Wegziehen" des kostbaren Stoffes und die Gier nach immer mehr im Rahmen zu halten.

Wer Cocain nur bei einem ihm bekannten (Stamm-)Dealer kauft, vermindert das Risiko, stark "verpanschten" Stoff angedreht zu bekommen. Auf Cocain ist die Toleranz für Alkohol und einige andere Drogen (Opiate, Cannabis etc.) deutlich erhöht, so dass der Berauschungsgrad durch diese Drogen subjektiv oft nicht mehr wahrgenommen wird.

Allgemein kann durch die Cocain-Wirkung die Wahrnehmung von Gefahrensituationen und Risiken getrübt sein. Wer auf Cocain ein Kraftfahrzeug führt, gefährdet sich und andere.<

Cocain ist im Blut ca. 6 std., im Urin einige Tage nachweisbar. Wer in dieser Zeit aktiv am Strassenverkehr teilnimmt, steht in Gefahr, seinen Führerschein zu verlieren. Nach einem oder zwei Tagen Schnee ist es an der Zeit, in die Sommerpause zu gehen.

Achtung: Cocain ist illegal und unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz. Wir wollen mit diesem Beitrag niemanden zum Konsum dieser Substanz animieren, sondern über Wirkungen und Risiken informieren. Der Autor übernimmt keinerlei Verantwortung für eventuelle Konsequenzen, die sich aus dem Gebrauch der beschriebenen Substanz ergeben.

 
SPEED-INFO

Die Droge

Unter Speed (Peppen) versteht man Zubereitungen, die das vollsynthetische Amphetamin und Methamphetamin enthalten. Bei beiden Wirkstoffen handelt es sich um stark aufputschende, kokainähnliche Psychostimulanzien. Meistens wird Speed als weißes Pulver, selten in Tablettenform angeboten. In dem unter Schwarzmarktbedingungen erworbenen Speed schwankt der Amphetamingehalt erheblich. In den von EVE & RAVE zur Analytik gegebenen Untersuchungsproben (Zeitraum 1996) bewegte sich der Amphetamingehalt zwischen 11% und 83%. Dadurch kann es schnell zu einer gefährlichen Überdosierung kommen.

 
Geschichte

Amphetamin wurde erstmals 1887 synthetisiert. Für medizinische Zwecke wurde es erst Anfang der dreißiger Jahre dieses Jahrhunderts als Asthmamittel (Handelsname: Benzedrin) wiederentdeckt. Das Ausmaß der nicht-medizinischen Anwendung scheint mit den besonderen Anforderungen und Lebensbedingungen "der Menschen in ihrer Zeit" einherzugehen, und zwar völlig unabhängig von den gesetzlichen Rahmenbedingungen. Studenten waren mal wieder die ersten - und sie benutz(t)en die leistungssteigernde Wirkung des Amphetamins um ihren Prüfungsstress zu begegnen. Lastwagenfahrer, Manager, Ärzte und Polizisten nehmen Speed um der berufsbedingten physischen und psychischen Dauerbelastung stand zu halten, Leistungssportler um ihre Konkurrenz abzuhängen (einige zahlten dafür mit ihrem Leben durch den sogenannten Dopingtod) und Frauen bedienen sich der appetitzügelnden Wirkung der Amphetamine um dem "Schönheitsdiktat" ihrer (Ehe)männer zu genügen. Während des zweiten Weltkriegs kam es zu einem beispiellosen Anstieg des Amphetamin-Konsums. Vor allem in den amerikanischen, japanischen und deutschen Streitkräften wurden Amphetamine in großen Mengen an die Soldaten verteilt, um deren Leistungsfähigkeit zu steigern und die Moral der Truppen zu stärken. Auch der sich anschließende Wiederaufbau wurde durch Amphetamine "beschleunigt". Seit dem läuft die Mittelstandsdroge Speed in vielen Lebensbereichen der unterschiedlichsten Anwendergruppen unauffällig mit. Eine besonders starke Verbreitung in der "Normalbevölkerung" finden heute der Konsum von Amphetaminen in der Arbeits- und Leistungsgesellschaft Japans.

In der experimentierfreudigen Technoszene werden Amphetamine vor allem zum nächtelangen Durchraven eingesetzt und die "Hochleistungspartys" der Gabba-Szene wären ohne Speed sicherlich nicht das was sie nun mal sind. Speed kommt aber auch am Montagmorgen zur Anwendung, wenn man nach durchgefeierten Wochenenden wieder fit für den Arbeits- und Schulalltag seien möchte.

 
Wirkprinzip

Amphetamin wirkt wie Kokain in erster Linie indirekt d. h. die Konzentration der körpereigenen Bootenstoffe Noradrenalin und Dopamin wird in bestimmten Teilen des Gehirns erhöht. Im Gegensatz zu Kokain, das lediglich die Wiederaufnahme der Botenstoffe in die präsynaptische Nervenzelle hemmt, dringen die Amphetaminmoleküle noch zusätzlich in die Nervenzelle ein und bewirken dort die Freisetzung von Noradrenalin und Dopamin aus den Speicherbläschen. Außerdem kommt es zu einer Freisetzung des "Stresshormons" Adrenalin aus dem Nebennierenmark.

Die Adrenalin und Noradrenalin-Freisetzung versetzt das Individum in Alarmbereitschaft und ist Teil des sogenannten fight/flight/fright-Urinstinkts (angreifen/flüchten/fürchten): Alle Körperfunktionen die zum Kämpfen oder Flüchten notwendig sind wie Atmung, Blutdruck und Puls werden aktiviert. Durch die Noradrenalinfreisetzung im Gehirn kommt es zu einer gerichteten Aufmerksamkeit, und einem gesteigerten Selbstbewußtsein (im Sinne von:"es ist okay und ich werde es schaffen!"). Schmerzempfindung, Hunger und Durstgefühlen werden in kritischen Stress-Situationen gegen Null reguliert.

Dopamin ist an der Steuerung von Gefühlen und Denkvorgängen beteiligt. Es steht im Zentrum des Belohnungssystems im Gehirn, d. h. mit seiner Ausschüttung belohnt sich der Organismus mit einem "Gefühl der Zufriedenheit" für belohnenswerten Aktionen wie Sozialverhalten (z. B. Brutpflege), Nahrungsaufnahme und Fortpflanzungsaktivitäten. Parkinson-Patienten weisen einen Dopaminmagel auf, während Schizophreniepatienten eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber natürlich ausgeschütteten Dopamin aufweisen, die mit Dopaminblockern, sog. Neuroleptika behandelt wird. Neuroleptika (z.B. Haloperidol, Phenothiazine) werden auch zur Behandlung von Amphetaminpsychosen eingesetzt.

 
Medizinische Anwendung der Amphetamine:

• Asthmamittel (früher) aufgrund der bronchienerweiternden Wirkung
• Appetizügler zur Gewichtsreduzierung
• Bei Kindern die durch aggresives Verhalten bzw. Aufmerksamkeitsdefizite und Hyperaktivitäts-Störungen ("Zappelkinder") "auffällig werden" können Amphetamine einen Gegenteiligen-Effekt erzielen und werden dann therapeutisch zur Aktivitätsdämpfung eingesetzt. Dosierung: 3mal tgl. 5-10 mg Amphetamin
• Behandlung der Narkolepsie (zwanghafte Schlafanfälle) Dosierung: 5-60 mg Amphetamin tgl., verteilt auf mehrere Einzeldosen

 
Gegenanzeigen:

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Schilddrüsenüberfunktion, Tumor des Nebennierenmarks, erhöhter Augeninnendruck, chronischer Appetitlosigkeit, psychische Erkrankungen, labile Persönlichkeitsstruktur und Schwangerschaft/Stillzeit

 
Wirkungen, Nebenwirkungen und Risiken:

Die Wirkungen, Nebenwirkungen und Risiken sind wie bei allen potenten Wirkstoffen abhängig von der Dosis, der Dauer der Anwendung und der Verabreichungsform. Wir werden hier (etwas willkürlich) in zwei Bereiche unterteilen:

A: niedrig bis mäßig dosiert (bis 50 mg reines Amphetamin pro Tag) bei gelegentlicher Anwendung (mal am Wochenende) geschluckt oder geschnupft:

• Erhöhter Blutdruck, beschleunigter Puls
• entspannen der Bronchialmuskulatur (man kann tiefer Durchatmen)
• beschleunigte Atmung
• Verlust des Hungergefühls und der Schmerzempfindung
• verstärkte motorische Aktivität und erhöhte Leistungsbereitschaft
• Psyche stimulierende Wirkung (individuell sehr verschieden): gesteigerte Aufmerksamkeit/Wachheit, Stimmungsaufhellung, Gefühl der Stärke, Euphorie, gesteigerter Rededrang ("Laberflash")

mögliche Nebenwirkungen:

Leichtes Zittern, Unruhe, Schlafstörungen, erweiterte Pupillen, leicht erhöhte Körpertemperatur, eingeschränktes Kurzzeitgedächtnis

Amphetamin hat eine Halbwertszeit von 8-31 Stunden im Körper. Metamphetamin ist noch stärker und länger wirksam, so daß man den Dosisbereich um einiges niedriger ansetzen muß (Einzeldosis 3-5 mg, Tageshöchstdosis 30 mg).

 
B: Bei hochdosierter (mehr als 100 mg) chronischer (z.B. täglicher) Anwendung verändert sich das Wirkungsspektrum:

• starker Gewichtsverlust, Hautentzündungen
• Magenschmerzen (im Extrmfall Magendurchbruch)
• Herzrhythmusstörungen
• Ausführen von sinnlose ständig wiederholte Tätigkeiten
• aggressives Verhalten, (akustische) Halluzinationen
• paranoide Wahnvorstellungen bis hin zur Amphetaminpsychose (von durchschnittlich drei, mitunter aber auch 30 Tagen Dauer)

Die aufgeführten Wirkungen/Nebenwirkungen sind bei gesunden Menschen weitgehend vorübergehender Natur und klingen spätestens zwei Wochen nach Absetzen der Amphetamine wieder ab.

Besonders riskante Konsumpraktiken sind die intravenöse Injektion (Speed fixen) oder das rauchen der freien Metamphetamin-Base ("Ice"). Dabei kann es sehr schnell zu einer akuten Vergiftung durch Überdosierung kommen.

 
Speed und Sex?

Einer Umfrage von Bündnis90/Die Grünen zufolge ist Speed (im Gegensatz zu Kokain) eine mittelmäßig und bei hoher Dosierung eine schlechte "Sexdroge" : Der Wunsch nach Sex ist zwar Vorhanden, die (akive) Fähigkeit ist aber meistens eingeschränkt. (Wenn es trotzdem dazu kommt, soll es einfach "tierisch" sein und ziemlich lange dauern.)

 
Mögliche Langzeitschäden im Gehirn

Die Ergebnisse aus wissenschaftlichen Untersuchungen sind z. T. sehr widersprüchlich. In einigen Tierversuchen wurden nach hochdosierter, chronischer (Meth)amphetamin-Verabreichung ein anhaltenden Mangel an dem Belohnungs-Botenstoff Dopamin im Gehirn festgestellt. Dadurch könnte die natürliche belohnende Wirkung (Gefühl der Zufriedenheit) nach belohnenswerten Aktionen (z.B. Sozialverhalten, Sex) reduziert werden. An dieser Stelle muß die kritische Frage gestellt werden, was mit den Menschen passiert (ist), die in ihrer Kindheit längere Zeit mit Amphetaminen behandelt worden sind bzw. noch behandelt werden.

 
Toleranz

Da die Amphetamin-Wirkung hauptsächlich auf der Freisetzung der körpereigenen Bootenstoffe Dopamin und Noradrenalin beruht, und deren Speicher nach mehrmaliger Anwendung bald geleert sind, kann man auch durch Dosiserhöhung die gewünschte (euphorisierende, appetitzügelnde) Wirkung nicht mehr erreichen.
Die Toleranz ist nach ca. einer Woche Abstinenz wieder aufgehoben.

 
Abhängigkeit

Amphetaminkonsum führt nicht zu einer körperlichen Abhängigkeit: Trotz starker Toleranzentwicklung tritt kein typisches Entzugssyndrom auf. Nach Absetzen der Substanz(en) sind jedoch häufig einige der Wirkungen entgegengesetzten Symptome, wie extremes Schlafbedürfnis, starkes Hungergefühl, depressive Stimmung, Gereiztheit etc. vorhanden.

Amphetaminkonsum geht mit einem psychischen Abhängigkeitsrisiko einher. Der aus den Ergebnissen von Tierversuchen (Tiere neigen unter bestimmten Bedingungen dazu Amphetamin und Kokain sich in immer höheren Dosen selbst zu verabreichen) hergeleitete Abhängigkeits- und Verelendungs-Automatismus steht aber im klaren Widerspruch zu unseren Erfahrungen mit und in der Technoszene: Weit über die Hälfte der Raver haben Speed-Erfahrung und einige entwickeln auch problematische Konsummuster wie (chronische) Überdosierung und das Verschleppen des Amphetamin-Konsums in ihren Alltag. Die wenigsten Technofans geraten aber in einen "Teufelskreis" aus amphetamininduzierten Rauschzustand --> Depression und Toleranz --> Amphetaminhunger und Dosissteigerung --> sozialer Rückzug und ein Zentrieren des Denkens auf die Beschaffung von Speed.

 
Speed in Kombination mit Ecstasy

Die durch Ecstasy aktivierten serotonergen Nervenbahnen verlaufen weitgehend parallel zu den durch Amphetamin aktivierten noradrenergen Bahnen, allerdings sind die Wirkungen des Serotonins denen des Noradrenalins überwiegend entgegengesetzt. Obwohl sich also die Wirkung von Amphetamin und Ecstasy (MDMA, MDEA, oder MBDB) zum Teil gegenseitig aufheben ("Speed killt den E-Film"), ist dies die Standardkombination von "Ottonormalraver". Ein Grund für den in einer "Raverlaufbahn" zunehmenden Speedkonsum (bei meist abnehmendem Ecstasygebrauch) könnte in der erheblich länger anhaltenden Ecstasy-Toleranz (6-12 Wochen) nach häufigen hochdosierten Ecstasykonsum liegen, die meist mit einer veränderten Ecstasy-Wirkung ("breit-", desorientiert "verpeilt" sein) einhergeht.

 
Die rechtliche Situation

Amphetamin und Metamphetamin stehen in Anhang 3 des Betäubungsmittelgesetzes (BtmG), d.h. diese Stoffe sind verkehrs- und verschreibungsfähig. Eine Abgabe durch die Apotheke darf allerdings nur nach ärztlicher Verordnung auf einem speziellen Betäubungsmittelrezept-Formula erfolgen. Dieser Vorgang muß anschließend der Bundesopiumstelle gemeldet werden, die den ganzen legalen Betäubungsmittelverkehr überwacht. Der illegale Handel oder Besitz von Amphetamin/Metamhetamin unterliegt den verschärften strafrechtlichen Bestimmungen des BtmG´s und ist mit Freiheitsstrafen von bis zu 15 Jahren belegt. Für alle im BtmG aufgeführten Substanzen gilt: Beim erwiesenen illegalen Besitz von insgesamt bis zu drei Konsumeinheiten (und zwar als Summe aller sichergestellten Drogen) ausschließlich zum Eigenverbrauch ist davon auszugehen, daß das Verfahren einstellt wird. Bei Speed ist eine Konsumeinheit 50 mg reines Amphetamin/Metamphetamin.

 
Bemerkenswertes in diesem Zusammenhang:

Die Verurteilung eines Konsumenten dem der illegale Besitz von 200 mg Amphetamin (vier Konsumeinheiten) nachgewiesen werden konnte zu einer vier monatigen Freiheitsstrafe wurde durch das Oberlandesgerichts in Karlsruhe (Beschluß vom 23.2.1996-1Ss 243/95) mit folgender Begründung wieder aufgehoben: Das Schuldmaß kann nur in enger Relation zum eigentlichen Tatgewicht als solchem angemessen bewertet werden. Amphetamine sind den sog. weichen Drogen zuzuordnen. Die vorliegend in Frage stehende Menge von 0,2 g hält sich an der Untergrenze der geringen Menge im Bereich der Einzeldosis. Es ist davon auszugehen, daß der Besitz ausschließlich zum Eigenverbrauch des drogenabhängigen Angeklagten erfolgte. Bei einer solchen Fallgestaltung ist der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz /Übermaßverbot (vgl. Bundesverfassungsgericht NJW 1994, 1577, 1582 - dem sog. "Cannabisbeschluß") in besonderem Maße zu beachten.

Tibor Harrach

 





Summenformel: C11H17NO3
Chemische Bezeichnung(en): 3,4,5-Trimethoxy-benzolmethanamin ; 3,4,5-Trimethoxyethylphenylamin
Stoffklasse: Lophophoraalkaloide, ß-Phenethylamine

Vorkommend in folgenden Pflanzen(nur die Ethnobotanisch wichtigsten und meißt gebrauchten):
-Lophophora wiliamsii
-Lophophora Diffusa
-Trichocereus pachanoi
-Trichocereus peruvianus
-Pelecyphora aselliformis


Allgemeines zu Meskalin:

Auf dem Markt erhältlich als: Meskalinsulfat oder MeskalinHCL(hydrochlorid)

Einnahmeform: Oral über die Verdauung

Dosierung: 50mg Meskalin wirken aphrodisierend
-100mg eigentlicher Wirkungsbeginn (leichte Dosis)
-100-200mg (mitllere Dosis)
-200-400mg (Normaldosis)
-400mg und darüber hinaus (starke Dosis)
Es wird ebenfalls angegeben das man 5mg Meskalin pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen soll um Visionen zu erzeugen.
Ab 1500mg Meskalin wird gewart vor Leberschäden und Tod durch Atemlähmung, jedoch gibt es noch keine zuverlässigen Berichte von Toden die auf Meskalin zurückzuführen sind.
Bei MeskalinHCL ist zu beachten das etwa 126mg MeskalinHCL 200mg Meskalin entsprechen.

Vorschriften: Meskalin ist ein nicht verkersfähiges Betäubungsmittel und unterliegt somit dem BtmG, dies gilt nicht für lebende Kakteen die den Stoff enthalten. Jedoch könnte der getrocknete bzw. geerntete Kaktus als illegale Rauschmittelgewinnung gewertet werden.

Wirkungsdauer und Eintritt:
-Eintritt der Wirkung nach etwa 45-90 Minuten
-Hauptwirkzeit etwa 8-12 Stunden
-Abklang der Wirkung innerhalb 2-4 Stunden
Im Durchschnitt dauert die Wirkung vom Eintritt bis zum Totalen Abklang etwa 12-16 Stunden.

Wirkung: Je nach Menge kommt es zu leichten bis extrem starken Halluzinationen im Bereich der Optischenwahrnehmung und des Gehörsinnes.
Meskalin beeinflußt allerdings nicht den Geist. Der Berauschte weiss immer was er getan hat und von was er die Veränderungen hat. Es kommt häufig wärend dem Beginn der Wirkung zu Euphorie begleitet von Lachanfällen. Viele Konsumenten berichten dies als eine Art "Aufsteigen durch einen bunten Tunnel, begleitet von großer Zufriedenheit und Euphorie".
Unter Meskalin wird vor allem die Farbwahrnehmung stark beeinflußt, dinge werden farblich total unterschiedlich und meißt Farbenfroher empfunden. Es kommt auch zu dem Gefühl das die Wände "Atmen", zu dem kommt es auch zur verzerrung von Gegenständen wie Möbeln und Sonstigem.
Bei extrem hohen Dosen führt der Stoff auch zur Depersonalisierung und zu einem kompletten "Abdriften in eine andere Welt". So das der Berauschte für Aussenstehende nicht mehr ansprechbar ist und auch nicht mehr auf sie reagiert.
Um die Wirkung etwas deutlicher zu machen führe ich hier nun einige Erfahrungsberichte und Erlebnisse auf die unter Meskalin erlebt wurden:

-Aldous Huxley (berühmter Schriftsteller)
"In der Regel entdeckt der Meskalinnehmende eine innere Welt, die so offenkundig etwas gegebenes, so einleuchtend unendlich und heilig ist wie die verwandelte äußere Welt, welche ich mit offenen Augen gesehen hatte."

-Henri Michaux (französischer Dichter und Künstler)
Wie Viele seiner französischen Kollegen wollte auch er durch Meskalin seine Kreativität steigern, jedoch erlebte er wie fast alle seiner Kollegen den Rausch auch als "wunder". Auch er brachte dann nur Kritzelein die nicht zu erkennen waren auf Papier, durch seine Erlebnisse der inneren Zerissenheit.

Im Allgemeinen muß gesagt werden das die Meskalinwirkung nicht wirklich zu beschreiben ist. Meskalin ist ein Psychedelika und ein Halluzinogen, diese Bezeichnungen hat es da es die Person in einen Zustand versetzt der niemals unter natürlichen Umständen erreichbar wäre. Es konnte noch kein Konsument die Wirkung in Worte fassen daher ist es schwer es zu beschreiben.

Nebenwirkungen: Meskalin kann wie alle Halluzinogene latente Psychosen auslösen. das Bedeutet bestehende Psychosen verschlimmern oder erst zum Ausbruch bringen.
Weiters sollte Meskalin auf keinen Fall in Kombination mit MAO-Hemmern Konsumiert werden, da MAO-Hemmer auf die Leber wirken, die Leber wird aber benötigt um das Meskalin abzubauen. Es könnte zu unabschätzbaren Schäden oder Wechselwirkungen führen.
Meskalin sollte von folgenden Personen auf keinen Fall konsumiert werden:
-Leute mit Leberschäden
-Schwangeren Frauen
-Personen bei denen bekannt ist das sie Psychosen haben

Nun ich habe alles beachtet, habe weder Psychosen, noch habe ich Leberschäden oder bin Schwanger, was kann sonst passiern?
Unter Meskalin kann es auch zu Horrortrips kommen, wenn das der Fall ist sollte eine Person des Vertrauens der berauschten Person klar machen das es keinen Grund gibt sich zu fürchten und das die Wirkung wieder in einigen Stunden abklingt. Niemals Meskalin nehmen wenn man Angst vor der Wirkung hat, denn das hätte mit Sicherheit einen Horrortrip zur Folge.


Meskalin wurde schon in den Labors der Pharmazie erfolgreich bearbeitet. Es entstand ein Stoff, STP oder aber auch DOM genannt. STP ist etwa 80 mal so stark wie "normales" Meskalin, sprich die Dosierung liegt bei etwa 3-10mg. Es ist aber weder schädlicher als Meskalin noch hat es irgendwelche fehlenden oder dazukommenden Wirkungen, es ist "lediglich" potenter.


STPmolekül 4-Methyl-2,5 Dimethoxy-a-Methylphenethylamin


Meskalinhaltige Pflanzen:

Lophophora wiliamsii - Peyote

Aussehen: Fleischiger, kleiner, stachelloser Kugelkaktus. Er hat eine Rübenwurzel, anstelle der Stacheln besitzt er kleine "Fellbüschel". Man könnte in etwa sagen pro Jahr wächst er etwa an einem cm Durchmesser.



Botanik: Vorkommend in den Wüstengebieten von Texas bis Mittelmexiko.

Anbau:
Kakteenzuchtanleitung im pdf Format, für alle hier aufgeführten Kakteenarten und mehr!

Inhaltsstoffe: Er enthält im Durchschnitt etwa 1% Meskalin im Trockengewicht, jedoch wurden auch schon Werte bis zu 3,7% gemessen. Neben Meskalin enthält der Peyote auch noch reichlich ß-Phenethylamine. Insgesamt wurden im Peyote über 50 Alkaloide isoliert und beschrieben.

Droge: Meskal Button-der oberirdische Teil des Peyote

Ernte:Bei der Ernte sollte darauf geachtet werden das man den Button direkt an der Wurzel trennt und diese nicht beschädigt, Denn diese treibt nach einiger Zeit 1-2 neue Buttons aus. Dazu kommt das diese Buttons schneller wachsen als der Erste, da die Wurzel schon ausgebildet ist.

Dosierung: Am Besten man wiegt das trockene Kaktusfleisch ab und nimmt 1% Meskalin als Maß. Jedoch gelten ebenfalls 4-30 Buttons (überirdischer Teil des Kaktuses) als Dosis. Oder etwa 27Gramm werden auch angegeben.

Einnahmeform: Das Kaktusfleisch wird gegessen.

Wirkung: (Siehe Meskalin) Viele Peyoteesser lehnen reines Meskalin jedoch ab und ziehen den kleinen Kaktus vor. Durch die reichlichen Alkaloide im Kaktus kann es gut sein das sich die Wirkung etwas unterscheidet. Es wird oft berichtet das der Peyote im Vergleich zum reinen Meskalin noch etwas mehr Gehörhalluzinationen auslöst. Die Wahrnehmungsveränderungen sollen beim Peyote wesentlich visionärer sein als bei Meskalin als Reinsubstanz.

Nebenwirkungen: (Siehe Meskalin) Es wird oft von ausgeprägter Übelkeit und Erbrechen berichtet. Einige Indianer formulieren das wie folgt: Beim Peyote kommt der Kater vor dem Rausch.
Dies ist nicht falsch denn oft wird einem übel, dann beginnt der Rausch. Das ist wohl auf die reichlich vorhandenen Nebenalkaloide zurückzuführen.

Marktformen und Vorschriften: Die Samen des Peyote sind frei verkäuflich, genauso wie der lebende Kaktus. Getrocknete/Geerntete Kakteen werden aber durchaus als illegale Rauschmittelgewinnung gewertet.


Lophophora diffusa - Peyote

Der L.diffusa ist im Allgemeinen genauso zu betrachten wie der wiliamsii, was ihn unterscheidet, ist das er statt den Haarbüscheln eher kleine weisse Flecken hat. Er ist ebenfalls etwas seltener zu finden wie der wiliamsii, ansonsten siehe L.wiliamsii



ACHTUNG: DER PEYOTE IST VOM AUSSTERBEN BEDROHT! DIES IST KEIN WITZ SONDERN DIE TRAURIGE WAHRHEIT, ALSO FALLS IHR IHN KONSUMIERN WOLLT BAUT IHN WENIGSTENS SELBST AN. ODER WEICHT AUS AUF DIE TRICHOCEREUS KAKTEEN!


Trichocereus pachanoi - San pedro

Aussehn: Ein bis zu 6 Meter groß werdender Säulenkaktus. Er hat 5-12 Rippen die mehr oder weniger mit Stacheln besetzt sind, vor allem ältere Exemplare haben weniger/gar keine Stacheln.



Botanik: Der Kaktus stammt aus Peru und wächst dort auf Höhen von 2000-3000 Metern. In vielen andinen Gebieten wird er kultiviert und ist auf der gesamten Welt im Kakteenhandel zu finden. Er wächst soowohl in trockenen wie auch feuchten Gebieten.

Anbau:
Kakteenzuchtanleitung im pdf Format, für alle hier aufgeführten Kakteenarten und mehr!

Inhaltsstoffe: In der Trockenmasse enthält der Kaktus etwa 0,3% Meskalin. daneben kommen noch reichlich weitere ß-Phenethylamine vor. Es ist auch nachgewiesen worden das das Material eines jüngeren Exemplares gehaltvoller ist als das eines älteren.

Droge: Kaktusfleisch und die Rinde. Aus dem Kaktusfleisch wird der sog. San Pedro Trank zubereitet. Dazu wird das frische Kaktusfleisch ausgekocht. Es kann dem kochenden Wasser auch etwas Zitronensaft zugefügt werden, denn dann löst sich das Meskalin besser. Die Indianer kochen die ganze Sache 4-7Stunden lang aus.
Die Rinde wird genommen, entstachelt und in die Sonne zum trocknen gelegt, Je nachdem dauert das etwa eine Woche. Die Rinde rollt sich etwas zusammen beim Trockenvorgang. Die Rinde wird nun genommen und Pulverisiert und in Kapselform geschluckt.

Ernte: Es wird einfach ein Teil einer Stange abgeschnitten, sollte der komplette Kaktus geerntet werden so schneidet man diesen etwa 5-15cm über dem Boden ab, denn da treibt er dann wieder 1-2 neue Stangen aus.

Dosierung: Bei dem Pulver werden 3-4 Gramm als stimulierende Dosis genommen, ab 9-10Gramm wirkt es psychedelisch. Bei dem Kaktusfleisch heißt es etwa eine Stange: 25cm lang, etwa 6-8cm dick pro Person.

Einnahmeform: Das Kaktusfleisch wird meißt als Trank zubereitet getrunken. Jedoch kann es auch gegessen werden, hier gilt etwa 100Gramm Trockengewicht.
Das Pulver wird in Kapselform geschluckt, kann aber auch in Tee oder ähnliche Getränke gemischt getrunken werden, jedoch sollte man das schnell runterstürtzen da sich die Sache recht schnell verdickt und zu einem abartigen Brei wird.
Man kann auch das Kaktusfleisch in Wasser mit etwas Zitronensaft 1-2 Stunden lang auskochen dann das Kaktusfleisch herausfiltern und wegwerfen. Die restliche Flüßigkeit wird nochmal zum kochen gebracht und nun so lange ausgekocht bis es noch etwa ein Schnapsglas voll ist. Das Schnapsglas mit dem stark meskalinhaltigen Extrakt stellt man in den Kühlschrank, wenn es kalt ist stürtzt man es auf nüchternen Magen hinunter.

Wirkung: (Siehe Meskalin)

Nebenwirkungen: (Siehe Meskalin) Dadurch das der San Pedro wesentlich weniger Nebenalkaloide enthält wie der Peyote scheint die Übelkeit auszubleiben.

Marktformen und Vorschriften: Samen wie auch der lebende Kaktus sind frei verkäuflich und sind häufig im Kakteenhandel zu finden. Jedoch ist auch hier das trocknen und ernten als illegale Rauschmittelgewinnung laut BtmG zu betrachten.


Trichocereus peruvianus - Peruanischer Säulenkaktus

Aussehn: Dieser Kaktus sieht dem San Pedro recht ähnlich, jedoch hat er lange, harte und spitze Stacheln auf den Rippen. Er bildet ebenfalls meißt nur 4 Rippen aus und wird nicht gar so groß wie der San Pedro, er wird im Durchschnitt "lediglich" 2-4 Meter groß.



Botanik: Eigentlich ausschließlich in Peru auf 2000 Metern Höhe.

Anbau:
Kakteenzuchtanleitung im pdf Format, für alle hier aufgeführten Kakteenarten und mehr!

Inhaltsstoffe: Er enthält etwa 0,8% Meskalin im Trockengewicht! Daneben auch einige weitere ß-Phenethylamine.

Droge: Kaktusfleisch und Rinde.

Ernte: (Siehe T.pachanoi)

Dosierung: Über die Dosierung des Rindenpulvers liegen mir leider keine Informationen vor. Bei dem Kaktusfleisch gelten 38Gramm Trockenmaterial als Normaldosis.

Einnahmeform: Pulver siehe T.pachanoi. Das Kaktusfleisch wird gegessen. Irgendwelche weiteren Einnahmeformen sind nicht bekannt, da dieser Kaktus scheinbar von keinen Urvölkern benutzt wurde oder zumindest sind keine Artefakte bekannt.

Wirkung: (Siehe Meskalin)

Nebenwirkungen: (Siehe Meskalin und T.pachanoi)

Marktformen und Vorschriften: Siehe T.pachanoi. Allerdings ist der T.peruvianus begehrter und etwas seltener zu finden als der T.pachanoi.


Pelecyphora aselliformis - Asselkaktus, Peyotillo

Aussehn: Ein einzehlstehender bis zu 10cm hoch wachsender Kaktus mit runder Form. Die seitlich abgeflachten Warzen sind spiralig angeordnet und mit einem schuppenartigen Stachelkamm besetzt.

Botanik: Nur in Nordmexiko zu finden.

Anbau:
Kakteenzuchtanleitung im pdf Format, für alle hier aufgeführten Kakteenarten und mehr!

Inhaltsstoffe: Meskalin, Methylmescalin, Hordenin und einige weitere ß-Phenethylamine.

Droge: Frisches und/oder getrocknetes Kaktusfleisch

Ernte: (Siehe L.wiliamsii)

Dosierung: Keine Informationen bekannt

Einnahmeform: Das Kaktusfleisch wird gegessen. Wurde als Peyoteersatz benutzt.

Wirkung: Etwas schwächer wie beim Peyote, allerdings fast identisch, daher siehe L.wiliamsii.

Nebenwirkungen: (Siehe L.wiliamsii)

Marktformen und Vorschriften: Der Kaktus ist nur selten zu finden im Kakteenhandel, mit Glück lassen sich Samen aus dem Ethnobotanikhandel beziehen. Ansonsten wenn er zu finden ist, hat er anstronomische Preise. Ernte und Trocknung der Pflanze ist durch den Meskalingehalt ebenfalls ein verstoß gegen das BtmG.

 





Summenformel: C10H15NO
Chemische Bezeichnung(en): Erythro-2-methylamino-1-hydroxy-1-phenylpropan ; 2-Methylamino-1-phenyl-1-propanol
Stoffklasse: Ephedraalkaloide

Vorkommend in folgenden Pflanzen:
-Ephedra gerardiana
-Ephedra sinica
-Ephedra americana
-Ephedra andina
-Ephedra breana
-Ephedra campylopoda
-Ephedra distachya
-Ephedra helvetica
-Ephedra intermedia
-Ephedra major
-Ephedra monosperma
-Ephedra nevadensis
-Ephedra torreyana
-Ephedra trifurca
-Sida acuta
-Sida rhombifolia
-Aconitum spp.
-Catha Edulis
-Taxus baccata


Allgemeines zu Ephedrin:

Auf dem Markt erhältlich als: Ephedrinhemihydrat, wasserfreies Ephedrin, aber meißt ist es als EphedrinHCL zu finden.

Einnahmeform: Oral über die Verdauung

Dosierung: Hier herrscht größte Uneinigkeit, es ist nur klar das es ab 5-10mg EphedrinHCL psychoaktiv wirkt. Es werden dennoch meißt 50mg EphedrinHCL als Normaldosis angegeben. Es wird aber oft auch in enorm hohen Dosen Konsumiert, mir selbst sind Fälle bekannt bei denen 600mg und mehr Ephedrin auf einmal genommen wurde! Eine tödliche Dosis ist nicht bekannt jedoch kamen vor Kurzem Berichte aus den USA von etwa 21 Todesfällen durch Ephedrin. Jedoch ist bei diesen Personen die Unwissenheit zu beachten, siehe Nebenwirkungen, diese Personen hatten darauf keine Acht gegeben!

Vorschriften: Ephedrin unterliegt der verschärften Verschreibungspflicht und wird nur höchst selten verschrieben, da aus reinem Ephedrin leicht Amphetamin herzustellen ist. Allerdings ist Ephedra Nevadensis zu bekommen (siehe weiter unten, Beschreibungen der Ephedra-Arten).

Wirkungsdauer und Eintritt:
-Eintritt der Wirkung beginnt schon nach etwa 15 Minuten, wenn das Ephedrin auf leeren Magen genommen wurde. Wird der Stoff auf vollen Magen genommen kann es bis zu 2 Stunden dauern und auch unangenehm werden(siehe Nebenwirkungen).
-Hauptwirkzeit etwa 8 Stunden, je nach Dosierung aber auch bis zu 12-16 Stunden.
-Abklang der Wirkung folgt je nach Dosis innerhalb 2-8 Stunden, der Durchschnitt bei Normaldosen liegt etwa bei 4 Stunden.
Im Durchschnitt dauert die Gesamtwirkung von Eintritt bis Ende etwa 12 Stunden.

Wirkung:
Ephedrin führt zur hohen Ausschüttung des endogenen Neurotransmitters Noradrenalin, der für die eigentliche Stimulation verantwortlich ist. EphedrinHCL hat stark stimmulierende, stimmungsaufhellende bis euphorisierende Wirkung. Ephedrin führt bei therapeutischer Überdosis zu schweren Erregungszuständen mit gelegentlicher sexueller Erregung. Bei Männern jedoch kann es in diesen hohen Dosen jedoch zur tämporären Impotenz führen, da sich die Gefäße unter Ephedrin zusammenziehen dadurch können die Schwellkörper im Glied des Mannes nicht mehr Versteifen. Ephedrin wird auch gerne als Dopingmittel benutzt, auch wenn es verboten ist bei den Sportverbänden.
Was auch noch zu erwähnen ist das was hier nun als therapeutische Überdosis beschrieben wurde wird allerdings von vielen Konsumenten als erwünschter Effekt genutzt und es ist das Ziel so hohe Dosen zu nehmen das es dazu kommt. Es kommt bei hohen Dosen auch zu einer Art "Kribbeln" unter der Kopfhaut, enorm hohem Puls, Bewegungsdrang, sogar Lachanfällen, Halluzinationen, Muskelzittern und auch zu erweiterten Pupillen. Allerdings treten diese Wirkung frühstens ab einer Dosis von etwa 150mg Ephedrin auf (Achtung die 150mg entsprechen dem Durchschnitt, aber je nach Individualität kann es auch schon bei niedrigeren Dosen dazu kommen oder erst bei höheren Dosen). Ephedrin ist wohl eines der stärksten Stimulanzien die die Natur hervorgebracht hat, es wird auch oft benutzt um sich tagelang Wach zu halten ohne auch nur geringste Müdigkeit zu empfinden.
Ephedrin lässt die Schleimhäute abschwellen und ist dadurch ein wichtiges Asthmamittel. Auch um bei Narkosen Hypotonie zu verhindern wird es benutzt, das bedeutet um Leute aus der Narkose zu holen, denn eine zu lange Narkose kann durchaus Schäden hinterlassen.
Ephedrin wirkt auch stark Hungerdämpfend bzw. unterdrückend, dadurch war es lange Zeit ein beliebtes Diätmittel. In Ländern wie den USA oder Holland ist es immer noch frei verkäuflich und wird auch als Diätmittel verkauft.

Nebenwirkungen: Oft wird der hohe Puls als unangenehm empfunden, werden hohe Ephedrindosen auf vollen Magen genommen kommt es nicht selten zu Kopfschmerzen und Übelkeit. Ephedrin sollte ebefalls nicht von Personen genommen werden die Herz-Kreislaufbeschwerden haben, die 21 Todesfälle aus den USA beruhen wohl hierauf, das Kreislaufschäden vorhanden waren und Ephedrin trotzdem konsumiert wurde.
In letzter Zeit mehren sich auch Berichte von Ephedrinsucht, allerdings sollte es diese geben so kommt es erst nach wochenlangem, wenn nicht monate oder jahrelangem Dauermißbrauch.
Unter Ephedrin wird dem Körper extrem viel Wasser entzogen, es sollte also darauf geachtet werden das viel getrunken wird wärend der Wirkung. Bei Dauergebrauch in hohen Dosen kommt es nach und nach zu einer Gewöhnung an den Stoff, diese verschwindet allerdings schon nach einigen Wochen (2-4) vollständig. Jedoch ist bei einem Dauermißbrauch auch damit zu rechnen das nach einigen Jahren eines solchen Konsumes diverse Schäden an den Nervenbahnen entstehen. Unter Ephedrin ist man enorm Leistungsfähig und realisiert oft die eigenen körperlichen Grenzen nicht mehr, deswegen ist dringenst davon abzuraten Sport zu betreiben und dies so lange zu tun bis der Körper erschöpft ist, man sollte, auch wenn man unter Ephedrin nicht das Bedürfniss hat, ab und zu eine Pause einlegen und etwas trinken.
Nicht selten sind auch bei Dauerkonsum Nachwirkungen wie Schlaflosigkeit oder unruhigem Schlaf.


Ephedrin ist von den Stimulantien die in der Natur vorkommen eines der stärksten, wenn nicht sogar das Stärkste. Jedoch wenn dem Ephedrinmolekül die Hydroxygruppe durch Reduktion entzogen wird, entsteht Amphetamin. Amphetamin ist eines der stärksten Stimulantien die je bekannt wurden.


Amphetaminmolekül

 





Summenformel: C23H28O8
Chemische Bezeichnung(en): Keine, aber es wird auch Divinorin A genannt.
Stoffklasse: Diterpene (Clerodane)

Vorkommend in folgenden Pflanzen:
-Salvia divinorum


Allgemeines zu Salvinorin A:

Auf dem Markt erhältlich als: Reinstoff in flüßiger Form.

Einnahmeform: Rauchen oder Oral über die Mundschleimhäute.

Dosierung:
200-500 µg !!!!!! Ja ihr lest hier richtig nicht mg sondern µg!

Vorschriften: Keine. Der Konsum wie der Besitz ist völlig legal, auch lebende Pflanzen, wie auch Samen und Stecklinge sind ohne gesetzliche Vorschrift zu haben.

Wirkungsdauer und Eintritt:
-Beim Rauchen tritt die Wirkung sofort ein und hält etwa 2-7 Minuten an.
-Über die Mundschleimhaut beginnt die wirkung nach 5-10 Minuten und hat nach 15 Minuten ihren Höhepunkt erreicht. Sie klingt dann langsam ab, innerhalb von 30-60 Minuten.

Wirkung:
Zitat Daniel Siebert: "Salvinorin A ist eine extrem mächtige, bewußtseinsverändernde Verbindung. Tatsächlich handelt es sich hier um das potenteste, natürlich vorkommende Halluzinogen, das bis heute isoliert worden ist. Aber bevor sich nun potentielle Experimentatoren zu sehr damit beschäftigen, muß deutlich gemacht werden, daß die Wirkungen oft extrem entnervend sind und daß ein durchaus reales Risiko besteht, sich während seines Gebrauchs körperlich zu schaden."
Oft wird der Berauschte von einem Beaobachter wie folgt beschrieben: Es scheint so als ob der Berauschte einen leeren und kalten Ausdruck in den Augen hat, so als ob er nurnoch körperlich anwesend ist, möglicherweise ist das nicht mal so abwegig. Die Berauschten sind unter der Wirkung oft aufgestanden und im Raum rumgerannt, dabei fielen sie über Gegenstände wie das Mobiliar etc. viele wollten auch ihre Wohnung verlassen. Dazu kommt das sie oft unverständlichen Blödsinn von sich geben., sie rennen auch gelegentlich mit dem Kopf gegen Die Wand usw.
Die Berauschten erinnern sich danach nicht daran das sie irgendwie rumgelaufen sind oder ähnliches, sie erinnern sich an ganz andere Geschehnisse. Aus der Sicht des Berauschten sieht die Wirkund so aus:
-Körpergefühl verändert sich stark so das der Tastsinn bis ins unangenehme gesteigert ist.
-Schweissausbrüche
-Wahrnehmungsveränderungen im Sinn von Halluzinationen unter denen sich der Berauschte häufig in Gegenstände verwandelt. Mir ist ein Bericht bekannt wo sich jemand in eine Schublade und ein anderer in einen Baum verwandelte.
Ansonsten ist auch hier die Wirkung kaum genauer zu beschreiben da auch Salvinorin A ein psychedelisch und halluzinogen wirkender Stoff ist.
Zitat von Andrew Weil: "Salvinorin A ist das Ende von allem".

Nebenwirkungen:
Direkte Schäden durch den Salvinorin A Konsum sind nicht bekannt.


Salvinorin A-haltige Pflanzen:

Salvia divinorum-Wahrsagersalbei

Aussehen: Eine immergrüne Pflanze die Staudenförmig bis auf eine Höhe von etwa einem Meter wächst. Der Stengel ist viereckig bis quadratisch und bis zu 2 cm dick.die etwa 20cm langen und 10cm breiten Blätter sind leicht behaart, die Enden laufen spitz zusammen. Die rispigen Blüten sind am Ende des Stengels zu finden, die glockigen kelche sind bläulich bis purpurfarben.



Botanik: Natürliches Vorkommen in Sierra Madre Oriental in Mexiko. Sie wächst in den tropischen Regen-und Nebelwäldern in Höhen von 300-1800 Metern. Eigentlich verbreitet sie sich in der Natur nur sehr schlecht, aber dennoch gilt sie ganz und gar nicht als bedroht oder ähnliches, ednn mitlerweile wird sie auf der gesamten Welt in großen Stückzahlen von Rauschliebhabern angebaut.

Anbau: Ausschließlich aus Stecklinge, mit den Samen konnte noch keine Methode gefunden werden die zu richtigem Erfolg führte. Man nimmt eine 8-12cm lange Zweigspitze die man bis auf die oberen Blätter Blatfrei macht, diese stellt man dann in Wasser. Nach etwa 2 Wochen beginnt die Wurzelbildung, nach 4 Wochen ist sie bereit um eingepflanzt zu werden. Sie braucht eine Hohe Luftfeuchtigkeit und sollte keine direkte Sonneneinstrahlung abbekommen. Die Luftfeuchtigkeit ist am idealsten bei 80-90% relativer Luftfeuchtigkeit.

Inhaltsstoffe: Etwa 0,15% Salvinorin A, daneben wurde noch Salvinorin B entdeckt das aber nicht psychoaktiv wirkt.

Droge: Frische oder getrocknete Blätter.

Ernte: Es gibts nichts worauf man besonders achten bräuchte.

Dosierung: Spührbarer Effekt wenn man 8-10 Blättern oral eingenommen. Die Indianer haben aber auch 26 Blätter benutzt. Beim Rauchen werden 0.5-2Gramm der blätter angegeben, allerdings reicht oft schon ein tiefer Zug von einem großen Blatt.

Einnahmeform: Getrocknete Blätter rauchen. Frische Blätter zusammenrollen und auskauen, den Saft im Mund verteilen, nicht schlucken, denn dann wirkt es nicht. Das Auskauen macht man so lange bis kein Saft aus den Blättern mehr herauskommt.

Wirkung: (Siehe Salvinorin A)

Nebenwirkungen: (Siehe Salvinorin A)

Marktformen und Vorschriften: Vorschriften gibt es keine, es ist alles frei verkäuflich und zum Konsum legal. Es werden häufig getrocknete Blätter angeboten und auch des öfteren werden Stecklinge mit angeboten, reines Salvinorin A hingegen ist seltener zu finden. Es gibt zur Zeit auch öfter mal Salvia divinorum X5 zu kaufen, das sind die getrockneten Blätter die mit der Reinsubstanz besprüht wurden so das sie 5 mal so stark sind wie normalerweise. Es gibt sogar Salvia divinorum X10 was allerdings eher seltener zu finden ist.




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